Preloader Operavision
International Opera Awards (2019)

International Opera Awards 2019: Der Erfolg der OperaVision-Partner

Herzlichste Glückwünsche an eine Reihe unserer Partner zu ihrem Erfolg bei den International Opera Awards 2019, die am 29. April im Sadler's Wells Theatre in London bekannt gegeben wurden.

Die Opera Vlaanderen erhielt die begehrte Auszeichnung als Bestes Opernhaus, eine Anerkennung für die neuen künstlerischen Höhen, die das Haus mit Aviel Cahn an der Spitze seit einem Jahrzehnt erreicht hat. Das Unternehmen ist bekannt für seine kreativen Produktionen und anspruchsvollen Programme. OperaVision hat kürzlich ein Beispiel dafür mit La Juive gesendet, dem berühmtesten Werk von Fromental Halévy und einer der großen Leistungen der französischen Oper.

Die vollständige Aufführung ist bis zum 5. Oktober auf OperaVision verfügbar. Die Bühnenbilder und Kostüme sind von Johannes Leiacher, der bei den Awards für den Preis als bester Designer nominiert wurde. Roy Cornelius Smith spielt den jüdischen Goldschmied Éléazar, der im vierten Akt die Arie „Rachel, quand du Seigneur‟ singt. Darin schwört er, sich an Kardinal de Brogni zu rächen, erkennt aber plötzlich, dass sein Hass auf die Christen sowohl zum Tod seiner Adoptivtochter als auch zu seinem eigenen führen könnte.

 

 

La Juive „Rachel, quand du Seigneur“

Die Opernfestivals belegen bei den International Opera Awards eine eigene Kategorie, die in diesem Jahr vom Festival Janáčeks Brünn gewonnen wurde. „Mit dieser Auszeichnung gehören das Nationaltheater Brünn und sein Festival heute zu den besten Opernkünstlern und -ensembles der Welt‟, sagte der Generaldirektor des Theaters, Martin Glaser. „Wenn man bedenkt, dass dies erst die sechste Ausgabe des Festivals war, ist es ein fast unglaublicher Erfolg.‟ Die jüngste Ausgabe wurde mit dem schlauen Füchslein in einer neuen Produktion unter der Leitung von Jiří Heřman, dem künstlerischen Leiter der Oper am Nationaltheater Brünn, eröffnet. Keine Oper ist so eng mit Brünn und seiner Umgebung verbunden wie Janáčeks bezaubernde Waldgeschichte, in der Mensch und Tier ineinander übergehen.

Die vollständige Aufführung ist bis zum 17. Mai in OperaVision verfügbar. In diesem aufschlussreichen Dokumentarfilm mit Jiří Heřman und der Dramaturgin Patricie Částková wird die Geschichte der Oper und der Prozess, sie auf die Bühne zu bringen, beleuchtet. Es werden Interviews mit den Kostüm- und Bühnenbildner*innen, mehreren Mitgliedern der Besetzung und dem Dirigenten Marko Ivanović geführt.

Marek Olbrzymek

Hinter den Kulissen - Festival Janáčeks Brünn

Orchester und Chöre sind das Herzstück eines jeden Opernhauses. Das Londoner Royal Opera House wurde in beiden Kategorien nominiert und erhielt den Preis für das beste Opernorchester. Mozart war Meister darin, das Orchester in Gänze zu nutzen, was sich am besten am Ende seiner Oper Don Giovanni zeigt.

Marc Minkowski leitet diese dramatische Schluss-Szene aus der Produktion des Royal Opera Houses, die von Kasper Holten inszeniert und im vergangenen Sommer auf OperaVision live übertragen wurde. Darin versuchen Leporello (Ildebrando D'Arcangelo) und der Komtur (Willard White) Don Giovanni (Mariusz Kwiecień) zu überreden, seine Sünden zu bereuen oder die Ewigkeit in der Hölle zu verbringen.

 

Don Giovanni „Die Szene des Commendatore“

Nicht nur Institutionen und Produktionen werden bei den International Opera Awards ausgezeichnet, auch Einzelpersonen werden gefeiert. Waldemar Dąbrowski ist Direktor der Polishen National Opera und ehemaliger Kulturminister. Bei der Zeremonie wurde ihm für sein unermüdliches Engagement für die Oper in seinem Land ein besonderer Leadership Award verliehen. Ihm und seinem zuverlässigen Team ist es zu verdanken, dass eine Neuproduktion von Paderewskis Manru das hundertjährige Jubiläum der wiedererlangten Unabhängigkeit Polens, für die der Komponist so hart gearbeitet hat, markieren und die laufende Saison am Opernhaus eröffnen konnte. Diese Produktion wurde als bestes wiederentdecktes Werk nominiert.

Die vollständige Performance ist bis zum 18. Juli auf OperaVision verfügbar. Unter der Regie von Marek Weiss und unter der Leitung von Grzegorz Nowak ist es eine Geschichte der Liebe angesichts von Vorurteilen und eine rechtzeitige Warnung vor Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz. In diesem Auszug aus Akt III ist Manru (Peter Berger) hin- und hergerissen zwischen der Treue zu seiner Frau und der Freiheit des Zigeunerlebens, wie sie ihm von Aza (Monika Ledzion-Porczyńska), Jagu (Łukasz Goliński) und der verführerischen Musik eines Geigers (Stanisław Tomanek) versprochen wurde.

Manru „Manru, struny słodko brzmią“

Die 2012 gegründeten International Opera Awards zielen darauf ab, das Profil der Oper als Kunstform zu schärfen und Erfolge in der Oper anzuerkennen und zu belohnen. Aber es ist mehr als eine jährliche Feier der Exzellenz; die Preisverleihung generiert auch Mittel für die Opera Awards Foundation, um Stipendien zur Förderung von Operntalenten aus der ganzen Welt zu vergeben. Bis heute hat die Stiftung gut 100 aufstrebende Künstler*innen unterstützt, darunter Sänger*innen, Dirigent*innen, Dirigent*innen und Korrepetitor*innen.

Wir danken der Opera Awards Foundation für alle von ihr unterstützten Künstler*innen, die inzwischen auf OperaVision erschienen sind. Dazu gehört Polly Leech, die bisher in drei Produktionen auf der Plattform aufgetreten ist, zuletzt als Abra in Vivaldis Juditha Triumphans von der Dutch National Opera. Die vollständige Performance ist bis zum 30. Mai in OperaVision verfügbar. Gaëlle Arquez spielt die kühne Witwe Juditha, die in der Arie „Veni, veni me sequere fida‟ Abra, ihrer Magd, versichert, dass alles gut wird, solange sie ihr vertraut und an ihrer Seite bleibt.

Juditha Triumphans „Veni, veni, me sequere fida“

Die vollständige Liste der Gewinner und Nominierten wird auf der Webseite der International Opera Awards website bekannt gegeben.