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Der Ring des Nibelungen

Liebe. Leidenschaft. Macht. Wut. Rache.

Tauchen Sie diesen Herbst in ein Universum voll von Leidenschaft und Macht ein. Reisen Sie zurück in der Zeit bis zum Anbeginn der Welt.

 

Wagners epischer Ring-Zyklus ist eines der größten existierenden Opernwerke.

 

Aus dem Gold des Rheins geschmiedet, begehrt, umkämpft, im Zorn verflucht: der Ring durchquert die Leben von magischen Wesen wie Sterblichen und verwebt die Geschichten von vier Opern miteinander.

Das Rheingold

Am Anfang der Welt bewachten die drei Töchter des Rheins das reine Gold im Fluss. Alberich, ein Zwerg, genannt Nibelung, aus der Niederen Welt schaffte es diesen ewigen Schatz zu stehlen, obwohl er wusste, dass er für immer auf Liebe verzichten muss und dafür Macht erlangte.

Während Alberich das Gold stahl, wachte Wotan über sein Reich, die Obere Welt. Er ließ die Riesen Fasolt und Fafner ihm eine Festung errichten, trickste sie aber aus, um sie nicht bezahlen zu müssen. Er versprach ihm Freia, die Schwester seiner Ehefrau. Jetzt musste er sich auf den feurigen Loge verlassen, der ihm hilft eine Lösung für dieses Abkommen zu finden. Loge suchte lange nach jemandem, der freiwillig auf die Liebe verzichten würde, um an Macht zu gelangen. Doch Alberich war der Einzige, den er fand. Wotan sah, dass Alberich ein zukünftiger Rivale sein könnte und er wusste, dass er auf eine Konfrontation mit den Nibelungen gewappnet sein musste.

Loge brachte Wotan in das Untere Reich. Hier fanden sie Alberich, der sein Nibelungenvolk dazu zwang, Gold für ihn zu suchen. Mime, Alberichs Bruder, stellte einen Ring aus dem gestohlenen Rheingold her. Alberich benutzte diesen Ring, um sein Volk gehorsam auf seine Befehle zu machen. Mime hatte auch einen magischen Helm für Alberich erstellt, der damit prahlte die Welt mit dem Ring und dem Helm erobern zu können. Doch als er seine neuen Kräfte zeigt, ergreift ihn Wotan und bringt ihn zurück zu seinem Berggipfel, wo sie um den allmächtigen Ring kämpfen. Alberich verflucht den Ring, als Wotan ihn von seinem Finger reißt.

Wotan zog sich mit den anderen Göttern in ihre neue Festung Walhall zurück. Doch sein Zorn ist noch nicht gebändigt und seine Feinde warten auf ihn...

Die Walküre, Akt 1

Wotan wird unruhig in Walhall. In den Jahren zwischen Das Rheingold und Die Walküre hat er viele Kinder gezeugt: neun Walküren mit der Erdmutter Erda und die Zwillinge Siegmund und Sieglinde mit einer sterblichen Frau. Diese Zwillinge wurden als Kinder getrennt. Sieglinde wurde zur Ehefrau von Hunding, einem Nachkommen der Riesen, und ist gefangen in einer lieblosen Ehe.

Siegmund taumelt in Sieglinde und Hundings Haus, um sich vor seinen Feinden zu verstecken. Hunding entdeckt, dass er und dieser Fremde auf entgegengesetzten Seiten gekämpft haben und will Siegmund am Morgen töten, aber er wird ihm erlauben, die Nacht wegen des Gesetzes der Gastfreundschaft zu bleiben. Sieglinde greift ein und rettet Siegmund, indem sie ihren Mann betäubt. Siegmund und Sieglinde erkennen, dass sie Zwillinge sind, und verlieben sich trotzdem ineinander. Am Ende des Aktes sehen wir die Beiden, wie sie sich zärtlich umarmen…

Die Walküre, Akt 2

Wotans Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, warnt ihren Vater vor seiner Ehefrau Fricka, die sich auf dem Kriegspfad befindet. Und Fricka ist aus gutem Grunde wütend: Sie hat seine Affären entdeckt, einschließlich jener, die zur Geburt der Zwillinge Siegmund und Sieglinde geführt hat. Sie ist noch empörter, herauszufinden, dass diese beiden in einer inzestuösen Vereinigung sind.

Wotan verteidigt seine Untreue, indem er sagt, er wolle seine und Frickas Zukunft nur schützen, indem er den unabhängigen Vertreter Siegmund gründete. Doch Fricka überzeugt das nicht und will, dass Wotan anstelle Hunding gegen seinen Sohn in dem bevorstehenden Kampf kämpft.

Wotan hat Vertrauen in Brünnhilde, spürt, dass die Welt um ihn herum bröckelt, und fürchtet, dass Alberich sich am Ende seiner Macht bemächtigen wird.

Währenddessen fliehen Siegmund und Sieglinde, aber Sieglinde kann nicht weitergehen. Brünnhilde erscheint in einer Vision, um ihn zu warnen und ihn nach Walhall zu bringen, aber er weigert sich, um an Sieglindes Seite zu bleiben, wo er von Hunding besiegt und getötet wird.

Der letzte Funken Hoffnung ist noch nicht erloschen...

Die Walküre, Akt 3

Acht Walküren reiten durch den Himmel und tragen gefallene Krieger auf ihren Pferden. Brünnhilde gesellt sich zu Sieglinde, die nur noch den Wunsch hat zu sterben. Brünnhilde kann das nicht zulassen, denn Sieglinde ist schwanger mit Siegfried. Ihr Sohn wird zu einem Helden heranwachsen und die Welt retten. Sieglinde entkommt und Brünnhilde bleibt zurück, um den wütenden Wotan zurückzuhalten.

In seiner Wut verurteilt Wotan seine einstmals geliebte Tochter zu einem magischen Schlaf auf einem Berggipfel, der ihren Titel als Walküren beraubt und nun eine sterbliche Frau und ein Opfer eines jeden Mannes, der vorbeikommen sollte, ist. Aber Brünnhilde wehrt sich selbst und weist darauf hin, dass der Schutz Siegmunds und die Rettung von Sieglinde Wotans wahrer Wille sei. Nach ihrem gefühlvollen Einspruch mildert Brünnhildes Vater das Urteil. Er legt um den Berggipfel ein magisches Feuer. Ein Feuer, das nur die tapfersten Helden passieren lässt ...

Siegfried, Akt 1

Haben Sie Alberich den Nibelungen schon vergessen? Sein Bruder Mime definitiv nicht… und vor allem nicht den gestohlenen Schatz seines Bruders. Mime hat den Sterblichen Siegfried aufgezogen und plant nun Rache. Er will, dass sein Adoptivsohn den Riesen Fafner tötet, der jetzt in der Gestalt eines Drachens lebt und sein gestohlenes Rheingold bewacht. Mime war nicht in der Lage, das zerschmetterte Schwert neu zu schmieden.

Ein fremder Wanderer erscheint, der in Wirklichkeit der verkleidete Wotan ist, und er fordert Mime zu einem Spiel des Wissens heraus. Mime stellt dummerweise Fragen, von denen Wotan bereits die Antworten kennt. Der Wanderer hingegen nutzt die Gelegenheit, wichtige Informationen aus Mime herauszubekommen und vor allem will er wissen, wer das zerschmetterte Schwert Nothung zusammenschmieden kann. Mime kann diese Frage nicht beantworten. Wotan verschont ihn und verrät ihm, dass nur der, der keine Angst kennt, Nothung schmieden und Mime töten kann. Siegfried ist trotz seiner Unerfahrenheit in der Lage, Nothung neu zu schmieden. Es dämmert Mime, dass sein Pflegesohn Siegfried keine Angst kennt und er beginnt, einen Gifttrank zuzubereiten ...

Siegfried, Akt 2

Alberich hat seinen Plan geschmiedet. Der Wanderer kommt zu ihm und offenbart sich als Wotan. Währenddessen treffen Siegfried und Mime ein, um den Drachen Fafner zu töten, was Siegfried auch gelingt. Das Blut des Drachen lässt Siegfried plötzlich alle Klänge des Waldes verstehen. Er hört einen Vogel, der ihm Geheimnisse erzählt. Geheimnisse, die sehr unglaubwürdig erscheinen. Er berichtet ihm auch von seiner nächsten Aufgabe... Siegfried geht mit diesen neuen Informationen und bemerkt, dass er vor Mime Acht geben muss. Der kühne Held Siegfried macht sich auf den Weg um Brünnhilde zu retten…

Siegfried, Akt 3

Wotan fordert Siegfried zu einem letzten Kampf heraus. Siegfried muss gegen Wotan kämpfen, den Berg erklimmen und die schlafende Brünnhilde retten um diesen Teil der Sage zu beenden. Er schafft es, Wotans Speer zu brechen und so die Welt aus seiner Macht zu befreien. Die Verliebten, Siegfried und Brünnhilde, können nun in die Zukunft blicken...

Götterdämmerung, Akt 1

Siegfried begibt sich zum Rhein, um dort neue Heldentaten zu vollbringen. Hier wird er an Land gezogen und trifft auf das Geschwisterpaar Gunther und Gutrune, die mit ihrem Halbbruder Hagen, dem Sohn Alberichs, leben. Gunther schließt einen Blutsbrüderschaftspakt mit Siegfried, der von Gutrune verführt wird. Siegfried hat nicht bemerkt, dass die Geschwister ihm einen Trank gegeben haben, um seine Erinnerungen zu löschen. Siegfried, umworben von Gutrune, verspricht Brünnhilde für sie zu entführen.

Brünnhilde ist alleine auf dem Berg und wird von ihrer Schwester, der Walküre Waltraut, besucht. Sie rät Brünnhilde den Ring, den ihr Siegfried gegeben hat, abzulegen, um den Fluch zu brechen. Sie weigert sich ihn abzugeben, da er ein Geschenk von Siegfried war. Ein fremder Mann, der behauptet Gunther zu sein, erscheint. In Wahrheit ist es Siegfried, der durch den magischen Helm verkleidet auftritt und Brünnhilde den Ring wegnimmt…

Götterdämmerung, Akt 2

Brünnhilde wird als Gunthers Gefangene in eine Halle geführt, um ihn zu heiraten. Sie bemerkt den Ring an Siegfrieds Finger und beschuldigt ihn, sie betrogen zu haben. Brünnhilde plant Rache und sie findet zu ihrer Verwunderung Trost bei Hagen. Gunther gesellt sich zu ihnen und zu Dritt planen sie die Rache an Siegfried, denn er sollte für seinen Verrat büßen…

Götterdämmerung, Akt 3

Siegfried erzählt seine Lebensgeschichte, woraufhin Gunther ihm einen Trank überreicht, der ihm sein Gedächtnis zurück gibt. Er erinnert sich sofort daran, Brünnhilde auf dem Berggipfel gefunden und geküsst zu haben, um sie so aus ihrem Zauberbann zu befreien. Wütend ersticht Günther Siegfried mit seinem Speer in den Rücken. Gutrune ist am Boden zerstört, als Siegfrieds Körper zu ihr zurückgebracht wird. Hagen prahlt damit Siegfried getötet zu haben. Gunther greift ihn an, woraufhin Hagen ihn tötet. Brünnhilde befiehlt einen Scheiterhaufen für Siegfried zu errichten. Sie prophezeit eine Welt, in der sich die früheren Mächte zurückziehen. Sie bietet sich als Opfer an und reitet in den Feuertod. Die Flammen steigen immer höher und drohen Walhalla zu erreichen. Der Rhein überschwemmt und Hagen versucht nach dem Ring zu greifen, doch die Rheintöchter drängen ihn tiefer ins Wasser, und schlussendlich in den Tod.