Preloader Operavision
Oļegs Zernovs

Together

Aleksandrs Antonenko-Konzert

Star der Metropolitan Opera singt auf heimischem Boden

Konzerte

Beim ersten Live-Konzert nach dem Lockdown in Lettland begeisterte der international bekannte Tenor Aleksandrs Antonenko das Publikum im Rigaer Schloss mit einem breit gefächerten Programm, das Werke führender nationaler Komponisten umfasste.

 

Der Titel des Konzertzyklus sagt schon alles: „Gemeinsam“ steht für den Wert der Künste für die Gesellschaft und unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen kulturellen und wirtschaftlichen Sektoren, die unter der Coronavirus-Pandemie gelitten haben. Das Rezital war passenderweise dem medizinischen Personal für seinen Kampf gegen Covid-19 gewidmet.

Aufgezeichnet am 16. Juli 2020

 

Mit Dank an die Kanzlei des lettischen Präsidenten.

Verfügbar von
22.09.2020 um 19:00 MEZ

bis
22.03.2021 um 12:00 MEZ

Aleksandrs AntonenkoTenor
Reinis ZariņšKlavier
---------------
Emīls Dārziņš (1875 – 1910)Spanische Romantik (Liedtext A. Puschkin/ übersetzt ins Lettische von V.Plūdonis)
Jānis Mediņš (1890 – 1966)Es gibt eine Nacht (Liedtext J. Jaunsudrabiņš)
Jānis Mediņš (1890 – 1966)Ich würde diesen Weg gehen (Liedtext K. Jēkabsons)
Jānis Kalniņš (1904 – 2000)Das Buch mit dem Kreuz (Liedtext P. Rozītis)
Alfrēds Kalniņš (1879 – 1951)Hinter den Hügeln (Liedtext A. Niedra)
Arvīds Žilinskis (1905 – 1993)Antiņš's Arie aus der Oper Das goldene Pferd
Francesco Cilèa (1866 – 1950)Lamento di Federico „E'la solita storia del pastore“ aus der Oper L'Arlesiana
Giuseppe Verdi (1813 – 1901)Otellos Arie „Dio! Mi potevi scagliar“ aus der Oper Otello Akt
Giacomo Puccini (1858 – 1924)De Grieux-Arie „Tra voi, belle“ aus der Oper Manon Lescaut Akt 1
Franz Lehár (1870 – 1948)Fürstenarie „Du bist mein Herzenswunsch“ aus der Operette Das Land des Lächelns
BIS – Emīls Dārziņš (1875 – 1910)Augen schließen und lächeln (Text J. Poruks)


Für das allererste Live-Konzert nach dem Lockdown in Lettland, das symbolisch im Rigaer Schloss stattfand, haben der Tenor Aleksandrs Antonenko und der Pianist Reinis Zariņš ein einzigartiges Programm zusammengestellt, das bedeutende lettische Komponisten mit berühmten ausländischen Komponisten verbindet.

Im ersten Teil ihres Rezitals stellten sie ein lettisches Repertoire an Sololiedern vor. Die lettischen Komponisten Emīls Dārziņš, Jānis Mediņš, Jānis Kalniņš und Alfrēds Kalniņš stellen eine besonders wichtige historische Etappe in der Blüte und Entwicklung der lettischen Originalmusik bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1918 dar. Die Unmittelbarkeit der Gefühle - Liebe, Patriotismus, Licht, Lyrik - schaffen in ihren Werken eine national-romantische Botschaft und sind ein lebendiges Zeugnis dafür, wie sich die lettische Originalmusik entfaltete.

Der zweite Teil des Programms war den Opernarien gewidmet. Das Duo knüpfte mit der Arie von Antiņš, einem der populärsten Lieder der lettischen Opernmusik aller Zeiten, an das Programm an. Die Arie von Arvīds Žilinskis Das goldene Pferd, die auf einem Stück des lettischen Dichters Rainis basiert, ist ebenfalls von lettischen Volksmärchen und der für die Letten so wichtigen Tradition der Sommersonnenwende inspiriert. Die Oper selbst wurde 1965, während der sowjetischen Besatzung, zum ersten Mal aufgeführt, erlebte 200 Aufführungen und gehörte 20 Jahre lang zum Repertoire der Lettischen Nationaloper.

Der Abend endete mit einem italienischen Repertoire, das Antonenko auf den großen Opernbühnen der Welt gesungen hat, sowie mit Franz Lehárs Fürstenarie „Du bist die Freude meines Herzens“ aus der Operette Das Land des Lächelns.

Aleksandrs Antonenko - Tenor

Aleksandrs Antonenko hat als ausgezeichneter Spinto-Tenor eine enorme internationale Karriere entwickelt. Auftritte führen ihn bald an die Semperoper Dresden, die Deutsche Oper in Berlin, Monte Carlo, Stockholm und Baden-Baden. 2008 gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen in der Titelpartie des Otello unter der Leitung von Riccardo Muti. Ein Jahr später folgte sein Debüt am New Yorker Metropolitan Opera House als Prinz in Rusalka.

Seitdem singt er auf allen wichtigen Bühnen - als Cavaradossi (Tosca) an der Mailänder Scala und in einer Neuproduktion von Cavalleria Rusticana und Pagliacci am Royal Opera House Covent Garden, wo er neben Canio auch Turiddu sang. Zu seinen jüngsten Engagements zählen Radames (Aida) am Opernhaus Zürich, Manrico (Il trovatore) an der Berliner Staatsoper, Hermann (Pique Dame), Otello und Cavaradossi an der Wiener Staatsoper, eine Premiere von Aida in Rom sowie eine Neuproduktion von Turandot als Calaf an der Mailänder Scala und Otello an der New Yorker Met.

Reinis Zariņš (Klavier)

Der Konzertpianist Reinis Zariņš ist ein Meister tiefgründiger Interpretationen, ein brillanter Solist und geschickter Kammermusiker sowie Autor konzeptioneller interdisziplinärer Projekte. Für Ende 2020 sind Solokonzerte beim Festival „Arena“, Herbst-Kammermusikfestival, Konzertsaal „Latvija“ sowie Auftritte mit dem Trio Palladio geplant. Seit seinem Konzertdebüt im Alter von zehn Jahren ist der lettische Konzertpianist als Kammermusiker und Solist in ganz Europa und Nordamerika aufgetreten. Gleichermaßen im klassischen wie im zeitgenössischen Repertoire zu Hause, liegt seine Leidenschaft in der Schaffung von Programmen und Interpretationen, die die tieferen Bedeutungen und Absichten der Musik ergründen. Reinis Zarins tritt regelmäßig in seiner Heimat Lettland auf und hat dreimal den Großen Musikpreis des Landes in der Kategorie „Hervorragende Interpretation“ gewonnen (2011, 2013, 2015).

Als Preisträger von 11 internationalen Wettbewerben ist Reinis Zarins bei renommierten Musikfestivals aufgetreten, darunter Lucerne Festival, Bath International Music Festival und Scotia Festival of Music. Er hat sein Publikum in der Wigmore Hall in London, im Amsterdamer Concertgebouw, in der New Yorker Weill Recital Hall in der Carnegie Hall und in der Tschaikowsky-Konzerthalle in Moskau versammelt. Zarins hat mit führenden Orchestern wie dem Moskauer Kammerorchester, der Kremerata Baltica, dem Ostbottnischen Kammerorchester und den Dirigenten Pierre Boulez, Peter Eötvös, Pablo Heras-Casado und Diego Masson zusammengearbeitet, um nur einige zu nennen.