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Marlēna Keine & cast - photo: Agnese Zeltina
31.01.2020 um 18:00 MEZ
Freitag, January 31, 2020 - 18:00

Latvian National Opera and Ballet

I Played, I Danced

Die Kraft eines Liedes kann das Böse in der Welt ausräumen.

| Kalniņš

Eine Hochzeit schlägt fehl, als am Ort der Feierlichkeiten ein Feuer ausbricht und die Braut in die Unterwelt verschleppt wird. Nur ein Kokle-Spieler ist mutig genug - und musikalisch genug - um sich dorthin zu wagen und sie zu retten.

 

I Played, I Danced ist mit seinen Märchenfiguren, Kobolden, dem dreiköpfigen Dämonenkönig und der singenden Maulwurfsgrille eine Geschichte wie keine andere. Die Oper wurde 1977 von Imants Kalniņš komponiert, die ausgefeilte musikalische Sprache webt lettische Volksmusik zu einer einzigartigen und bewegenden Klangwelt. Die führende junge lettische Regisseurin Laura Groza-Ķibere und die bildende Künstlerin Miķelis Fišers bringen in ihrer neuen Produktion die wilde Energie dieser Oper zum Vorschein, die uns zu der Frage zwingt: Wie sehr sollten wir die Dämonen der Vergangenheit bekämpfen und gleichzeitig nach einer besseren Zukunft streben?

In lettischer Sprache

 

Mit englischen, französischen und deutschen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.

Verfügbar von
31.01.2020 um 18:00 MEZ

bis
31.07.2020 um 12:00 MEZ

TotsRaimonds Bramanis
LeldeMarlēna Keine
Der dreiköpfige DämonenkönigJānis Apeinis
LordKrišjānis Norvelis
Der BlindeRihards Mačanovskis
Die HexeIlona Bagele
Der LahmeRinalds Kandalincevs
ZemgusJuris Ādamsons
Die MaulwurfsgrilleLaura Grecka
Leldes MutterEvija Martinsone
Zemgus MutterAndžella Goba
VorarbeiterGuntars Ruņģis
Der KoboldMihails Čuļpajevs
HolzbeinKalvis Kalniņš


MusikImants Kalniņš
Musikalische LeitungMārtiņš Ozoliņš
InszenierungLaura Groza-Ķibere
BühneMiķelis Fišers
KostümeKristīne Pasternaka
LichtOskars Pauliņš
ChoreografieRūdolfs Gediņš
DramaturgieEvarts Melnalksnis

I. Akt

Die Hochzeitsfeier von Zemgus und Lelde soll gleich im Rigaer Schloss am Daugava-Ufer beginnen. Plötzlich erscheinen einige ungebetene Märchenfiguren - der Musiker Tots, die Hexe, der blinde Mann und der Lahme Mann. Tots singt, und sein Lied weckt ein Gefühl von Freiheit und Lebenslust, das Lelde bisher nicht gekannt hat. Als sie in die Zukunft blickt, sieht die Hexe eine Bedrohung für Lelde. Während der Hochzeitszeremonie kommt der alte Lord unbemerkt und stiehlt drei Tropfen Blut von Lelde. Die Saiten von Tots' Kokle - einer traditionellen lettischen Zither - reißen und ein Feuer verschlingt die Burg.

Zemgus trauert über den Tod von Lelde. Tots, der auch um sie trauert, fordert von Mutter Erde, das Mädchen wieder zum Leben zu erwecken. Die Maulwurfsgrille erscheint und spricht im Namen von Mutter Erde. Sie bringt eine Botschaft über die Macht des Gesangs, um das Böse zu bekämpfen. Um Tots' Suche zu unterstützen, gibt sie ihm eine Wurzel, um die zerrissenen Saiten zu ersetzen. Tots hört die Stimmen der Toten. Sie flehen ihn an, für sie und für Lelde zu kämpfen, denn ihr Frieden und ihr Gedächtnis werden durch das Leid, das die Teufel über sie gebracht haben, gestört. Tots wird erzählt, dass Lelde mit Hilfe der Totenkerze und der drei vom Lord gestohlenen Blutstropfen wieder zum Leben erweckt werden kann.

II. Akt

Tots kommt im Botschaftersaal des Rigaer Schlosses an und findet den Lord ganz berrauscht vom Blut Leldes vor. Er gibt sich als einer der Toten aus und weckt mit dem Lord die Teufel, die sich im Schloss niedergelassen haben. Tots unterhält die Teufel und die Hexen mit seiner scharfen Zunge und wird mit einem Teufelsschwanz belohnt, den er als Schnur für seinen Kokle benutzt. Sein Instrument gewinnt einen immer reicheren Klang, der zwei verschiedene Welten verbindet.

Tots findet Lelde. Sie ist schwach, aber noch nicht ganz in der Macht des Teufels, da es erst ihre erste Nacht in der Unterwelt ist. Lelde gibt ihm ihr Haar für eine Saite. Tots verspricht, eine Hochzeit für den Lord und Lelde zu arrangieren, damit er ihre Blutstropfen zurückstehlen kann. Fasziniert von Tots' Possen reißen die Teufel und Hexen die Vene des Lord für Tots' Kokle heraus und stehlen selbst die drei Blutstropfen zurück, die vergossen werden und in den Boden sickern.

Tots' Lied bewegt den dreiköpfigen Dämonenkönig, der in Tots seinen lange verlorenen Sohn sieht. Er bietet dem Musiker an, das Reich der Teufel zu erben, aber Tots lehnt ab. Er bekennt sich zu seinem Ehrgeiz, stattdessen die unteren Regionen der Welt mit den höheren zu vereinen. Tots bittet um die Hilfe der Toten, die ihm die Totenkerze schenken. Mit ihr kämpft er und besiegt die Teufel und vertreibt sie. Tots kann Lelde nun wiederbeleben, doch die Kerze wurde ihm nicht nur zur Rettung von Lelde geschenkt - er muss das Gedenken an die Toten in die Gegenwart und in die Zukunft bringen.

III. Akt

Im Morgengrauen beginnt der Wiederaufbau der Burg. Die Märchenfiguren erzählen die Geschichte der verganenen Nacht. Tots bringt Lelde und zündet die Kerze an, deren Flamme das Sonnenlicht berühren muss, damit die Toten in Frieden ruhen und Lelde wieder auferstehen kann. Die Sonne geht auf und die Toten danken Tots und gehen fort. Aber Lelde kann nicht aufwachen, denn Mutter Erde und die Toten haben das vergossene Blut für sich selbst beansprucht.
Damit Lelde lebt, muss sich jemand opfern. Wenn Zemgus das nicht tut, muss Tots seine ganze Willenskraft aufbringen und Lelde sein Blut geben. Lelde lebt wieder auf und übernimmt Tots' Lied, während er stirbt. Die Maulwurfsgrille verkündet, dass er ein Heiliger ist und somit in jedem weiterleben wird.