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Monika Kolstad
29.05.2021 um 19:00 MEZ
Samstag, May 29, 2021 - 19:00

Bergen National Opera

La clemenza di Tito

Brennende Leidenschaft und Rom in Flammen

Opern | Mozart

Wenn sein Freund, blind vor Liebe, sich zu einem Terrorakt hinreißen lässt, muss der Kaiser lernen, was die wahren Kosten seiner Macht sind.

 

La clemenza di Tito handelt von den schrecklichen Eifersüchteleien, Ambitionen und Liebesaffären während der Herrschaft des Kaisers und weist in der neuen Produktion der Bergen National Opera unheimliche Parallelen zu unserer eigenen Zeit auf. Mit seiner exzellenten jungen, rein norwegischen Besetzung stellt Mozarts letzte Oper die zutiefst relevante Frage: Wer ist der Führer, den wir uns in Zeiten der Krise wünschen?

Aufgezeichnet am 15. März 2021.

 

In italienischer Sprache. Mit englischen, italienischen und norwegischen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.

Verfügbar von
29.05.2021 um 19:00 MEZ

bis
29.11.2021 um 12:00 MEZ

TitoBror Magnus Tødenes
VitelliaBeate Mordal
ServiliaFrøy Hovland Holtbakk
SestoAdrian Angelico
AnnioIngeborg Gillebo
PublioChristian Valle
ChorEdvard Grieg Kor & The Grieg Academy
OrchesterBergen Philharmonic Orchestra


MusikWolfgang Amadeus Mozart
TextCaterino Mazzolà, nach Pietro Metastasio
Musikalische LeitungEdward Gardner
InszenierungRodula Gaitanou
KostümeCordelia Chrisholm
LichtSimon Corder, Ivar Skjørestad
ChorleitungHåkon Matti Skrede
künstlerische LeitungMary Miller
RegieassistentSigmund Njøs Hovind
DirigentenassistentAage Richard Meyer

I. Akt

Vitellia, die Tochter des früheren römischen Kaisers, will ihren Platz auf dem Thron durch die Heirat mit Tito, dem derzeitigen Kaiser, zurückgewinnen. Doch ihre Hoffnungen werden zerschlagen, als sie erfährt, dass Tito die judäische Prinzessin Berenice zu seiner Braut gemacht hat. Vitellia überredet Titos engsten Freund Sexto, der in sie verliebt ist, den Kaiser zu ermorden. Als sie erfährt, dass Tito aus politischen Gründen auf Berenice verzichtet hat, werden ihre Hoffnungen wiederbelebt und sie bricht das Attentat ab.

Tito beabsichtigt nun, Sexto' Schwester Servilia zu heiraten, und schickt Sextens Freund Annio, um sie zu informieren. Annio und Servilia sind zu Titos Unwissen verliebt und von der Nachricht erschüttert. Servilia ist bereit, ihrem Kaiser zu gehorchen, aber sie beschließt, ihm die Wahrheit zu sagen. Tito dankt ihr für ihre Ehrlichkeit und sagt, dass er sie nicht gegen ihren Willen heiraten wird.

Als Vitellia von Titos Plan erfährt, Servilia zu heiraten, drängt sie Sexto erneut, den Kaiser zu ermorden. Kurz nachdem Sexto aufbricht, um ihren Wunsch zu erfüllen, treffen Annio und der Wächter Publio ein, um Vitellia zu Tito zu geleiten, der sie nun zu seiner Frau gewählt hat. Vitellia versucht verzweifelt, Sexto aufzuhalten, merkt aber, dass es zu spät ist.

Obwohl er noch zögert, setzen Sexto und seine Komplizen das Kapitol in Brand, um Tito in eine Falle zu locken. Als Sexto dabei ist, sein Verbrechen zu gestehen, bittet Vitellia ihn, nichts zu verraten. Ganz Rom beklagt die tragischen Ereignisse.

II. Akt

Annio erzählt Sexto, dass der Kaiser noch am Leben ist. Als Sexto seinen Mordversuch gesteht, sich aber weigert, einen Grund zu nennen, rät Annio ihm, Tito alles zu gestehen und sich auf seine Gnade zu verlassen. Vitellia drängt Sexto zur Flucht, aber sie kommt zu spät: Ein Verschwörer hat ihn verraten, und Publio kommt, um ihn zu verhaften. Sexto bittet Vitellia, seiner Liebe zu gedenken.

Das römische Volk ist dankbar, dass der Kaiser überlebt hat. Tito ringt mit dem Verständnis für die Motive der Verschwörer und zweifelt daran, dass Sexto ihn verraten würde, aber es wird ihm gesagt, dass Sexto vor dem Senat seine Schuld eingestanden hat. Annio fleht Tito an, Erbarmen mit Sexto zu haben. Der Kaiser weigert sich, das Todesurteil zu unterzeichnen, solange Sexto nicht die Möglichkeit hatte, sich zu erklären. Sexto versichert ihm, dass er den Thron nicht für sich selbst haben wollte, aber er zögert, Vitellia zu belasten. Tito verurteilt Sexto widerwillig zum Tode. Allein gelassen, ist der Kaiser zwischen seiner Pflicht und seinen Gefühlen hin- und hergerissen und kommt zu dem Schluss, dass er nur regieren kann, wenn seine Macht in der Liebe verwurzelt ist. Annio und Servilia bitten Vitellia um Hilfe bei der Rettung Sexto'. Vitellia ist sich bewusst, dass sie ihr Verbrechen gestehen muss, da Sexto' Leben ein zu hoher Preis für ihren Platz auf dem Thron ist.

Tito ist dabei, Sexto' Urteil zu verkünden, als Vitellia erscheint und ihre Schuld gesteht. Tito sagt Vitellia, dass er Sexto ohnehin begnadigen wollte. Er beherrscht seine Gefühle und begnadigt alle Verschwörer, und das römische Volk jubelt.