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Pietro Paolini / TerraProject-Contrasto

Maggio Musicale Fiorentino

La Favorite

Fabio Luisi dirigiert dieses Werk, dass die hohe Kunst der französischen Oper mit der Belkanto Italiens vereint.

Opern | Donizetti

In französicher Sprache

Mit englischen, französischen, italienischen un deutschen Untertiteln, und zusätzlich automatische Übersetzungen in 114 andere Sprachen.    

 

Verfügbar von
26.04.2018 um 19:00 MEZ

bis
25.09.2018 um 23:59 MEZ

Leonor de GuzmanVeronica Simeoni
FernandCelso Albelo
Alphonse XIMattia Olivieri
BalthazarUgo Gualiardo
InesFrancesca Longari
Don GasparManuel Amati
Un SeigneurLeonardo Sgroi 
ChorMaggio Musicale Fiorentino
OrchesterMaggio Musicale Fiorentino


MusikGaetano Donizetti
Musikalische LeitungFabio Luisi
InszenierungAriel García Valdés
LichtDominique Borrini
ChorleitungLorenzo Fratini
Regie assistantDerek Gimpel
Bühnenbild und KostümeJean-Pierre Vergier
Maggio Musicale Fiorentino

Akt I

Im Kloster zu Santiago de Campostela. Die Mönche treten in die Kapelle ein, gefolgt von Prior Balthasar und dem Novizen Fernand, der kurz davor ist sein Gelübde abzulegen. Balthasar bemerkt das Zögern des jungen Mannes und fragt ihn nach dem Grund. Fernand antwortet, dass sein Glaube an dem Tag erschüttert wurde, als eine Frau so wunderhübsch wie ein Engel, sich vor ihm niederkniete um zu beten. Seitdem hat er viel gebetet, doch er hat immer noch das Bild der Frau vor sich und träumt von einer Zukunft außerhalb der Mauern. Vergeblich versucht Balthasar ihn von seiner Idee abzubringen, weigert sich ihn zu segnen und sagt ihm voraus, dass er eines Tages voller Reue zurückkehren würde.

Auf dem Strand der Insel Léon. Inès, die Vertraute von von Léonor, die Mätresse des Königs, tanzen und singen mit ihren Freunden, während sie auf das Boot warten, dass Fernand mit verbundenen Augen, herbeibringen soll. Fernand fragt Inès nach dem Namen und dem Rang seiner Mätresse. Léonor kommt ihm also näher und sie tauschen Worte der Liebe aus, doch sie weigert sich ihm zu offenbaren wer sie ist und warnt ihn er solle lieber fliehen um seine Ehre zu retten. Ines kündigt die Ankunft des Königs von Kastilien, Alphonse XI. Fernand versteht, dass es sich bei seiner Geliebten um eine Frau höheren Ranges handelt und er nur ein Fremder ist.

Akt II

Im Alcazar-Palast von Sevilla. Alphonse und sein Offizier Don Gaspar reden von ihrem großen Erfolg in der letzten Schlacht gegen die Mauren, insbesondere über die heroischen Taten Fernands, den er sogar vor dem ganzen Hofe ehren will. Aber die Kurtisanen verschwören sich gegen Léonor, wegen ihrer Liebe die Fernand für sie hat.

Léonor kommt herbei und erfährt von Inès über den Sieg Fernands. Sie drückt also vor dem König ihren Scham und ihren Schmerz darüber aus, nur seine Mätresse zu sein, obwohl sie dachte, er würde sie zur Frau nehmen. Alphonse überzeugt sie, geduldig zu bleiben: sie würde bald wissen, was der König für sie vorgesehen hat und lädt sie zu einem Fest ein, um den Sieg an seiner Seite zu feiern. Als die Feier beginnt, gibt Don Gaspar dem König einen anonymen Liebesbrief der an Léonor adressiert ist. Léonor beichtet ihm, dass sie einen anderen liebt, ohne seinen Namen preiszugeben. Ihre Unterhaltung wird aprubt durch die Ankunft Baltasars, den Boten des Papstes unterbrochen, der die Ehebrecher verflucht und droht den König zu exkommunizieren, wenn er seine Frau für seine Mätresse verstößt. Alphonse weigert sich auszuliefern und betohnt seine königliche Macht, während Léonor ihn darum bittet ihre Ehre zu rächen.

Akt III

Im Alcazar-Palast von Sevilla. Alphonse dankt Fernand für seine Tapferkeit und fragt ihn was er als Belohnung haben wolle. Der junge Mann bittet also um die Hand von Léonor an. Alphonse ist zuerst überrascht, stimmt dann aber der Heirat zu. Er hat zwei Ziele im Auge: sich an Léonor zu rächen und den Auseinandersetzungen mit dem Papst ein Ende zu bereiten. Fernand, der nichts von der Vergangenheit seiner Liebsten weiß, ist von Freude erfüllt während Léonor voller Angst ist. Sie kann nicht hinnehmen, dass ihr Verlobter in den Augen des Hofes entehrt ist, auf Grund der Beziehung, die sie zu dem König hatte. Sie bittet Inès darum, dem jungen Mann zu erzählen, dass sie die Mätresse des Königs sei und dass sie verstehen würde, falls er sie zurückweisen würde. Doch Don Gaspar verhaftet Inès auf Anweisung des Königs für Verrat, bevor sie mit Fernand reden kann.

Die Heiratszeremonie beginnt. Der König gibt Fernand den ne Makisentitel und …… Als Léonor kommt, begrüßt er sie mit liebevollen Worten, und sie denkt er hätte ihr verziehen. Fernand lädt die Leute dazu ein mit ihm seine Freude zu teilen aber im Gegenzu erhält er von ihnen nur Verachtung. Um sich für ihre Beleidigungen an ihnen zu rächen, fordert er sie zum Kampf auf, ist aber schnell wieder von der plötzlichen Ankunft Balthasars aufgehalten der ihm erklärt, dass er die Mätresse des Königs geheiratet hatte. Der junge Mann beschuldigt also Alphonse ihn betrogen zu haben, verzichtet auf seine Auszeichnungen, zerbricht sein Schwert und wirft es ihm zu Füßen. Alphonse zieht in Betracht ihn für seine Unverschämtheit zu bestrafen aber ist dann von einem Schuldgefühl überwältigt und verzichtet sich zu rächen und lässt Fernand mit Balthasar gehen.

Akt IV

Im Kloster zu Santiago de Campostela. Fernand ist aufs Neue kurz davor sein Gelübde abzulegen und er vertraut Balthasar an, dass er zurück ins Kloster gekommen ist um seinen inneren Frieden zu finden. Balthasar lädt ihn ein seine Gedanken alleine Gott zuzuwenden und verlässt ihn dann: Er muss neben einer junge Novizin verweilen die schwer krank ist und gerade ans Kloster gekommen ist. Als er nun alleine ist, denkt Fernand erneut an Léonor. Er betet zu Gott, dass er die Vergangenheit vergessen würde und geht zur Kapelle um dort sein Gelübde abzulegen. Léonor als Novizin verkleidet, betritt die Kapelle: sie liegt im sterben und fleht Gott an, dass Fernand ihr verzeihen solle. Aber von weitem hört sie die Stimme von Fernand, der dabei ist sein Gelübde abzulegen, sie versucht zu fliehen, doch sie ist zu schwach und bricht auf dem Boden zusammen. Als Fernand aus der Kirche kommt erkennt er sie doch stößt sie zunächst zurück. Aber Léonor verteidigt sich: sie dachte er wüsste über ihre Vergangenheit Bescheid und sie dachte er würde sie trotz allem mit heiraten. Fernand spürt wie seine Liebe für Léonor wieder aufblüht und er schlägt ihr vor mit ihm zu fliehen, aber sie stirbt in seinen Armen. Balthasar bittet die Mönche, für die junge Novizin zu beten, die gerade gestorben ist. 

5 Dinge, die man über La Favorite wissen sollte

1° Eine Oper die Donizetti während seiner Zeit in Paris komponierte

Im Jahre 1838, nimmt das Leben von Donizetti eine tragische Wendung. Seine Frau stirbt und seine Oper Poliuto am Teatro San Carlo de Naples wird aus politischen Gründen zensiert. Eigentlich lebte er in Neapel, doch dort hielt ihn nichts mehr, weshalb er sich dazu entschied nach Paris zu ziehen. Dort komponiert er für verschiedene Theater und sein Stück Poliuto wird von dem Librettisten Eugène Scribe neu als Les Martyrs getauft und 1840 an der Opéra de Paris gespielt. Während seiner Pariser Zeit schreibt Donizetti mitunter seine besten französischen Opern, insbesondere La Favorite (1840), aber auch La Fille du régiment (1840), und Don Pasquale (1843), die in der Hauptstadt sehr berühmt werden.

2° Eine Oper die die Frucht verschiedener Inspirationen ist

Als italienischer Komponist, tritt Donizetti natürlich auch in die Fußstapfen von Rossini und wird später einen großen Einfluss auf Verdi haben. Allerdings entdeckt er 1835 während seiner ersten Reise nach Paris auch französische Komponisten die sehr in der Mode sind, wie Meyerbeer oder auch Halévy, die ihn dazu motivieren sich an das Genre der großen Französischen Oper heranzuwagen. So nimmt er die Folgenden Strukturen an: 4 Akte und ein Ballett. Inspiriert von dem Drama Le Comte de Comminges von Baculard d’Arnaud, ist La Favorite die vierte französische Oper von Donizetti und eine wirklich gelungene Mischung von italienischem Belcanto und der großen Französischen Oper. Donizetti zeigt damit seine Beherrschung des französischen Stils zudem er feinsinnig den italienischen Geist hinzufügt.

3° Vom L’ange de Nisida zu La Favorite  

Bevor sie zu „La Favorite“ wurde, hätte die Oper Donizettis ein ganz anderes Schicksal haben können. Ursprünglich L’ange de Nisida genannt, bestand die Oper aus drei Akten – an Stelle von 4 wie in La Favorite – sollte sie am Théâtre de la Renaissance in Paris gespielt werden. Aber das Theater schloss, bevor die Oper Donizettis anlief und nötigte den italienischen Komponisten dazu, sie wo anders vorzustellen.  Aber diese versäumte Gelegenheit, inspirierte Donizetti dazu einen 4. Akt zu schreiben – ohne Zweifel der Beste der Oper – in Zusammenarbeit mit dem Librettisten Eugène Scribe, mit dem er auch vorher schon zusammengearbeitet hatte. Bei dieser Gelegenheit wird der Name des Werkes in La Favorite abgeändert. Später, im Jahre 1842, komponiert er eine italienische Version der Oper, die mehrere Titel wie Leonora di Guzman oder Elda mit sich brachte.

4° Ein überwältigender Erfolg

Es ist nicht das schwache Libretto, wie es oft der Fall bei anderen Opern ist, das La Favorite davon abhielt ein Riesenerfolg zu seiner Schaffungszeit zu werden, Erfolg der sich bis heute nicht leugnen lassen kann, da die Oper regelmäßig auf der ganzen Welt gespielt wurde. Tatsächlich ist La Favorite mit Lucia di Lamermoor zweifelsohne eine der meist gespieltesten Opern des italienischen Komponisten. Während seiner Schaffungszeit 1904, wurde La Favorite alleine an der Opéra de Paris 650-mal aufgeführt. Die Besonderheit dieser Oper ist die Hauptrolle für Mezzosopran.

5° Die Französische Version in Fiorentino

La Favorite ist eine Geschichte über die skandalöse Liebe die ein König für seine Mätresse empfindet und ehrliche Liebe zwischen der selben Mätresse und einem jungen, tapferen und unschuldigen Mann. Der tragische Epilog stellt Leidenschaft und Erlösung gegeneinander auf. Obwohl sich das Maggio Musicale Fiorentino in Italien befindet, entscheiden es sich dazu die französische Originalversion an Stelle der italienischen, verkürzten Version zu spielen.