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Den Norske Opera & Ballett - Erik Berg

Den Norske Opera & Ballett

La traviata

Sie wurde 2013 von dem Magazin Opernwelt als „Beste Regisseurin des Jahres“ gewählt. Tatjana Gürbaca bietet uns eine erfrischende Vision von einer der bekanntesten Opern Verdis.

Opern | Verdi

In italienischer Sprache

Mit deutschen, englischen und französischen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in 114 andere Sprachen.

Verfügbar von
14.04.2018 um 20:00 MEZ

bis
13.10.2018 um 23:59 MEZ

Violetta ValéryAurelia Florian
Alfredo GermontMatteo Lippi
Georgio GermontYngve Søberg
AnninaCaroline Wettergreen
Barone DoupholMartin Hatlo
Doktor GrenvilJens-Erik Aasbø
FloraJohanne Højlund
Floras TjenerRolf Conrad
GastoneEivind Kandal
Un commissionarioPietro Simone
Marquis d’ObignyOle Jørgen Kristiansen


MusikGiuseppe Verdi
Musikalische LeitungJulia Jones
InszenierungTatjana Gürbaca
BühneHenrik Ahr
KostümeBarbara Drosihn
LichtStefan Bolliger
DramaturgieBettina Auer

Akt 1

Die gefragte Kurtisane Violetta Valéry veranstaltet eine Feier für die reichen Leute von Paris. Sie trifft auf Alfredo Germont, einen jungen Mann aus der Provinz, der schon seit Jahren heimlich in sie verliebt ist. Violetta schwört, dass sofortige Befriedigung das Einzige ist, was in ihrem Leben zählt. Dennoch kann sie weder aufhören Alfredo anzusehen, noch den Eindruck leugnen, den er auf sie gemacht hat. Nicht zuletzt, da er ihr bei der ersten Gelegenheit leidenschaftlich seine Liebe gesteht. Als sie sich trennen, gibt sie Alfredo ein Zeichen, dass er am folgenden Tag zurückkehren könne. Als die Feier zu Ende ist, ist Violetta bereit für ein neues Leben mit Alfredo.

Akt II

Einige Monate später hat Violetta den Kontakt zu ihren Pariser Freunden völlig abgebrochen und lebt nun mit Alfredo auf dem Land. Als Alfredo herausfindet, dass Violetta heimlich ihr Eigentum verkauft, um ihr gemeinsames Leben zu finanzieren, ist er beschämt, da er nicht von einer Frau unterstützt werden will. Alfredos Vater, Giorgio Germont, sucht Violetta auf während Alfredo weg ist. Er fordert sie dazu auf, Alfredo zu verlassen, um so nicht das Ansehen der Familie und die bevorstehende Hochzeit von Alfredos Schwester zu gefährden. Unter großem Druck gibt Violetta ihn letztendlich auf.

Sie hinterlässt Alfredo einen Brief, in dem steht, dass sie ihn verlässt und nun zu ihrem alten Leben in Paris zurückkehrt. Giorgio Germont versucht seinen todunglücklichen Sohn dazu zu überreden, nach Hause zu seiner Familie zurückzukehren. Doch vergeblich, Alfredo ist fest entschlossen nach Paris zu reisen, um sich an Violetta zu rächen.

Auf Floras Party, spricht sich herum, dass Violetta zurück zu ihrem ehemaligen Liebhaber Baron Douphol zurückgekehrt ist und die Gäste freuen sich schon darauf, ihr nach ihrem Verschwinden aus der Gesellschaft entgegenzutreten. Alfredo kommt ebenfalls an und gewinnt eine große Summe Geld beim Glücksspiel. Violetta bittet Alfredo unter vier Augen darum, die Feier zu verlassen, da sie um ihr Leben fürchtet. Nach einer heftigen Auseinandersetzung schmeißt Alfredo ihr das Geld vor allen Leuten vor die Füße, um sie für ihre Dienste zu „bezahlen“. Germont beobachtet die Szene und inmitten des Tumults weist er Alfredo zurecht, der sich gleich Vorwürfe macht. Letztendlich fordert Baron Alfredo zu einem Duell heraus.

Akt III

Violetta ist alleine und dem Tode nahe. Giorgio Germont hat ihr einen Brief geschrieben, um ihr zu sagen, dass er Alfredo die Wahrheit erzählt hat und dieser sie nun gerne sehen würde. Als Alfredo endlich ankommt, hat die verzweifelte und sterbende Violetta Halluzinationen von einer Zukunft mit ihm. Germonts Gebet um Vergebung ist sinnlos, es ist zu spät. Violetta äußert den Wunsch, dass man sich an sie als eine Frau erinnern soll, die geliebt hat. Sie stirbt.

Die bewohnte Wüste, die wir Paris nennen

Ein Interview mit der Regisseurin Tatjana Gürbaca

Giuseppe Verdi ist ein herausragender Komponist im politischen Bereich, was man ebenfalls an seinen größten Erfolgen feststellen kann: die Oper Rigoletto, die Sie an der Oper von Zürich inszeniert haben, Il trovatore und La traviata. In diesen drei Werken, verwandelt der Komponist die marginalen Lebewesen auf der Opernbühne in tragische Charaktere.

Es ist kein Zufall, dass Verdi unter Zensurproblemen litt. Stellen Sie sich vor, dass zu der Zeit in der er Rigoletto komponieren wollte, das Theaterstück von dem er inspiriert war, Le roi s’amuse von Victor Hugo, über mehrere Jahre von den Bühnen verbannt wurde. Das erklärt, weshalb Verdi den Aufführungsort von Un ballo in maschera mehrere Male gewechselt hatte, um die Oper von seinen historischen Vorbildern zu trennen. Das wirkliche Model von La traviata, die Kurtisane Alphonsine de Plessis, stirbt 1847 im Alter von 23 Jahren; ein Jahr später erscheint der Roman Die Kamiliendame des Sohnes von Alexandre Dumas, welcher zwei Jahre später als Theaterstück gespielt wird. Als Verdi also beschließt es zu vertonen, handelt es sich um ein sehr umstrittenes Thema. Die Premiere von Verdis Oper fand bereits 1853 in Rom statt.

Verdi, der oft belächelt wurde, im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Richard Wagner, war sehr auf die Idee bedacht, dass seine Opern die Gesellschaft seiner Zeit reflektierten.

Ja, Verdi war fähig über historische Themen, wie Don Carlos oder Macbeth in einer Weise zu reden, die sie zu einer Aktualität seiner Epoche machten. Für mich bleiben die Geschichten von Verdi unerschöpflich und es besteht eine dringende Notwendigkeit, diese heute zu erzählen. Vor allem La traviata! Im ersten Akt dieser Oper sagt Violetta etwas, was meiner Meinung nach eine der Schlüsselaussagen dieser Oper ist: als sie Paris als eine „bewohnte Wüste“ beschreibt. Sie redet von einer sozialen Situation, die wir auch heute kennen: seelenlose Lebewesen, die in einer großen Stadt keine Empathie kennen und von dem Diktat des Geldes geleitet werden, wie eindimensionale Konsumenten. Die, die nicht diesem ungeschriebenen Gesetz folgen, werden unbarmherzig bestraft – wie Violetta in der Szene bei Flora. Die Eigentümerin darf nicht ihres Spielzeuges beraubt werden.

In der Tat zeigen Verdis Opern einerseits eine desorientierte Gesellschaft und andererseits ein verliebtes Paar, das eine alternative Welt erschaffen hat und gar eine Tür zur Utopie öffnet, wenn man das so sagen kann und die zeigen, wie die Welt auch aussehen könnte.

In La traviata, verleiht Verdi dem Leben und dem Tod einer Prostituierten eine tragische Dimension. Obwohl ihr Beruf bereitwillig als Tatsache eine „Kurtisane“ zu sein, betrachtet wird, bezeichnet Verdi sie in einem seiner Briefe deutlich als „Hure“.

Die Wahl Verdis ist wirklich bemerkenswert, insbesondere da die ernstesten Opern seiner Zeit sich ganz im Gegenteil auf historische Figuren, Machthaber, adlige Verliebte oder Verrückte konzentrierten. In den Themen steckte immer etwas Erhabenes. Eine banale Geschichte zu wählen und aus dieser marginalen Figur den Mittelpunkt zu machen ist etwas sehr Modernes.

Ist Violetta also – da sie schön, zerbrechlich, uninteressiert, krankhaft und erotisch ist – das typische weibliche Opfer der Oper des XIX. Jahrhunderts?  

Ganz im Gegenteil, es ist sogar eine unglaublich moderne Figur, regelrecht emanzipiert. Am Anfang ist sie sogar das „materialistischste der Mädchen“, die Königin der exklusiven Feste in Paris, zu denen die reichsten Menschen der Stadt gehen. Sie ist die meist gefragteste Prostituierte und sie verdient dank ihrer Arbeit sehr viel Geld. Erst die Krankheit ermöglicht es Violetta den verhängnisvollen Zyklus des Konkurrenzkampfes und der Hektik zu verlassen. Sie fragt sich plötzlich, was sie mit der ihr noch verbliebenen Zeit anstellen soll, da es für sie nicht mehr wichtig ist weiterhin Geld zu verdienen. Das erste Mal in ihrem Leben kann sie machen was sie will. Als sie Alfredo während der Feier des ersten Aktes kennlernt, schenkt er ihr ein Sprungbrett in die Freiheit, da er ein Wort nutzt, welches bis zu diesem Moment nicht in ihrer Welt existiert hatte: die Liebe. Denn alles ist in der Pariser Gesellschaft erlaubt, nur Gefühle nicht. Die Liebe ist ein gefährlicher Luxus man sich nicht leisten kann, da er schwach und verletzlich macht. Allerdings glaube ich nicht, dass die Bekanntschaft mit Alfredo Liebe auf den ersten Blick ist, sondern eher, dass Alfredo das neue Projekt von Violetta wird: „Das erste Mal konnte ich mich aufgeben, nicht für Geld, sondern im Namen eines uneigennützigen Gefühls“.

Ich finde es total faszinierend, dass es in der Oper eine Geschichte des Geldes gibt die stark an die Geschichte Violettas gebunden ist. Das Geld ist das, was die Menschen verbindet und jeder versucht seine Fassade zu bewahren um hervorzustechen und im Kreis zu bleiben. Im ersten Akt verdient Violetta Geld, im zweiten Akt verkauft sie all ihren Besitz, um sich auf dem Land ein Leben mit Alfredo aufzubauen. Im dritten Akt gibt Violetta ihr Geld den Armen. Um es auf eine radikalere Art und Weise zu sagen: sie verbrennt einfach ihr Geld, da es nun für sie keinen Wert mehr hat.

Am Ende ihres Lebens befreit sich Violetta von dem, was in der Gesellschaft als am Wertvollsten angesehen wird: das Geld. Warum stirbt sie oder was bedeutet das, dass sie durch diese verhängnisvolle Krankheit beschrieben wird?

Die Krankheit hat etwas Symbolisches aber für mich ist diese Krankheit eher das, was ihr erlaubt sich aus dem Leben, welches sie lebt, zurückzuziehen. Plötzlich beobachtet Violetta ihre Umgebung durch eine Linse und realisiert, dass sie nicht mehr Teil dessen sein möchte. Ich denke Verdi hat diese Krankheit als symbolische Bedeutung verstanden. Verdi ist kein Realist wie Puccini.

Verdi verbietet der Sängerin sogar ausdrücklich im 3. Akt zu husten.

Für mich ist es die Gefühlskälte dieser Welt die Violetta tötet. Als sie stirbt endet die Musik nicht auf eine sanfte oder angenehme Weise, sondern mit Fanfaren. Das Ende von Violetta ist einsam; sie ist die große Märtyrerin. Die Figur hat ein großes revolutionäres Potenzial, einen Moment des Widerstandes. Als wir mit den Vorbereitungen der Oper begannen, gab es eine starke Bewegung namens Occupy in Spanien. Die Frauen dort tanzten Flamenco auf den Bankschaltern als Zeichen des Protestes, um Bewusstsein für die wahre Kultur des Landes zu schaffen und um zu zeigen, bis zu welchem Punkt alles durch die Wirtschaft und das Geld zerstört ist und um ihre Würde zu wahren. Das, das ist für mich Violetta.

Die Tatsache, dass Violetta in ihrer Innerlichkeit beschrieben ist, zeigt doch, dass sie sehr sensibel für ihr soziales Umfeld ist, bis zu dem Punkt an dem sie es nicht mehr aushält, oder nicht?

Ja und es ist wundervoll, dass Violetta an einer Lungenkrankheit leidet. Ihr Atem ist abgeschnitten und sie bekommt in ihrer „bewohnbaren Wüste namens Paris“ keine Luft mehr. Was für ein fantastisches Bild! Das Blut, was sie ausspuckt ist ebenfalls wie eine innere Verschmutzung; Violetta blutet im Inneren.

Warum verliebt sich Violetta ausgerechnet in Alfredo, der echte naive Neue aus der Provinz?

Es gibt einen sehr schönen Moment in dem Roman von Dumas wo sie sagt: „Es ist genug, wenn mir jemand einen mitfühlenden Blick schenkt, wenn ich huste.“ Alfredo ist der Einzige, der klar Empathie zeigt. Das ist die Tatsache, dass jemand der nicht Teil der Pariser Gesellschaft ist, nicht ihre Regeln und die armseligen Spielchen kennt. Es ist seine Naivität, seine Unschuld und seine Aufrichtigkeit die Violetta anziehen und berühren. Später scheitert die Beziehung an seiner eigenen Naivität. Alfredo stellt sich als nicht stark genug und als ein Träumer heraus. Nachdem das Paar sich auf das Land zurückgezogen hat, realisiert er lange Zeit nicht, dass Violetta ihr gemeinsames Leben pflegt und zwar auf eine sehr wirksame Weise. Inzwischen überdenkt Violetta die ganze Sache und es ist eigentlich sie, die in gewisser Weise den Mann kauft. Das ist das, was die Oper so skandalös macht, denn mittlerweile ist Alfredo zu einem Prostituierten geworden. Natürlich nicht vollständig, da auch Gefühle im Spiel sind, aber bisher ist es die Frau die zahlt. Es ist interessant zu sehen, dass Verdi kein Liebesduett für das Paar in der Szene auf dem Land komponiert hat. Sie leben offensichtlich getrennte Leben, sie begegnen sich kaum auf der Bühne.

Nach der schlimmen Szene zwischen Violetta, Flora und Alfredo, empfindet Letzterer umgehend Reue für sein brutales Verhalten. Warum geht er nicht früher zu Violetta die im dritten Akt leidet?

Im Grunde genommen, ob es Alfredo will oder nicht, ist sein Vater Germont fähig ihn dazu zu zwingen ein ganz konventionelles Leben zu führen. Ich denke es ist die Kombination aus verschiedenen Faktoren. Alfredo schätzt die Situation mit Violetta falsch ein, er versteht nicht, um was es eigentlich geht. Er hat sicherlich Angst vor einer neuen Begegnung, da sie dann über alles reden müssten was vorher nicht gut lief. Das würde diese große Liebe in eine echte Wirklichkeit befördern, in die er nicht einmal gehört. Denn diese Liebe besteht von Anfang an nur aus Vorstellungen der beiden Seiten, und exzessiven gegenseitig gestellten Ansprüchen. Wenn die Beiden reden würden, würden die schönen Bilder im selben Augenblick geschädigt und zerstört werden.  

Ist Georgio Germont also der Böse, der der Grund für die Trennung des Paares ist, da er Violetta dazu zwingt Alfredo zu verlassen?

Nein! In vielen Produktionen wird er als wahrhaftiger Antagonist von Violetta dargestellt. Doch wenn wir seine Situation näher betrachten, ist die Figur sehr facettenreich und interessant. Germont ist Teil einer anderen Generation, die nicht die von Alfredo und Violetta ist. Er repräsentiert ganz andere Werte. Germont versucht die Konvention der Perfektion zufriedenzustellen. Er hat ein Herz, wie es die wundervolle Musik unterstreicht, als er über sein Haus und seine Familie singt. Daran sieht man, dass für ihn die Familie das Wichtigste ist und nicht das Geld. Der Vater tut alles um das Leben seiner Nächsten so einfach wie möglich zu gestalten, selbst wenn er in seiner Vorgehensweise unerschütterlich sein muss. Germont ist die einzige Figur in der Oper die keinen Titel trägt, die nicht aus Paris, sondern aus der Provinz kommt. Natürlich kommt er als Geschäftsmann nach Paris um mit den Adligen Geschäfte zu machen. So unterliegt Germont einem starken Druck, um in diese Gesellschaft einzudringen und versuchen dazuzugehören.

Die Opern von Verdi haben immer Momente die meiner Meinung nach in Richtung einer Katastrophe gleiten, da ein Publikum, der Chor, einen Druck auf die Individuen ausübt, was wir auch bei Germont miterleben.

Als Germont die sterbende Violetta besucht, bittet er sie um Vergebung. Also hat Germont verstanden, was er ihr angetan hat, doch sein Mitleid für Violetta kommt zu spät.

Die Tatsache, dass Germont letztendlich versteht was er tut, macht die Sache noch schlimmer. Ein Täter, der nicht versteht ist unmoralisch, da er keine Moral hat. Demgegenüber ist Germont unmoralisch, da er weiß, was er Violetta angetan hat und trotzdem weitermacht.

Ist es die Gesellschaft, die der wirkliche Antagonist Violettas ist – wie es häufig der Fall in Verdis Werken ist?

Es ist die soziale Struktur in der Violetta tätig ist. Deshalb ist der Chor häufiger auf der Bühne als in der Partitur vorgegeben. Der Chor ist auf der einen Seite als Antagonist und auf der anderen Seite als Hintergrund Violettas sehr wichtig. Die spannendsten Momente sind kontrapunktisch. Als sich Violetta entgegen der sozialen Konventionen loslöst, bildet dies plötzlich eine echte Bedrohung für den Chor, wie zum Beispiel in dem großen Duett von Germont und Violetta: Germont schafft es, dass sie Alfredo aufgibt, um seiner Schwester ein besseres Leben zu ermöglichen. So ändert sich also plötzlich die Musik in „Morrò“ („Ich werde sterben“). Sie leidet überhaupt nicht und scheint sogar aggressiv mit ihrem starken Kampfgeist zu sein, so wird das Sterben fast zu einer Drohung. Würde jemand wie das marokkanische escort girl Ruby sich umbringen, würden bestimmte Politiker über ihren Körper stolpern. Eine solche Frau ist gefährlich, da sie viel über die Barone der Gesellschaft weiß.

Dieses Interview wurde von Bettina Auder geführt.