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Poznan Opera

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Baltische Legende

Rückblick | Nowowiejski

Diese Vorstellung ist nicht mehr als Video auf unserer Plattform verfügbar. Sie können aber weiterhin das zusätzliche Material der Produktion nutzen.

Entdecken Sie ein lang verloren geglaubtes Juwel aus Polen, das wie Gold am Boden der (Baltischen) See funkelt und Mythen und Legenden an die Oberfläche bringt.

DomanPavlo Tolstoy
BognaWioletta Chodowicz
MestwinAleksander Teliga
TomirSzymon Komasa
SwatawaMagdalena Wilczyńska-Goś
LuborRobert Gierlach
SamborKarol Bochański
Peruns StimmeTomasz Mazur
MediumJakub Starzycki
Bischöfe und KoboldinTaras Szczerbań
PriesterAndrzej Płatek
Helfer des Priesters und der BischöfeKrystian Augustyn, Fabian Michaux
Meerjungfrau (Videodesign)Agnieszka Kalska
Domans Alter-egoIreneusz Wojaczek
ChorTeatr Wielki Poznan
OrchesterTeatr Wielki Poznan


MusikFeliks Nowowiejski
LibrettoWaleria Szalay-Groele, Krystyna Jeżewska
Musikalische LeitungTadeusz Kozłowski
InszenierungRobert Bondara
BühneJulia Skrzynecka
KostümeMartyna Kander
LichtMaciej Igielski
ChoreografieRobert Bondara
ChorleitungMariusz Otto
Video-DirektorKarolina Fender Noińska
Video-ProduzentJAJKOFILM (www.jajkofilm.com)

AKT I

Am Abend der Mittsommernacht kehrt der junge Fischermann Doman an den Yachthafen zurück und denkt über seine Gefühle für Bogna nach. Seine Geliebte erscheint am Ufer und die jungen Leute um sie herum beginnen zu tuscheln. Daraufhin trennt Bognas Vater Mestvin die beiden.

Ein alter Bernsteinhändler namens Lubor, der zugleich ein Heiratskandidat für Bogna ist, erscheint. Im Gegensatz zu seinem armen Konkurrenten, prahlt Lubor mit seinem Reichtum. Domans Freund Tomir antwortet ihm in einem Lied, in dem der jugendliche Geist den Reichtum verspottet. Mestvin, der den wohlhabenden Kandidaten als Ehemann für seine Tochter bevorzugt, unterbricht den Streit und erzählt den Fischern die Legende von der versunkenen Stadt: Die Tochter Jurata des Königs der Stadt Vineta, lehnte die Liebe des Donnergottes Perun ab und warf die Krone, die ein Geschenk von ihrem Geliebten war, in die Wellen der Ostsee. Perun tobte und verursachte einen Sturm, der die Stadt für immer versinken ließ. Nach der Legende kann der Fluch nur von einem Wagemutigen gebrochen werden, der in der Mittsommernacht die Krone von Jurata aus dem Meer holt. Mestvin kommt zu dem Entschluss, dass nur derjenige, der sich dieser Herausforderung stellt, der Hand seiner Tochter würdig ist. Doman ist bereit, die Herausforderung anzunehmen. Bogna und ihre Freundin Svatava versuchen ihn von dieser gefährlichen Idee abzubringen. Die Menschenmenge ist empört, dass Mestvin den jungen Fischer auf diese fürchterliche Art für immer loswerden will. Domans und Lubos bisheriger Streit artet in eine Prügelei aus, doch Mestvin geht dazwischen.

Nebenan tröstet Svatava Bogna, die sich um das Leben ihres Geliebten fürchtet. Tomir berichtet ihr, dass Doman beschlossen hat, in dieser Nacht nach Juratas Krone zu suchen. Bogna rennt los, um ihren Geliebten zu stoppen. Als sie allein sind, gesteht Tomir seine Liebe an Svatava, die damit nicht gerechnet hatte.

Die Einwohner beginnen mit den Vorbereitungen für das Mittsommernachtsritual. Doman, der bereit ist aufs Meer zu segeln, verabschiedet sich von Bogna. Plötzlich erhellt sich der Horizont durch das Licht des überfluteten Vineta. Die jungen Menschen hören die Stimme von Perun. Der Gott verspricht Doman ihm seine Macht während seiner Reise zu verleihen. Das Mädchen verabschiedet sich von dem jungen Mann, der in die Nacht hinaussegelt.

 

AKT II

Auf offener See kämpft Doman stark gegen die turbulenten Wellen der Ostsee an. Er fällt aus dem Boot und verliert das Bewusstsein.

Auf dem Meeresgrund, an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit, sieht Doman das Unterwasserreich von Jurata. Als er versucht, sich vor die Königin zu stellen, kommen ihm Dämonen in die Quere. Doman schafft es, die alptraumhaften Visionen zu überwinden. Jurata, der seiner Geliebten ähnelt, überreicht ihm die Krone als Symbol der Macht über die Stadt Vineta.

Doman wacht am Strand der Ostsee auf. Unter den Überresten des zerbrochenen Bootes findet er die Krone von Jurata.

 

AKT III

In der Wildnis bereiten sich die Priester und die Menge auf die Zeremonien des Mittsommernachtsrituales vor. Lubor sucht nach Bogna. Während Domans Abwesenheit plant der reiche Kaufmann das Mädchen zu verführen. Unter der Statue der Göttin der Ehe Dziedzilla (Venera) besiegeln Svatava und Tomir ihre Liebe.

Die Rituale der Mittsommernacht beginnen und Bogna betet zu Dziedzilla, um sie für eine glückliche Rückkehr von Doman zu bitten. Lubor unterbricht sie dabei und gesteht ihr seine Gefühle. Nachdem sie seine Gefühle nicht erwidert, will Lubor sie mit allen möglichen Mitteln dazu zwingen. Sturmwolken bedecken plötzlich den Himmel. Aufgrund der Ablehnung des Mädchens, löscht Lubor das heilige Feuer aus und wirft die Statue von Dziedzilla um. Er ruft der Menschenmenge zu und beschuldigt Bogna der Hexerei und Entweihung der Statue. Aus Furcht vor der Rache der Götter nimmt die Menge das Mädchen gefangen, um sie für die Götter zu opfern. Mestvin fleht vergeblich um Gnade für seine Tochter. Als der Priester das Messer hebt, um Bogna in die Brust zu stechen, hört man die Stimme von Perun. Der Gott versichert ihre Unschuldigkeit. Lubor, versucht der wütenden Menge zu entkommen, fällt vom Felsen und ertrinkt im Meer.

Doman kommt mit der Krone von Jurata an. Das erloschene heilige Feuer von Dziedzilla flammt wieder auf. Die Menge versammelt sich neugierig um Doman. Bogna und Doman sind wieder vereint.

Der Regisseur Robert Bondara ist ein polnischer Preisträger, Tänzer und Choreograph. Seine Ästhetik zeigt sich durch aussagekräftige Bewegungen, die sich in den Filmelementen wiederspiegeln: Die Projektionen beziehen sich auf ihr Gesamtbild, den Ausdruck und dem Gefühl des Freitauchens.

Regisseur Robert Bondara spricht über die Legenda Bałtyku

Ich strebe an, den Prinzipien des Originals nahe zu bleiben und versuche das Stück für die heutigen Zuschauer und der sie umgebenden Welt anzupassen, so dass die Konflikte der Geschichte sie erreichen. Ich glaube, dass sich alles der Baltischen Legende auf aktuelle Situationen und Charaktere übertragen lässt, denn die Geschichte selbst ist allgegenwärtig und spannend für das Publikum.

Eine meiner ersten Ideen war es, mit Freitauchern für die Projektionen zu arbeiten. Sie ergeben eine wunderbare Parallele zur Geschichte, die sich auf das Tauchen in der Ostsee konzentriert.

Nachdem ich die Musik und die Regie analysiert hatte, erinnerte ich mich an die Schönheit der panoramaartigen Aufnahmen aus den skandinavischen Schwarzweißfilmen der 1970er Jahre. Diese Schönheit bildet den Kern unserer Arbeit und ihr Stil ging von dem Erstellen des Sets bis in die Filmprojektionen über.

Ich vermute, dass ich nie auf die Idee mit dem Freitauchen gekommen wäre, wenn ich nicht selbst vor ein paar Jahren diese Erfahrung gemacht hätte.

Die Essenz des Freitauchens bietet einem einen Einblick in die Tiefe des Sees und seines eigenen Unterbewusstseins. In der Geschichte von Doman, der ins Wasser fällt und nach einer versunkenen Stadt sucht, sehe ich mehr als nur Tauchen in der Ostsee. Vielmehr ist es eine Aufgabe, sich den Ängsten und Schwächen zu stellen, die er überwinden will. Für mich wirkt das Tauchen sehr symbolisch, als es nur auszuüben.

Ich lade Sie ein, in die Baltische Legende an der Posener Oper einzutauchen: ein einzigartiges Erlebnis, während dem das Publikum in diese außergewöhnliche Geschichte genauso stark wie in die Tiefen der Seen hineingezogen wird.