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Royal Swedish Opera | Markus Gårder

Royal Swedish Opera

Madama Butterfly

Wie lange würdest du auf die Rückkehr deiner wahren Liebe warten?

| Puccini

Ein argloses japanisches Mädchen gibt alles auf, um einen Leutnant der US Navy zu heiraten. Doch als er plötzlich das Land verlässt, wartet sie geduldig, bis er wieder in den Hafen segelt.

 

Madama Butterfly, die letzte von Puccinis „drei großen“ Opern, ist ebenso schön wie herzzerreißend. Die litauische Sopranistin Asmik Grigorian singt die Titelrolle in dieser farbenfrohen Inszenierung der Royal Swedish Opera im Glanz und Kitsch des Nachkriegsjapan.

 

Diese Oper ersetzt OperaVisions geplantes Streaming von Fedora.

Gesungen in Italienisch

 

Mit englischen, französischen und deutschen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.

Verfügbar von
17.01.2020 um 19:00 MEZ

bis
17.07.2020 um 12:00 MEZ

Cio-Cio-SanAsmik Grigorian
SuzukiKatarina Leoson
Benjamin Franklin PinkertonDaniel Johansson
SharplessKarl-Magnus Fredriksson
GoroNiklas Björling Rygert
Fürst YamadoriMagnus Kyhle
Kate PinkertonKristina Hanson
Onkel BonzeJohn Erik Eleby
Onkel YakusidéIan Power
StandesbeamterHenrik Hugo
Kaiserlicher KommissarAndreas Lundmark
Cio-Cio-sans MutterKristina Wennberg
Cio-Cio-sans CousineCecilia Nannesson, Jessica Forsell Clarhäll
Cio-Cio-sans TanteAnna Danielsson
Cio-Cio-sans KindJohn Österlund
ChorRoyal Swedish Opera Chorus
OrchesterRoyal Swedish Orchestra


MusikGiacomo Puccini
LibrettoLuigi Illica, Giuseppe Giacosa
Musikalische LeitungLawrence Renes
InszenierungKirsten Harms
BühneHerbert Murauer
KostümeHerbert Murauer
LichtTorben Lendorph
DramaturgieKatarina Aronsson
KonzertmeisterTale Olsson

I. Akt

Ein Offizier der amerikanischen Marine, B.F. Pinkerton, hat sich während seines Japanbesuchs in Cio-Cio-San verliebt. Ihre Hochzeit findet in dem Haus statt, das Pinkerton über den Heiratsvermittler Goro gemietet hat. Unter den Gästen sind unter anderem Butterflys Mutter und Verwandte, ihr Dienstmädchen Suzuki und der amerikanische Konsul Sharpless. Sharpless bittet Pinkerton, seine junge Braut sanft zu behandeln und ihre Liebe ernst zu nehmen. Pinkerton nimmt seine Warnungen leicht: Wenn sich zwei Menschen verlieben, denken sie nicht an die Zukunft. Cio-Cio-San, deren Name auf Japanisch Butterfly bedeutet, zeigt Pinkerton den Inhalt ihres Koffers: Statuetten ihrer Vorfahren und ein Messer. Als Pinkerton nach dem Messer fragt, erzählt Goro ihm, dass Butterflys Vater damit Harakiri begangen hat. Seit seinem Tod verdient Butterfly ihren Lebensunterhalt als Geisha. Butterflys Onkel, ein Bhikkhu - ein buddhistischer Priester - tritt ein und verflucht Butterfly dafür, dass sie ihre Abstammung und ihre Religion aufgegeben hat. Der Bhikkhu befiehlt allen Verwandten von Butterfly, die Feier zu verlassen, und verstößt sie für immer. Butterfly ist niedergeschmettert und hofft, dass Pinkerton sie genug liebt, um bei ihr zu bleiben. Butterfly und Pinkerton suchen Trost in der Umarmung des anderen. Doch ihre Hochzeitsnacht wird von dem Fluch des Bhikkhu überschattet.

II. Akt

Butterfly wartet in der Hausruine, in der Pinkerton sie vor drei Jahren verlassen hat. Das Geld wird knapp und Suzuki äußert Zweifel, ob Pinkerton jemals zurückkommen wird. Butterfly beschwört die Erinnerung an sein Versprechen herauf, zurückzukehren, sobald das Rotkehlchen sein Nest baut. Sharpless stattet ihm einen Besuch ab. Pinkerton ist auf dem Weg, aber Sharpless zögert, Butterfly die Wahrheit zu sagen - dass Pinkerton inzwischen eine Amerikanerin geheiratet hat. Goro versucht sie zu überreden, Prinz Yamadori zu heiraten, der seit langem erfolglos um Butterfly wirbt. Als Sharpless ihr zu verstehen gibt, dass Pinkerton nicht zu ihr zurückkommen wird, zeigt Butterfly Sharpless ihr Kind von Pinkerton. Sie fleht ihn an, ihrem Liebhaber von dem Kind zu erzählen: es wurde nach Pinkertons Abreise geboren. Pinkertons Schiff läuft im Hafen ein. Butterfly bereitet sich eilig auf seine Ankunft vor, und Suzuki hilft ihr, das Haus mit Kirschblüten zu schmücken. Sie warten die ganze Nacht auf ihn.

III. Akt

Bei Sonnenaufgang schlafen Butterfly und ihr Kind ein. Beide sind müde von der Nachtwache. Sharpless kommt mit Pinkerton und Pinkertons Frau Kate, um das Kind abzuholen, welchem sie eine bessere Zukunft ermöglichen wollen. Als Suzuki Pinkerton von Butterflys Geduld und Loyalität erzählt, bittet Pinkerton Sharpless, ihm das Kind zu bringen und Butterfly zu bezahlen. Er fühlt sich unfähig, sie noch einmal anzusehen. Butterfly sucht nach Pinkerton und trifft auf seine Ehefrau. Sharpless informiert sie, dass Pinkerton und Kate gekommen sind, um ihr Kind zu holen. Butterfly beschließt, Pinkertons Wunsch Folge zu leisten, ihnen das Kind zu geben. Als Butterfly allein ist, zieht sie das Messer, das das Instrument des Selbstmordes ihres Vaters war, heraus und nimmt sich selbst das Leben. Pinkerton stürmt ins Haus und ruft ihren Namen.

5 Dinge, die man über Madama Butterfly wissen sollte

1° Weitreichende Ursprünge

Puccini wählte das Thema seiner sechsten Oper, nachdem er in London im Juni 1900 eine Aufführung von Madame Butterfly: Eine Tragödie Japans besucht hatte, ein Ein-Akt-Drama von David Belasco. Belasco wiederum hatte den Stoff für sein Drama von der 1898 erschienenen Kurzgeschichte Madame Butterfly des amerikanischen Schriftstellers John Luther Long entlehnt. Longs Geschichte basiert auf den Erinnerungen seiner Schwester Jennie Correll, die mit ihrem Mann, einem methodistischen Missionar, nach Japan gereist war und wurde von Pierre Lottis Roman Madame Chrysanthème aus dem Jahr 1887 beeinflusst. Obwohl Puccini weder Englisch verstand, noch jemals einen Fuß nach Japan setzte, war er von Belascos Stück so inspiriert, dass er den Drang verspürte, es in eine Oper zu verwandeln.

2° Vom Flop zum Erfolg

Bevor sie zu einer der beliebtesten und meistgespielten Opern der Welt wurde, komponierte Puccini fünf verschiedene Versionen von ihr. Die Urfassung in zwei Akten wurde am 17. Februar 1904 an der Mailänder Scala uraufgeführt. Dass die Uraufführung ein großer Flop war wird oft auf ihre späte Fertigstellung und die unzureichende Probenzeit zurückgeführt, weshalb sie schnell zurückgezogen wurde. Puccini revidierte die Partitur grundlegend und teilte den zweiten Akt in zwei getrennte Akte, wobei der Summchor eine Brücke zwischen dem zweiten und dritten Akt bildet. Bei der Uraufführung am 24. Mai 1904 in Brescia war die überarbeitete Fassung ein sofortiger Erfolg. Die heute am häufigsten gespielte Fassung ist Puccinis fünfte und letzte aus dem Jahr 1907.

3° Das sternenbesetzte Banner

Zeitgenössische Zuhörer mögen überrascht sein, wenn die US-Nationalhymne mehr als einmal in Madama Butterfly zitiert wird. Zu Puccinis Zeit war das Lied jedoch als die Hymne der US Navy bekannt. Von der Marine bereits 1889 angenommen, wurde sie erst durch einen vom Präsidenten Herbert Hoover im März 1931 unterzeichneten Kongressakt zur offiziellen Nationalhymne. Lieutenant Pinkertons Arie „Dovunque al mondo“ nimmt die ersten beiden Takte direkt aus der Hymne, während „O say, can you see…“ in späteren Arien sowohl von Pinkerton als auch von Butterfly selbst verwendet wird.

4° Eine sehr menschliche Geschichte

„Ich erzähle diese Geschichte als eine über die echte, wahre Liebe“, sagt Kirsten Harms, die bei dieser Produktion an der Royal Swedish Opera Regie führt. „Sie ist auf der menschlichen Ebene sehr ehrlich.” Harms nähert sich der berühmten Oper aus dem Blickwinkel einer echten Liebesgeschichte an, anstatt sie zu exotisieren, und bringt frischen Wind in Puccinis berühmte Oper. Schauen Sie sich dieses Video an, um ihre Gedanken in vollem Umfang zu hören, ebenso wie die des Dirigenten Lawrence Renes und des Tenors Daniel Johansson, der in dieser Aufführung Pinkerton verkörpert.

5° Zur Butterfly geboren

Asmik Grigorian, die in dieser Aufführung die Butterfly spielt, hat die Rolle im Blut. Ihre Mutter sang Butterfly auf der Bühne, als sie mit ihr schwanger war - mit ihrem Vater als Pinkerton. Später spielte Asmik das Kind von Butterfly. „Butterfly ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt sie. „Ich habe Butterfly nie sehen oder anhören können, ohne von Anfang bis Ende zu weinen.“