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Royal College of Music

Royal College of Music

Die Hochzeit des Figaro

Tanzen Sie, wenn Sie wollen, aber nach der Pfeife eines anderen.

Opern | Mozart

Als der persönliche Diener von seinem Grafen erfährt, dass dieser es auf seine Verlobe abgesehen hat, beschließt er, ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Leider hat der Diener schon einen Vertrag unterschrieben; in dem er sich bereit erklärt, eine Jungeselling zu heiraten, der er Geld schuldet.

 

Mozarts urkomische Komödie ist ein Wunder des Musiktheaters und ein Stück, das man gesehen haben muss. Dieses Stück voller unerwarteter Wendungen wird mit jugendlichem Verve am Royal College of Music inszeniert, von Alumnus Sir Thomas Allen.

In italianischer Sprache
Mit englischen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in 114 andere Sprachen.

Verfügbar von
01.01.2019 um 17:00 MEZ

bis
26.04.2019 um 23:59 MEZ

Graf AlmavivaHarry Thatcher
Gräfin Rosina AlmavivaJosephine Goddard
SusannaJulieth Lozano
FigaroAdam Maxey
CherubinoLauren Joyanne Morris
MarcellinaKaty Thomson
BartoloTimothy Edlin
BasilioJoel Williams
Don CurzioSamuel Jenkins
BarbarinaPoppy Shotts
AntonioConall O’Neill
Magd 1 / ChorCamilla Harris
Magd 2 / ChorJessica Cale
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Chor
KindermädchenAnnabel Kennedy
HaushälterinRebecca Leggett
KüchenmädchenAlice Ruxandra Bell, Olivia Turner
WäschezimmermädchenSamantha Gaspe
SennerinRebekah Jones
GärtnerDafydd Allen, Peter Edge, Conall O’Neill und Humphrey Thompson
LakaienPeter Dunn and Matthew Keighley
Leitender LakaiXavier Hetherington
StalljungenMichael Bell und Adam West


MusikWolfgang Amadeus Mozart
LibrettoLorenzo Da Ponte
Musikalische LeitungMichael Rosewell
InszenierungSir Thomas Allen
BühneLottie Higlett
LichtRory Beaton
Royal College of Music

Akt I

Es ist der Tag der Hochzeit von Figaro und Susanna, die Kammerzofe der Gräfin. Figaro, der Kammerdiener des Grafen, beurteilt das Schlafzimmer, das ihm von seinem Dienstherrn angeboten wurde: es grenzt praktischerweise an den Zimmern des Grafen und der Gräfin an. Susanna weist darauf hin, dass das Zimmer immer noch praktischerweise naheliegt, wenn der Graf das „Droit de Seigneur”, ein feudales Gesetz, das dem lokalen Grafen erlaubt, die Braut zu entjungfern, zurückberuft. Ein Gesetz, das er erst kürzlich abschaffte. Figaro entscheidet sich seinen Meister zu überlisten.

Aber Figaro schuldet Marcellina immer noch Geld und hatte ihr damals versprochen sie zu heiraten, wenn er es nicht schaffen sollte seine Schulden zu begleichen. Er hatte ebenfalls den Zorn von Dr. Bartolo, der ehemalige Beschützer der Gräfin, auf sich gezogen, da er half die Hochzeit des Grafen und der Gräfin zu Stande zu bringen. Zudem bittet der junge Page Cherubino Susanna um Fürsprache bei dem Grafen, der ihn entlassen hatte, nachdem er ihn alleine mit Antonios Tochter Barbarina erwischt hatte.

Plötzlich erscheint der Graf, der Verwirrung stiftet. Cherubino versteckt sich und hört die Annäherungsversuche des Grafens an Susanna. Der Graf wiederum versteckt sich und überhört Basilio, den Musiklehrer, der Unterstellungen über Cherubino und der Gräfin macht. Der Graf kommt zum Vorschein, entdeckt den unglücklichen Pagen und verweist ihn in seine Armee.

Akt II

Der Akt beginnt mit der weinenden Gräfin, die über den Grafen jammert, der sie nicht mehr liebt. Figaro verrät seinen Plan den Grafen zu überlisten: Er versandt ihm einen anonymen Brief, der besagt, dass die Gräfin einen Liebhaber besitzt. Susanna weist darauf hin, dass Marcellina immer noch die Schulden erlassen und man so die Hochzeit verhindern kann: ein zweiter Plan wird geschmiedet. Susanna stimmt einem Treffen mit dem Grafen in dem Garten zu, doch Cherubino wird als sie getarnt erscheinen. Figaro beauftragt seine Frau Cherubino angemessen zu kleiden.

Der Page turtelt mit den Frauen, indem er seine neueste Komposition vorsingt. Er war noch halbnackt, als der Graf ankam. Durch Figaros Brief ist er eifersüchtig und wütend. Cherubino, der sich im Kleiderschrank versteckt hat, stößt einen Stuhl um. Panisch gibt die Gräfin vor, dass das Geräusch von Susanna kommt, aber verweigert ihm die Tür zu öffnen. In der Zwischenzeit rettet Susanna Cherubino, der aus dem Fenster geflüchtet ist. Susanna sperrt sich selbst in den Kleiderschrank.

Die Gräfin versucht ihrem Ehemann zu erklären, warum sich Cherubino im Kleiderschrank befindet. Sie ist genauso überrascht wie der Graf, als Susanna zum Vorschein kommt. Die zwei Frauen täuschen vor, dass der Vorfall ein Trick war, um den Grafen davon zu überzeugen, seine Gemahlin besser zu behandelt. Sie gestehen, dass Figaro den Brief schrieb, der sich danach zu ihnen gesellt, ahnungslos von der Offenbarung der Frauen an den Grafen. Als Bartolo, Basilio und Marcellina gegen Figaro Klage, um ihn zur Heirat zwischen ihm und Marcellina zu zwingen, erheben, triumphiert der Graf.

Akt III

Die Gräfin und Susanna eröffnen den dritten Akt mit einem Plan, um das amouröse Vorhaben des Grafens zu verhindern. Susanna stimmt einem Treffen am Abend im Garten mit dem Grafen zu, doch die Gräfin wird getarnt als ihre Magd hingehen.

Auf den Rat ihres Richters Don Curzio, bestand der Graf darauf, dass Figaro seine Schulden an Marcellina begleicht oder er sie auf der Stelle heiratet. Figaro wird zeitgerecht durch die Enthüllung seiner Verwandschaft zu Marcellina gerettet, denn er ist der verschollene Sohn von ihr und Bartolo. Alle, außer der Graf und Don Curzio umarmen sich vor Freude.

Endlich kann die Hochzeit von Figaro und Susanna gefeiert werden. Cherubino ist unmaskiert inmitten der Brautjungfern. Barbarina beschimpft den Grafen dafür, dass er Cherubino auf dem Schloss bleiben ließ. Susanna gibt dem Grafen den Brief der Gräfin, um dem späteren Treffen unter den Pinien zuzustimmen.

Akt IV

Alle warten im Garten: Der Graf und Figaro auf Susanna. Die Gräfin auf den Grafen. Bartolo und Basilio um die Wiederberufung des „Droit de Seigneur” zu bezeugen. Figaro schimpft Susanna für ihre Treuelosigkeit während sie sich auf die Folgen ihres Plans freut.

Cherubinos Anwesenheit ist vermutlich ein Disaster, jedoch erscheint der Graf und wirbt um „Susanna”, tatsächlich um seine Gemahlin. Der eifersüchtige Figaro wird mit Susanna konfrontiert, getarnt als Gräfin. Er erkennt seine Braut wieder, woraufhin sie sich versöhnen. Der Graf beobachtet die Beiden und glaubt seine Frau in den Armen seines Kammerdieners zu sehen. Er verurteilt sie. Die wahre Gräfin nimmt ihre Maske ab und vergibt ihrem Ehemann. Der Tag endet mit einer Feier.

Liebe kann sehr wohl besiegen

Sir Thomas Allen, berühmter Bariton und Regisseur von Die Hochzeit des Figaro, ist begeistert vom Reichtum der Mozartoper.

Inmitten des Luxus des Pavlovsker Palastes von Katharina der Großen steht eine schöne französische Uhr auf einem marmornen Kaminsims. Das Gerät ist das Werk des Erfinders Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais und ist ein Beweis für den Wert eines Menschen und ein gut geführtes Leben. Aber Beaumarchais war auch ein Dramatiker und der Mann, der der Welt.... Figaro schenkte.

Figaro veranschaulicht auf brillante Weise die Tiefe des Lebens. Während sich das Stück entfaltet, wird Schicht für Schicht entfernt, um den facettenreichen Zustand einer zerfallenden Gesellschaft zu enthüllen.

So dankbar wir zweifellos für ein solches Werk sind, wurde diese glückliche Welt weiter bearbeitet, als Beaumarchais' Bühnenkomödie vor fast 250 Jahren in einem Meisterwerk der musikalischen Gestaltung verewigt wurde. Die Hochzeit des Figaro ist das Ergebnis einer wunderbaren Zusammenarbeit zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo Da Ponte, einem frühreifen Komponisten und einem Abenteurer der Literatur.

Die Oper wurde am 1. Mai 1786 in Wien uraufgeführt. Stellen Sie sich die Atmosphäre des Theaters an diesem Tag vor: Kerzen und Lampen, ein rauchiger Raum und dann - durch den Dunst - die ersten flitzenden Noten dieser brillanten Ouvertüre.

Was im Stück und in der Oper folgte, war eine Geschichte, für die das Wort "Zeitgeist" durchaus erfunden worden sein könnte. Lorenzo Da Ponte hatte die Personenführung von Beaumarchais übernommen und die brennende Unzufriedenheit angefacht, die damals gerade erst aufkam, die aber unweigerlich zu Revolution und Chaos führen würde.

All das und auch die Komödie.

Figaro weist auf die Ungleichheiten seiner Gesellschaft in einer Weise hin, die heute wie damals gleichermaßen relevant ist. Sie befasst sich mit den großen Themen und ermöglicht es uns gleichzeitig, die feinsten Details zwischenmenschlicher Beziehungen zu erleben.

Es gibt noch andere Details, die ungeschrieben und unausgesprochen bleiben, die wir selbst aus den weißen, leeren Zwischenräumen zwischen den Zeilen herauslesen müssen. Sie sind da, so wie sie in allen großen Werken sind.... sucht, und ihr werdet fündig werden.

Schließlich zeigt uns Figaro, dass die Liebe siegt, wenn auch für die einen erfolgreicher als für die anderen.

Ich erneuere regelmäßig meine Bekanntschaft mit Figaro und stelle bei jedem Besuch fest, dass ich das Werk neu erlerne.

Sussie Ahlburg

Sir Thomas Allen ist eine etablierte Größe an den berühmten Opernhäusern der Welt und sang allein am Royal Opera House in Covent Garden über 50 Rollen.
 

Der gebürtige Durhamer gewann einen Platz am Royal College of Music, wo er die Baritonhauptrolle in der Produktion der RCM Opera School von Arthur Benjamins Prima Donna übernahm. Seine Karriere begann an der Welsh National Opera, bei seinem Debüt wurde er als "sicherlich der beste britische lyrische Bariton, der seit dem Krieg in der Oper singt" beschrieben.
 

In den Neujahrs-Ehrungen 1989 wurde er zum Kommandanten des Britischen Königreichs ernannt, in den Geburtstags-Ehrungen der Königin 1999 wurde er zum Knight-Bachelor ernannt, und im Jahr 2013 erhielt er die Königinnen-Medaille für Musik. Er ist auch Kanzler der Durham University. Zu den stolzesten Erfolgen Sir Thomas' zählt, dass eine Lokomotive des Kanaltunnels nach ihm benannt wurde.