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Monika Rittershaus
31.05.2020 um 19:00 MEZ
Sonntag, May 31, 2020 - 19:00

Komische Oper Berlin

Der Jahrmarkt von Sorotschinzi

Der Teufel kommt in Schweinegestalt.

Opern | Mussorgsky

Ein Teufel treibt sein Unwesen im ukrainischen Dörfchen Sorotschinzi und versetzt Bewohner und Durchreisende in Angst und Schrecken. So auch einen Bauern, dessen Tochter ihren Liebhaber nicht heiraten darf, weil ihre streitsüchtige Stiefmutter dagegen ist.

 

Trinklieder, Tänze, Volksgesänge und ein wilder Hexensabbat – Barrie Kosky inszeniert Mussorgskis komisch-groteske Oper als buntes, pralles Volksstück. Die als Torso hinterlassenen Oper wurde im Jahre 1932 von Pawel Lamm rekonstruiert und von Wissarion Schebalin instrumentalisiert und zollt dem ungehobelten Duktus des Werkes Rechnung.

Aufgezeichnet am 2. April 2017.

 

In russischer Sprache. Mit deutschen, englischen, französischen, spanischen, italienischen und polnischen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.

Verfügbar von
31.05.2020 um 19:00 MEZ

bis
30.06.2020 um 12:00 MEZ

Tscherewik, ein BauerJens Larsen
Chiwrja, seine FrauAgnes Zwierko
Parasja, Tochter TscherewiksMirka Wagner
Grizko, BauernburscheAlexander Lewis
Afanassi IwanowitschIvan Turšić
GevatterTom Erik Lie
ZigeunerHans Gröning
Tschernobog (Oberteufel)Carsten Sabrowski
ChorChor der Komischen Oper Berlin, Vocalconsort Berlin
OrchesterOrchester der Komischen Oper Berlin


MusikModest Mussorgsky
LibrettoModest Mussorgsky
Musikalische LeitungHenrik Nánási
InszenierungBarrie Kosky
BühneKatrin Lea Tag
KostümeKatrin Lea Tag
LichtDiego Leetz
ChorleitungDavid Cavelius
DramaturgieUlrich Lenz

Ein Teufel treibt sein Unwesen im ukrainischen Dörfchen Sorotschinzi. Aus der Hölle vertrieben, habe er, so erzählt man sich, aus Langeweile einst das Saufen begonnen und seinen roten Kittel beim Schankwirt des Ortes versetzt, um ihn nach Jahresfrist wieder auszulösen. Der Schankwirt aber verkaufte den Kittel vor der Zeit. Aus Rache erschien ihm der Teufel des Nachts in Schweinegestalt. Bis heute sucht der Teufel in Sorotschinzi nach seinem roten Kittel und versetzt die Leute in Angst und Schrecken.

So auch den Bauern Tscherewik, dessen Tochter Parasja sich in den Bauernburschen Grizko verliebt hat, ihn aber nicht heiraten darf, weil ihre streitsüchtige Stiefmutter Chiwrja, die ihren Mann Tscherewik fortwährend schikaniert, dagegen ist. Unter der Bedingung, dass Grizko ihm seine Ochsen zu einem günstigen Preis verkauft, verspricht ein Zigeuner, den beiden Liebenden zu ihrem Glück zu verhelfen. Weil sie ihren Liebhaber, den jungen Popensohn Afanassi Iwanowitsch, erwartet, wirft Chiwrja den ewig betrunkenen Tscherewik aus der Küche. Zur Verführung des Popensohns hat sie all ihre Kochkünste aufgeboten. Bevor sie jedoch die Früchte ihrer Bemühungen ernten kann, kehrt Tscherewik mit dem Gevatter und weiteren Saufkumpanen zurück. In aller Eile muss Chiwrja ein Versteck für ihren Liebhaber finden. Auf Drängen der anderen erzählt der Gevatter die Geschichte vom Teufel und seinem roten Kittel. Furcht erfasst die Anwesenden. Als urplötzlich der Popensohn aus seinem Versteck auftaucht, fliehen alle in heller Panik.

Grizko träumt von einem infernalischen Hexensabbat, bei dem satanische Schweinepriester dem Oberteufel huldigen und er den roten Kittel des Teufels findet. Am nächsten Morgen klagt Parasja über ihr verlorenes Glück, singt sich dann jedoch in eine fröhlichere Stimmung. Grizko erscheint, und die beiden Liebenden schließen sich in die Arme. Tscherewik hat beschlossen, die Heirat gegen den Willen seiner Frau durchzusetzen. Als die keifend protestierende Chiwrja erscheint, wird sie vom Zigeuner und den Umstehenden ausgelacht. Gemeinsam tanzt die Dorfgemeinschaft einen Hopak.