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Royal Swedish Opera / Klara G

Royal Swedish Opera

Tosca

Leidenschaft, Verrat und ein gewaltsamer Tod

Opern | Puccini

Liebe, Lust und politische Intrigen erfüllen die Welt einer leidenschaftlichen Sängerin. Als ihr Geliebter von einem Polizeichef inhaftiert wird, nimmt Tosca die Sache selbst in die Hand, mit dramatischen Folgen.

 

Seit ihrer Uraufführung im Jahr 1900 ist Puccinis Tosca nach wie vor eine der am häufigsten aufgeführten Opern der Welt. In der konzertanten Aufführung der Royal Swedish Opera werden die tragischen Schicksale der Opernsängerin und ihres Liebhabers durch eine ebenso dramatische und brutale wie umwerfend schöne Musik erzählt. In der Titelrolle tritt die preisgekrönte schwedische Sopranistin Malin Byström auf.

Aufgezeichnet im Februar 2021. Eine neue Produktion der Royal Swedish Opera, basierend auf der Bühnenfassung des Opernhauses aus dem Jahre 2004.

 

In italienischer Sprache. Mit englischen, französischen und deutschen Untertiteln und zusätzlich automatische Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.

Verfügbar von
07.05.2021 um 19:00 MEZ

bis
07.11.2021 um 12:00 MEZ

Floria ToscaMalin Byström
Mario CavaradossiDaniel Johansson
Baron ScarpiaŁukasz Goliński
AngelottiJeremy Carpenter
A sacristanMarkus Schwartz
SpolettaNiklas Björling Rygert
SciaronneJohn Erik Eleby
Ein GefängniswärterMattias Milder
Ein HirtenjungeHanna Scheja
ChorRoyal Swedish Opera Chorus
OrchesterRoyal Swedish Orchestra


MusikGiacomo Puccini
TextGiuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou
Musikalische LeitungMatteo Beltrami
ChorleitungJames Grossmith, Martin Virin (assistant)
KonzertmeisterJannika Gustafsson
KinderchorleiterSchüler von Adolf Fredriks Musikschule
Children’s chorus masterKarin Bjurvall
KinderchorleiterStaffan Jennehov
TonLars-Göran Ehn
LichtMartin Säfström
PräsentatorKatarina Aronsson (Dramaturgin)
Orchesterauszug von Tony Burke ©Pocket Publications

1. Akt

Cesare Angelotti, ein entflohener politischer Gefangener, eilt in die Kirche Sant' Andrea della Valle, um sich in der Attavanti-Kapelle zu verstecken. Als er verschwindet, kommt ein alter Sakristan herein, der zum Erklingen des Angelus betet. Mario Cavaradossi tritt ein, um an seinem Porträt von Maria Magdalena zu arbeiten - inspiriert von der Marchesa Attavanti, Angelottis Schwester. Mario kontrastiert die Schönheit der Marchesa mit derjenigen der Frau, die er liebt, der Sängerin Floria Tosca. Der Sakristan murmelt missbilligend und geht. Angelotti wagt sich hinaus und wird von seinem Freund und Mit-Liberalen Mario erkannt, der ihm Essen gibt und ihn zurück in die Kapelle drängt, während man Tosca draußen rufen hört. Ewig misstrauisch, fragt sie Mario eifersüchtig aus, betet dann und erinnert ihn an ihr Rendezvous am Abend in seiner Villa nach ihrem Auftritt. Als sie auf dem Gemälde das Bild der Marchesa wiedererkennt, schöpft sie erneut Verdacht, aber er beschwichtigt sie. Als sie gegangen ist, ruft Mario Angelotti aus der Kapelle; eine Kanone signalisiert, dass die Polizei die Flucht entdeckt hat, und so fliehen die beiden in Marios Villa. Inzwischen kehrt der Sakristan mit Chorknaben zurück, die ein Te Deum singen sollen. Ihre Aufregung wird durch das Erscheinen von Baron Scarpia, dem Chef der Polizei, der auf der Suche nach Angelotti ist, zum Schweigen gebracht. Als Tosca zu ihrem Geliebten zurückkommt, zeigt Scarpia ihr einen Fächer mit dem Wappen der Attavanti, den er gerade gefunden hat. Da sie Mario für untreu hält, schwört Tosca unter Tränen Rache und verlässt ihn. Scarpia lässt die Diva verfolgen und intrigiert, um sie in seine Gewalt zu bekommen.

2. Akt 

Im Palazzo Farnese erwartet Scarpia das Vergnügen, Tosca seinem Willen zu unterwerfen. Der Spion Spoletta trifft ein, ohne Angelotti gefunden zu haben; um den Baron zu beschwichtigen, bringt er Mario herbei, der verhört wird, während er Tosca auf der anderen Seite des Hofes bei einer königlichen Gala eine Kantate singen hört. Sie kommt gerade herein, als ihr Geliebter in einen Nebenraum gebracht wird: Sein Schweigen soll unter der Folter gebrochen werden. Aufgeschreckt durch Scarpias Verhör und den Klang von Marios Schreien, verrät sie Angelottis Versteck. Mario wird hineingetragen; als er begreift, was geschehen ist, wendet er sich gegen Tosca, aber der Offizier Sciarrone eilt herein und verkündet, dass Napoleon die Schlacht von Marengo gewonnen hat, eine Niederlage für Scarpias Seite. Mario schreit seine Verachtung der Tyrannei entgegen ("Vittoria!") und wird ins Gefängnis geschleppt. Scarpia, der sein Abendessen wieder aufnimmt, schlägt vor, dass Tosca sich ihm im Austausch für das Leben ihres Geliebten hingibt. Sie wehrt sich gegen seine Umarmungen und beteuert, ihr Schicksal Gott zu überlassen, da sie ihr Leben der Kunst und der Liebe gewidmet habe. Scarpia besteht darauf, aber Spoletta unterbricht sie: Angelotti hat sich bei seiner Gefangennahme umgebracht. Tosca, gezwungen, nachzugeben oder ihren Geliebten zu verlieren, stimmt Scarpias Vorschlag zu. Der Baron gibt vor, eine Scheinhinrichtung für den Gefangenen anzuordnen, nach der er freigelassen werden soll; Spoletta geht. Scarpia bereitet ein Sicherheitsgeleit für die Liebenden vor. Als er sie umarmt, sticht Tosca mit einem Messer vom Tisch auf ihn ein, entreißt ihm das Dokument aus den Fingern und verschwindet.

3. Akt

Die Stimme eines Hirtenjungen erklingt, während die Kirchenglocken den Sonnenaufgang einläuten. Mario wird auf das Dach des Castel Sant'Angelo geführt, wo er auf seine Hinrichtung wartet; er besticht den Kerkermeister, um Tosca einen Abschiedsbrief zu übermitteln. Als er ihn schreibt, überwältigt von Erinnerungen an die Liebe, gibt er der Verzweiflung nach. Plötzlich stürmt Tosca herein, erfüllt von ihrern jüngsten Abenteuern. Mario streichelt die Hände, die ihm zuliebe einen Mord begangen haben, und die beiden preisen ihre Zukunft. Als das Erschießungskommando erscheint, weist die Diva Mario an, seinen Tod überzeugend vorzutäuschen; die Soldaten feuern und ziehen ab. Tosca drängt Mario, sich zu beeilen, aber als er sich nicht bewegt, entdeckt sie, dass Scarpias Verrat über das Grab hinausgegangen ist: die Kugeln waren echt. Als Spoletta hereinstürmt, um Tosca wegen Mordes zu verhaften, ruft sie Scarpia an, er möge sie vor Gott treffen, dann springt sie in den Tod.