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Ros Kavanagh / Opera Theatre Company

Opera Theatre Company

Acis & Galatea

Sei Wasser, mein Freund.

Rückblick | Händel

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Galatea liebt Acis. Acis liebt Galatea. Doch Polyphemus liebt Galatea ebenfalls … und um sie zu bekommen ist er zu allem bereit.

AcisEamonn Mulhall
GalateaSusanna Fairbairn
PolyphemusEdward Grint
DamonAndrew Gavin
Ensemble SopranSinead O'Kelly
Ensemble TenorPeter O'Reilly
Ensemble TenorFearghal Curtis
Ensemble BassCormac Lawlor
OrchesterIrish Baroque Orchestra


MusikGeorg Friedrich Händel
LibrettoJohn Gay, Alexander Pope, John Hughes
Musikalische LeitungPeter Whelan
InszenierungTom Creed
BühnePaul O’Mahony
KostümeCatherine Fay
LichtAedín Cosgrove
ChoreografiePaula O'Reilly

Galatea liebt Acis. Acis liebt Galatea. Doch Polyphemus liebt Galatea ebenfalls … und um sie zu bekommen ist er zu allem bereit.

Acis und Galatea spielt im Griechenland der Mythen.

Im ersten Akt singt Galatea, um die Vögel zum Schweigen zu bringen, welche ihre Leidenschaft für Acis entflammen (ʽHush, ye pretty warbling quire!ʼ). Damon, Acis’ Freund, unterstützt die Liebenden indem er ihnen während ihres ersten Treffens eine Serenade singt (ʽLove in her eyes sits playingʼ). Die jungen Verliebten besingen ihre Leidenschaft in einem Duett (‚Happy we’).

Im zweiten Akt wendet sich die Oper von der sinnlich-pastoralen Stimmung ins Dunklere: der Chor warnt Acis und Galatea vor der Ankunft des monströsen Riesen, Polyphem (ʽNo joy shall lastʼ). Polyphem ist entschlossen, dass Galatea ihm gehören soll. Acis missachtet die Warnungen, wonach Liebe ein flüchtiges Vergnügen wäre (ʽConsider, fond shepherd), und bekommt schließlich Polyphem’s Zorn zu spüren. Galatea, gemeinsam mit dem Chor, beklagt den Verlust ihres Geliebten (ʽMust I my Acis still bemoanʼ). Der Chor erinnert sie an ihre Göttlichkeit und daran, dass sie mit ihrer göttlichen Macht Acis’ Leichnam in einen Wasserstrom verwandeln kann.

Freitag Abend in einem Pub im ländlichen Irland. Der Bauer Acis, Geliebter der Wirtin Galatea, wird vom notorischen Nichtsnutz Polyphem in einem Akt der Eifersucht getötet. Das allein wäre nichts Aufregendes: doch Galatea besitzt die göttliche Macht, ihren Geliebten in einen Wasserstrom zu verwandeln und ihn dadurch unsterblich zu machen, so wie sie selbst es ist.

Die Opera Theatre Company, gemeinsam mit dem Regisseur Tom Creed, interpretiert Händels Pastorale - welche ihrerseits auf den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid basiert – neu, und erschafft dadurch ein naturalistisches Theater aus gänzlich unerwartetem Material. Die Handlung spielt im zeitgenössischen Irland anstatt im alten Arkadien, statt Nymphen und Hirten kommen Wirtinnen und Bauern vor; dennoch bleiben alle Elemente bestehen, welche die Beliebtheit dieser kleinen Oper (wie Händel selbst sie in einem Brief bezeichnete) beim Publikum seit ihrer Premiere im Jahre 1717 ausmachen. Acis und Galatea erregt verschiedenste Emotionen, von Sinnlichkeit zu Melancholie, vom Komischen und der Selbstparodie hin zum Dramatischen.

Dieses kurze und doch einflussreiche Werk, welches von der Englischen Tradition der Pastoralen (speziell von Purcell) zehrt, wurde mehrmals von anderen Komponisten arrangiert, bemerkenswerterweise auch von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1788. Bis heute ist es eines der meistgespielten Bühnenwerke Händels.

Unter der musikalischen Leitung des berühmten Barockspezialisten Peter Whelan wird diese Produktion von Acis und Galatea vom großartigen Irish Baroque Orchestra begleitet. Das Liebespaar wird verkörpert vom Tenor Eamonn Mulhall und der Sopranistin Susanna Fairbairn, der Bassbariton Edward Grint spielt den Riesen Polyphem und der Tenor Andrew Gavin erscheint in der Rolle des Damon.