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Javier del Real / Teatro Real

Teatro Real

Madama Butterfly

Ermonela Jaho singt die Hauptrolle in einem Klassiker, dessen bedeutung über seinen schauplatz und seine zeit hinausgeht

Rückblick | Puccini

Diese Vorstellung ist nicht mehr als Video auf unserer Plattform verfügbar. Sie können aber weiterhin das zusätzliche Material der Produktion nutzen.

Cio-Cio-SanErmonela Jaho
SuzukiEnkelejda Shkosa
Kate PinkertonMarifé Nogales
F. B. PinkertonJorge de León
GoroFrancisco Vas
Prince YamadoriTomeu Bibiloni
SharplessÁngel Ódena
Der Bonze, Cio-Cio-Sans OnkelFernando Radó
ChorChor des Teatro Real
OrchesterOrchester des Teatro Real


MusikGiacomo Puccini
LibrettoGiuseppe Giacosa, Luigi Illica
Musikalische LeitungMarco Armiliato
InszenierungMario Gas
BühneEzio Frigerio
LichtVinicio Cheli
ChorleitungAndrés Máspero

Der amerikanische Navy-Offizier Pinkerton ist in Japan stationiert und beschließt die jugendliche Geisha Cio-Cio-san, auch Butterfly genannt, zu heiraten. Was die junge Braut nicht weiß: der junge Offizier sucht nur nach einer Vernunftehe. Sie verliebt sich Hals über Kopf und konvertiert gar zum Christentum, um eine bessere Ehefrau zu sein. Aber am Horizont braut sich ein Sturm zusammen: Bei der Hochzeitsfeier verflucht ein ungeladener Gast das Paar.

Pinkerton reist ab, und Cio-Cio-san bleibt allein zurück, um sein Kind auszutragen. Suzuki, ihre Dienerin, beharrt darauf, dass der Offizier niemals zurückkehren werde, aber Butterfly will das nicht glauben. Ihr Glaube bestätigt sich eines Tages, als Pinkertons Schiff tatsächlich in den Hafen einläuft.

Pinkerton hat allerdings eine amerikanische Ehefrau mitgebracht und erwartet, dass Butterfly ihm ihr Kind überlässt. Sie stimmt dem zu, aber nur, wenn er persönlich kommt, um sie zu treffen. Als er ankommt, kann er nur mehr feststellen, dass sie mit dem Schwert ihres Vaters rituellen Selbstmord begangen hat.

Die beliebteste Arie der Oper ist „Un bel di vedremo”, gesungen von Butterfly, als sie sich nach Pinkertons Rückkehr sehnt.

Giacomo Puccinis Oper Madama Butterfly, nach einem Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, illustriert durch die Nutzung tief gehender Ironie die kolonialen Tendenzen, die die Interaktionen der Japaner und Amerikaner am Beginn des 20. Jahrhunderts dominierten.

Der Regisseur Mario Gas setzt diese Geschichte in Madrid auf die Bühne des Teatro Real der 1930er Jahre, wo Sänger eine szenische Version filmen und dabei einen faszinierenden Meta-Schauplatz für die Oper erschaffen.

In Spanien ist Mario Gas hauptsächlich für sein filmisches Werk bekannt, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Er gewann einen Goya-Award als bester Nebendarsteller im Film Amic/Amat. Er war auch in anderen Gebieten tätig wie z.B. als Synchronsprecher (zum Beispiel für Schauspieler wie John Malkovich und Ben Kingsley). Er hat bei über 50 Theaterproduktionen Regie geführt, und seine Arbeit für das Theater hat ihm den angesehenen Premi Nacional de Teatre de Catalunya und den Premi Ciutat de Barcelona eingebracht.

Diese Butterfly hat also den Vorteil, dass ein Regisseur am Steuer sitzt, der Aktion und Reaktion in der Oper durch die Linse des Kinos sieht, sowohl buchstäblich in seiner einmaligen Wahl der Inszenierung als auch bildlich durch seine eigene Schauspiel- und Filmregieerfahrung. Seine eigene Erfahrung ist jedoch in der Oper verwurzelt.

“Für mich ist die Oper lebenswichtig und beinhaltet eine sehr starke emotionale Komponente. Mein Vater war ein Bass, der Oper und Zarzuela sang. Ich wurde in diese Welt hineingeboren und bin mit den Werken von Sorozábal aufgewachsen, also fühle ich, dass mir dieses Universum sehr nahe steht.”

Mario Gas, in einem Interview für El Mundo