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Monika Rittershaus / Dutch National Opera

Dutch National Opera and Ballet

Die Hochzeit des Figaro

Rückblick | Mozart

Diese Vorstellung ist nicht mehr als Video auf unserer Plattform verfügbar. Sie können aber weiterhin das zusätzliche Material der Produktion nutzen.

Ein Tag voller Verwirrung für Figaro und seine Familie. Eine unterhaltsame Nacht auf OperaVision.

Count AlmavivaStéphane Degout
Countess AlmavivaEleonora Buratto
SusannaChristiane Karg
FigaroAlex Esposito
CherubinoMarianne Crebassa
MarcellinaKatherine Goeldner
BartoloUmberto Chiummo
BasilioKrystian Adam
Don CurzioJeroen de Vaal
BarbarinaLouise Kemeny
AntonioMatteo Peirone
ChorChorus of the Dutch National Opera
OrchesterNetherlands Chamber Orchestra


MusikWolfgang Amadeus Mozart
LibrettoLorenzo da Ponte
Musikalische LeitungIvor Bolton
InszenierungDavid Bösch
BühnePatrick Bannwart
KostümeMeentje Nielsen
LichtOlaf Winter
DramatisationKlaus Bertisch

1. Akt; Es ist der Tag der Hochzeit von Figaro und Susanna, die Magd der Gräfin. Figaro, der Kammerdiener, beurteilt das Schlafzimmer, das ihm von seinem Dienstherrn angeboten wurde: es grenzt praktischerweise an den Zimmern des Grafen und der Gräfin an. Susanna weist darauf hin, dass das Zimmer immer noch praktischerweise naheliegt, wenn der Graf das „Droit de Seigneur”, ein feudales Gesetz, das dem lokalen Grafen erlaubt, die Braut zu entjungfern, zurückberuft. Ein Gesetz, das er erst kürzlich abschaffte. Figaro entscheidet sich seinen Meister zu überlisten (‘Se vuol ballare,’ If you want to dance, I’ll play the tune).

Figaro leiht sich Geld von Marcellina und verspricht ihr sie zu heiraten, wenn er es nicht schaffen sollte seine Schulden zu begleichen. Er erweckte den Zorn von Dr. Bartolo, den ehemaligen Pfleger der Gräfin, für seine helfende Rolle die Hochzeit des Grafens und der Gräfin zu Stande zu bringen. Zusätzlich bittet der junge Page Cherubino Susanna um Fürsprache beim Grafen, der ihn verworfen hat, nachdem man ihn alleine mit Antonios Tochter Barbarina erwischt hatte.

Plötzlich erscheint der Graf, der Verwirrung stiftet. Cherubino versteckt sich und hört die Annäherungsversuche des Grafens an Susanna. Der Graf wiederum versteckt sich und überhört Basilio, den Musiklehrer, der Unterstellungen über Cherubino und der Gräfin macht. Der Graf kommt zum Vorschein, entdeckt den unglücklichen Pagen und verweist ihn in seine Armee.

Der 2. Akt beginnt mit der weinenden Gräfin, die über den Grafen jammert, der sie nicht mehr liebt („Porgi amor“). Figaro verrät seinen Plan den Grafen zu überlisten: Er versandt ihm einen anonymen Brief, der besagt, dass die Gräfin einen Liebhaber besitzt. Susanna weist darauf hin, dass Marcellina immer noch die Schulden erlassen und man so die Hochzeit verhindern kann: ein zweiter Plan wird geschmiedet. Susanna stimmt einem Treffen mit dem Grafen in dem Garten zu, doch Cherubino wird als sie getarnt erscheinen. Figaro beauftragt seine Frau Cherubino angemessen zu kleiden.

Der Page turtelt mit den Frauen, indem er seine neueste Komposition („Voi che sapete“) vorsingt. Er war noch halbnackt, als der Graf ankam. Durch Figaros Brief ist er eifersüchtig und wütend. Cherubino, der sich im Kleiderschrank versteckt hat, stößt einen Stuhl um. Panisch gibt die Gräfin vor, dass das Geräusch von Susanna kommt, aber verweigert ihm die Tür zu öffnen. In der Zwischenzeit rettet Susanna Cherubino, der aus dem Fenster geflüchtet ist. Susanna sperrt sich selbst in den Kleiderschrank.

Die Gräfin versucht ihrem Ehemann zu erklären, warum sich Cherubino im Kleiderschrank befindet. Sie ist genauso überrascht wie der Graf, als Susanna zum Vorschein kommt. Die zwei Frauen täuschen vor, dass der Vorfall ein Trick war, um den Grafen davon zu überzeugen, seine Gemahlin besser zu behandelt. Sie gestehen, dass Figaro den Brief schrieb, der sich danach zu ihnen gesellt, ahnungslos von der Offenbarung der Frauen an den Grafen. Als Bartolo, Basilio und Marcellina gegen Figaro Klage, um ihn zur Heirat zwischen ihm und Marcellina zu zwingen, erheben, triumphiert der Graf.

Die Gräfin und Susanna eröffnen den dritten Akt mit einem Plan, um das amouröse Vorhaben des Grafens zu verhindern. Susanna stimmt einem Treffen am Abend im Garten mit dem Grafen zu, doch die Gräfin wird getarnt als ihre Magd hingehen.

Auf den Rat ihres Richters Don Curzio, bestand der Graf darauf, dass Figaro seine Schulden an Marcellina begleicht oder er sie auf der Stelle heiratet. Figaro wird zeitgerecht durch die Enthüllung seiner Verwandschaft zu Marcellina gerettet, denn er ist der verschollene Sohn von ihr und Bartolo. Alle, außer der Graf und Don Curzio umarmen sich vor Freude.

Endlich kann die Hochzeit von Figaro und Susanna gefeiert werden. Cherubino ist unmaskiert inmitten der Brautjungfern. Barbarina beschimpft den Grafen dafür, dass er Cherubino auf dem Schloss bleiben ließ. Susanna gibt dem Grafen den Brief der Gräfin, um dem späteren Treffen unter den Pinien zuzustimmen.

Alle warten im Garten: Der Graf und Figaro auf Susanna. Die Gräfin auf den Grafen. Bartolo und Basilio um die Wiederberufung des „Droit de Seigneur” zu bezeugen. Figaro schimpft Susanna für ihre Treuelosigkeit (“Aprite un po’quegli occhi”) während sie sich auf die Folgen ihres Plans freut („Deh vieni, non tardar“).

Cherubinos Anwesenheit ist vermutlich ein Disaster, jedoch erscheint der Graf und wirbt um „Susanna”, tatsächlich um seine Gemahlin. Der eifersüchtige Figaro wird mit Susanna konfrontiert, getarnt als Gräfin. Er erkennt seine Braut wieder, woraufhin sie sich versöhnen. Der Graf beobachtet die Beiden und glaubt seine Frau in den Armen seines Kammerdieners zu sehen. Er verurteilt sie. Die wahre Gräfin nimmt ihre Maske ab und vergibt ihrem Ehemann. Der Tag endet mit einer Feier.

„Das war bereits die Revolution”, soll Napoleonüber Beaumarchais‘ Komödie Die Hochzeit des Figaro (1778) geurteilt haben. Unverhohlen machte sich Beaumarchais über den Adel lustig und erhob das Bürgertum zum ehrenwerten Stand. Schnell landete das Stück auf dem Index. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – wagte es Mozart, das Stück als Oper buffa zu vertonen.

Le nozze di Figaro ist eine Fortsetzung des Barbiers von Sevilla, 1816 von Rossini in der gleichnamigen Oper verewigt. Graf Almaviva macht Susanna, der Zofe seiner Frau, Avancen, doch diese ist in seinen Diener Figaro verliebt. Der Graf und der alte Doktor Bartolo versuchen, Figaro in ein altes Heiratsversprechen zu zwingen. Die Gräfin hingegen hilft Susanna und Figaro, um sich an ihrem untreuen Gatten zu rächen.

Der deutsche Regisseur David Bösch hat sich an vielen deutschsprachigen Schauspiel- und Opernhäusern einen Namen gemacht. Er inszenierte unter anderem an der Oper Frankfurt, am Wiener Burgtheater und Die Meistersinger von Nürnberg an der Bayerischen Staatsoper. Mit Mozarts berühmter Opera buffa gab er sein Amsterdamer Regiedebut.

Bariton Stéphane Degout singt die Rolle des lüsternen Grafen, Eleonora Buratto ist als Gräfin Almaviva zu sehen. Die Rolle des Figaro singt mit Alex Esposito ein Mozartinterpret von Weltklasse. Christiane Karg gibt als Susanna ihr Debut an der Dutch National Opera. Das Niederländische Kammerorchester spielt unter der Leitung von Ivor Bolton.