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Nicolas Galani

RING AWARD 20/21 FINALE

Ab in den Ring: 25 Jahre RING AWARD

Der RING AWARD ist ein internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnenbild im Musiktheater, der im dreijährigen Rhythmus in Graz, Österreich, stattfindet. Er ist in drei Stufen organisiert und zeichnet sich durch szenische Aufführungen beim Finale aus. In den bisherigen neun Auflagen haben 1565 Teilnehmer*innen aus 53 Ländern teilgenommen.

Der RING AWARD ermöglicht und fördert die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Entwicklungen im Musiktheater. Er ermöglicht es jungen Künstler*innen, internationale Resonanz für ihre Vorstellungen von zeitgenössischem Musiktheater zu bekommen und bietet eine professionelle Plattform für die Planung und Realisierung konkreter Aufführungen.

Sprungbrett für junge Talente

Seit seinem ersten Wettbewerb im Jahr 1997 hat sich der RING AWARD als internationales Sprungbrett für junge Talente im Musiktheater etabliert. Zu den bekannten Preisträger*innen gehören David Hermann, Isabel Ostermann oder Tatjana Gürbaca. Die RING AWARD 08-Preisträger Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier eröffneten die Bayreuther Festspielsaison 2019 mit ihrer Neuproduktion von Tannhäuser. Im Sommer 2019 sorgten die RING AWARD 17-Gewinner Valentin Schwarz und Andrea Cozzi für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass sie für die Bayreuther Festspiele 2020 eine Neuinszenierung des Ring des Nibelungen erarbeiten werden. Diese Produktion wurde nun aufgrund von Covid-19 auf 2022 verschoben.

25 Jahre RING AWARD

Mit dem RING AWARD 20 feiert der Wettbewerb sein 25. Jubiläum. Der Grundstein für den RING AWARD wurde 1995 mit der Gründung des Wagnerforums Graz gelegt. Aus der Idee, junge Talente zu fördern, entstand ein Wettbewerb für Regie und Bühnenbild, der sich zum RING AWARD entwickelte und seit seinem Bestehen vom künstlerischen Leiter Heinz Weyringer geleitet wird.

RING AWARD 20

Eine Rekordzahl von 126 Teams mit 326 Teilnehmer*innen aus 32 Nationen sind dem Aufruf gefolgt und haben ihre Regie- und Bühnenbildkonzepte für die Wettbewerbsoper Don Giovanni im Herbst 2019 eingereicht. Die RING AWARD-Jury, bestehend aus renommierten Intendant*innen und Musiktheaterexpert*innen aus ganz Europa, reiste für die Runde 1 des Wettbewerbs im September 2019 nach Graz, um alle Einreichungen an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz zu beurteilen. Sie nominierten 9 Teams für das Semifinale.

Runde 2 des Wettbewerbs fand vom 9. bis 11. Januar 2020 statt. Die Teams hatten vom 9. bis 10. Januar Konzeptgespräche, Probeinszenierungen und Machbarkeitsprüfungen vor der Jury absolviert, sowie die multimedialen öffentlichen Konzeptpräsentationen vor Jury und Publikum am 11. Januar im Next Liberty Theater in Graz. Das Publikum konnte dabei neun detaillierte Bühnenbildmodelle mit Kostümskizzen für Don Giovanni aus der Nähe betrachten und den Teams Fragen zu ihren Konzepten stellen: ein Blick hinter die Kulissen der Entwicklung einer Opernproduktion. Die RING AWARD Jury nominierte schließlich drei Teams für die RUNDE 3.

OperaVision überträgt die Finalrunde und die Preisverleihung am 26. & 27. Juni 2021 live aus dem Schauspielhaus Graz in Österreich, das die gesamte Technik und Bühnenarbeit für alle drei Premieren in 24 Stunden bereitstellt.

Das Streaming des RING AWARD Finales wird unterstützt durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport der Republik Österreich.

PREISVERLEIHUNG

Der Hauptpreis „RING AWARD“, welcher ein Angebot der Oper Graz für eine Inszenierung einschließlich Bühnengestaltung auf einer ihrer Spielstätten beinhaltet ging an Team Anika Rutkofsky (DE) / Eleni Konstantatou (GR) / Johanna Danhauser (DE).
 
Aus der Jurybegründung:
„Dem Team gelingt es, eine aus dem Heute schöpfende, überraschende und zugleich in keinem Moment moralisierende Sichtweise des Don Giovanni zu etablieren und auf die Bühne zu bringen. Ihre durchaus feministische Abrechnung mit Don Giovanni ist in jedem Moment aus der Musik, aus dem Text und aus den Figuren heraus entwickelt, in einer sehr spielerischen und durchlässigen Weise, die auch viele Assoziationen und Fantasieräume öffnet. Wir möchten mehr davon sehen!“
 
Der Preis des Landes Steiermark ging an Team Krystian Lada (PL) / Didzis Jaunzems (LV) / Natalia Kitamikado (PL).
 
Und der Preis der Stadt Graz ging an Team Alicia Geugelin (DE) / Christin Schumann (DE) / Pia Preuß (DE) / Elise Schobeß (DE).
 
Neun zusätzliche Sonderpreise in Form von Inszenierungsangeboten inklusive Bühnengestaltung wurden von Opéra Orchestre National Montpellier, La Monnaie / De Munt, Theater an der Wien, Deutsche Oper Berlin und Staatstheater Cottbus vergeben.

Operavision Susanne Hassler

Das Don-Giovanni-Syndrom

 

Team Krystian Lada (PL)
Didzis Jaunzems (LV)
Natalia Kitamikado (PL)

 

Samstag 26. Juni 2021 um 11:30 CET

Operavision Susanne Hassler

Inside Don Giovanni

 

Alicia Geugelin (DE)
Christin Schumann (DE)
Pia Preuß (DE)
Elise Schobeß (DE)

 

Samstag 26. Juni 2021 um 16:30 CET

Operavision Susanne Hassler

Don Giovanni. Die Abrechnung

 

Anika Rutkofsky (DE)
Eleni Konstantatou (GR)
Johanna Danhauser (DE)

 

Sonntag 27. Juni 2021 um 10:30 CET