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Die Oper, ein Fest des Europäischen Kulturerbes

Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Die Europäischen Operntage im 2018, ein Fest des Europäischen Kulturerbes.

Unser Erbe: Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft.

2018 ist das Europäische Jahr des Kulturerbes – initiiert von der Europäischen Kommission. Für die EK ist das Kulturerbe „das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Kulturelle Organisationen in ganz Europa stellen sich der Herausforderung, ihre Kunst in den Kontext der europäischen Identität einzubinden.

Opera Europa stellt als Dachverband für europäische Opernhäuser und Opernfestivals, diesen Aspekt in den Mittelpunkt der diesjährigen Europäischen Operntage. Jedes Jahr um den 9. Mai (Europatag), öffnen die Mitglieder die Türen ihrer Opernhäuser für kostenlose Veranstaltungen und interaktive Angebote.

Was bedeutet Kulturerbe für die Oper? Bei der ersten weltweiten Versammlung von Opernfachleuten – das World Opera Forum im April 2018 im Teatro Real in Madrid – erörterte eine vielfältige Gruppe aus Künstlern, Komponisten, Opernmanagern und öffentlichen Verwaltungsbediensteten dieses Thema und andere Kernfragen zur weltweiten Oper.

Dieser Artikel beschäftigt sich damit, inwiefern die Oper ihrer Tradition treu bleiben und in welchem Maße Sie sich den modernen Anforderungen anpassen sollte.

Ist das Opernerbe eine Bürde?

Anders als das Theater und das Kino, wird die Oper nicht so oft mit dem was aktuell und neu ist assoziiert. Es ist häufig die Rede von „musealer Kunst“, im Sinne von etwas sicher Aufbewahrtem, welches hinter dickem Glas vor unbefugtem Eingriff beschützt ist. Diejenigen, die an der Oper beteiligt sind – sowohl die Opernschaffenden, Opernförderer, und selbst das Opernpublikum – beschäftigen sich mit folgender Frage: Wird der Reichtum und die Bedeutung dieses Erbes die Oper zerstören?

 

Einige Teilnehmer des World Opera Forums teilen mit uns ihre Sicht bezüglich dieser Kernfragen. Sollte die Branche dem Rat von Michel Mori folgen und sich etwas mehr auf die Oper und weniger auf die Opernhäuser konzentrieren?

Kann ein neuer Denkansatz die Oper wiederbeleben?

Eng verbunden mit dem Thema „das Alte neu zu erfinden“ ist das Thema „Neues zu erschaffen“. Abgesehen von einigen wenigen glücklichen Ausnahmen, sind neue Opern sehr selten Kassenerfolge oder etwa lange vor der Premiere von dem Publikum herbeigesehnt, wie es bei neuen Filmen oder neuen Theaterstücken der Fall ist. Aber könnte selbst der neuartigste Ansatz Werke aus der Vergangenheit jemals für die unterschiedlichen Gemeinschaften einer weltumspannenden Gesellschaft interessant werden lassen? Was kann selbst der ideenreichste Regisseur tun, um ein Meisterstück wie Madama Butterfly dem modernen asiatischen Publikum schmackhaft zu machen; es ist eine Geschichte, die eine andere Gesellschaft und eine andere Zeit widerspiegelt. Ist es ausreichend, auf die universelle Macht guter Musik zu vertrauen – wie Puccini sie schreiben könnte – um das Herz der Oper am Schlagen zu halten?

 

Hier prüfen Künstler und Verantwortliche Wege, neue Werke in den Vordergrund der Opernlandschaft zu rücken. Für viele ist der Schlüssel dazu, die Fähigkeit der Oper Geschichten zu erzählen; Geschichten zu erzählen, die dem heutigen Menschen wichtig sind.

Eng verbunden mit dem Thema „das Alte neu zu erfinden“ ist das Thema „Neues zu erschaffen“. Abgesehen von einigen wenigen glücklichen Ausnahmen, sind neue Opern sehr selten Kassenerfolge oder etwa lange vor der Premiere von dem Publikum herbeigesehnt, wie es bei neuen Filmen oder neuen Theaterstücken der Fall ist. Aber könnte selbst der neuartigste Ansatz Werke aus der Vergangenheit jemals für die unterschiedlichen Gemeinschaften einer weltumspannenden Gesellschaft interessant werden lassen? Was kann selbst der ideenreichste Regisseur tun, um ein Meisterstück wie Madama Butterfly dem modernen asiatischen Publikum schmackhaft zu machen; es ist eine Geschichte, die eine andere Gesellschaft und eine andere Zeit widerspiegelt. Ist es ausreichend, auf die universelle Macht guter Musik zu vertrauen – wie Puccini sie schreiben könnte – um das Herz der Oper am Schlagen zu halten?

 

Hier prüfen Künstler und Verantwortliche Wege, neue Werke in den Vordergrund der Opernlandschaft zu rücken. Für viele ist der Schlüssel dazu, die Fähigkeit der Oper Geschichten zu erzählen; Geschichten zu erzählen, die dem heutigen Menschen wichtig sind.

Kann die Oper die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts widerspiegeln?

Die Oper muss „das Alte und das Neue“ angemessen berücksichtigen. Dieser Prozess ist aber untrennbar mit der Fragestellung einer Vielfältigkeit verbunden. Wie kann die Oper ihre Gesellschaft reflektieren, wenn sie nur einen sehr begrenzten Teil (Kulturschaffende und Rezipienten) repräsentiert.

Im Folgenden lesen Sie einige „Postkarten“ oder vielleicht sogar „Prophezeiungen“ aus der ganzen Welt für einen vielfältigeren Opernsektor: es gibt Schnapsschüsse aus der post-Apartheid in Südafrika, wo Häuser wie die Cape Town Opera nur die besten Sänger die sie finden können engagieren; St Louis USA, wo neue Ansätze der Schlüssel zur Publikumsgewinnung ist; Birmingham England, wo ein sehr bekannter Regisseur die fundamentale Auswirkung, die Vielfältigkeit auf die Oper hat, versteht.

Werden die Menschen 2080 vielleicht sagen, dass die Welt Opern Gesellschaft 2018 so schien, als würde sie aufwachen und sich wachrütteln um an der Vielfältigkeit zu arbeiten?

Wie sollten wir den Wert der Oper geltend machen?  

Wie kann sich die Oper in dieser lauten Welt Gehör verschaffen? Ist die wichtigste Fähigkeit der Oper, den Menschen emotional zu berühren oder sollten wir als Hauptargument der Oper ihre einzigartige Synthese verschiedener Künste nutzen.

 

Was sind die effektivsten Mittel, um Argumente für die Oper zu finden? Sicherlich spielen die modernen Technologien eine wichtige Rolle; die Oper kann über digitale Kanäle mit mehr Menschen geteilt werden. Bei Fürsprache geht es ebenfalls um Konversation; Opernhäuser müssen versuchen die ortsansässigen Bürger in diesen Meinungsaustausch mit einzubinden.

 

Welche Initiative wurde nicht von einer hochkarätigen Figur unterstützt? Entsprechend schließt Dame Kiri Te Kawana mit der Challenge für den Opernsektor ab, intensiver daran zu arbeiten, das örtliche Publikum und insbesondere junge Leute zu erreichen.

Schauen Sie sich den ganzen Dokumentarfilm an

World Opera Forum - Global Answers to Opera's Future