La gazza ladra
Rossini in Wildbad

La gazza ladra

Rossini
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Streamed am Streamed bis Aufnahme vom
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Italienisch
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Italienisch
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Ninetta, ein junges Dienstmädchen, wird zu Unrecht beschuldigt, Silber von ihrem Arbeitgeber gestohlen zu haben, während sie sich insgeheim danach sehnt, ihren Geliebten Giannetto zu heiraten. Während sich die Beweise gegen sie häufen, bringen persönliche Rivalitäten, Missverständnisse und das Auftauchen einer schelmischen Elster die jungen Liebenden und ihre Familien in Konflikt. Kann die Wahrheit über den Diebstahl ans Licht kommen, bevor Ninettas Schicksal besiegelt ist?

Rossini ist dafür bekannt, seine Opern schnell zu schreiben, und La gazza ladra bildet da keine Ausnahme. Er komponierte die Musik für diese Semiseria-Oper komplett von Grund auf und in rasantem Tempo. Eine Biografie aus dem 19. Jahrhundert behauptet, der Dirigent der Uraufführung habe den Komponisten am Tag vor der Premiere in einem Raum ganz oben in der Scala eingeschlossen und ihm befohlen, die noch unvollendete Ouvertüre der Oper fertigzustellen. Berühmt ist der Einsatz von Trommelwirbeln in der Ouvertüre: das Schnarren und die damit verbundenen Motive erinnert hier jedoch weniger an die Elster, sondern an ein Gerichtsverfahren. Die Inszenierung von Rossini in Wildbad im Sommer 2026 bringt die weitgehend unbekannte neapolitanische Fassung mit drei alternativen Arien auf die Bühne. Die Regie führt Jochen Schönleber, die musikalische Leitung hat José Miguel Pérez-Sierra.

Besetzung

Fabrizio Vingradito
Matteo Torcaso
Lucia
Gaja Vittoria Pellizzari
Giannetto
Patrick Kabongo
Ninetta
Claudia Muschio
Fernando Villabella
Emmanuel Franco
Gottardo
Nathanaël Tavernier
Cecchino / Pippo
Francesca Di Sauro
Isacco / Il pretore
Davide Zaccherini
Antonio
Timoteo Bene Junior
Giorgio
Giovanni Accardi
Fortepiano
Andrés Jesús Gallucci
Orchester
Philharmonisches Orchester Krakau
Chor
Philharmonischer Chor Krakau
Musik
Gioachino Rossini
Text
Giovanni Gherardini
Musikalische Leitung
José Miguel Pérez-Sierra
Regie
Jochen Schönleber
Bühne
Jochen Schönleber
Lars Werneke
Kostüme
Katarzyna Coufal
Licht
Marcel Hahn

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Trailer

Sneak Peek: La gazza ladra

Eine schelmische Elster und eine Magd, die fälschlicherweise des Diebstahls beschuldigt wird.

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Hinter den Kulissen

Eine Herausforderung für das Herz

Lernen Sie die jungen Sängerinnen und Sänger der Akademie BelCanto in Bad Wildbad kennen: Davide Zaccherini (Tenor), Giovanni Accardi (Bariton), Timóteo Bene Júnior (Tenor) und Gaja Vittoria Pellizzari (Mezzosopran) bereiten sich auf ihren Auftritt vor.

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HANDLUNG

1. Akt

Auf dem Gut des Fabrizio Vingradito in einem Dorf bei Paris wird ein Festmahl für den aus dem Krieg zurückkehrenden Sohn Giannetto vorbereitet. Eine Elster neckt den Diener Pippo*. Fabrizio und seine Frau Lucia streiten darüber, wer Giannetto verheiraten darf: Die Elster krächzt zur Freude Fabrizios und zum Ärger Lucias den Namen der Magd „Ninetta“. Als sich die Dienerschaft entfernt, beklagt Lucia den Verlust einer silbernen Gabel, den sie auf Ninettas Unachtsamkeit zurückführt.

Derweil kehrt Ninetta in freudiger Erwartung Giannettos vom Erdbeerpflücken zurück. Als Giannetto endlich kommt, schließt er Ninetta in die Arme. Dann beginnt das Fest mit einem Trinklied Pippos. Nachdem die Dorfbewohner und die Familie Vingradito fortgegangen sind, prüft Ninetta sorgfältig das Besteck. Da nähert sich ein zerlumpter Soldat: Es ist Ninettas Vater, Fernando Villabella, der sich nach wirtschaftlichen Rückschlägen beim Militär verpflichtet hat. Nach einem gestrigen gewalttätigen Streit mit einem Vorgesetzten über einen Urlaubstag, um seine Tochter zu besuchen, wurde er zum Tode verurteilt und ist desertiert. Der Bürgermeister (Podestà) bereitet sich für ein „zufälliges“ Rendezvous mit Ninetta vor. Als er im Haus auftaucht, stellt sich Fernando auf Ninettas Bitte als erschöpfter Wanderer schlafend. Der Podestà wird zudringlich, da kommt sein Diener Giorgio und überbringt einen Brief. Während der Podestà angeblich ohne Erfolg den Brief zu lesen versucht, weil er seine Brille vergessen hat, übergibt Fernando der Tochter heimlich den Rest seines Vermögesn, einen silbernen Löffel und eine Gabel, um sie zu verkaufen und das Geld für seine Flucht in einem Baum zu verstecken. Der Podestà lässt Ninetta den Brief vorlesen und weidet sich an ihrer Verunsicherung. 

Zu ihrem Entsetzen bemerkt sie, dass es der Steckbrief für ihren Vater ist. Schnell ändert sie die Beschreibung des Gesuchten, damit kein Verdacht auf Fernando fallen kann. Während ein heftiger Streit zwischen dem zudringlichen Podestà, Ninetta und Fernando ausbricht, stiehlt die Elster unbemerkt einen Löffel und fliegt davon. Wütend verlässt der Podestà die Szene. Ninetta schickt Pippo weg und verkauft das Besteck des Vaters an den Krämer Isacco, den Pippo nicht leiden kann. Der Podestà hat die Eltern und Giannetto getroffen und kehrt nun zurück, um sich an Ninetta zu rächen. Noch bevor Ninetta das Geld fortschaffen kann, bemerkt Lucia den Verlust des Löffels. Der Podestà macht aus dem Verlust einen „Fall“ und fragt nach Verdächtigen. Die Elster ruft Ninettas Namen, was Anlass genug ist, die so Beschuldigte mit Unterstützung von Lucia zu verhören, ungeachtet des Protests von Fabrizio und seinem Sohn. Zum Entsetzen aller weist der Podestà darauf hin, dass das Gesetz den Diebstahl durch Hausangestellte mit dem Tod bestraft. Als sich herausstellt, dass Ninetta die Tochter des steckbrieflich gesuchten Fernando ist, aus ihrer Tasche Geld fällt und der herbeigerufene Isacco erklärt, dass sie ihm silbernes Besteck mit dem Monogramm FV verkauft habe, scheint die Indizienkette trotz aller Unschuldsbeteuerungen Ninettas geschlossen. Der Podestà lässt die Dienerin ins Gefängnis werfen.

2. Akt

Verzweifelt bittet Ninetta den Kerkermeister Antonio, Pippo kommen zu lassen. Da klopft Giannetto an die Tür. Antonio lässt ihn zögernd herein und Giannetto versichert Ninetta, die erneut ihre Unschuld beteuert, seiner Liebe, nachdem er ihr zunächst Vorwürfe gemacht hat. Der Podestà nähert sich und Antonio drängt Giannetto zu gehen.

Der Podestà versucht, Ninettas Not auszunutzen. Sie weigert sich, ihm zu Willen zu sein und will vollständige Rehabilitierung. Er wird von den Dorfleuten zum Prozess gerufen. Pippo erscheint und Ninetta bittet ihn, ihr Geld zu leihen, damit er es heimlich in dem verabredeten Versteck hinterlegt. Sie will ihm ihr kostbarstes Stück, eine Kette mit einem Kreuz, schenken.

Lucia räsoniert über die Schuld Ninettas, ihr nützt der Fall. Fernando erfährt von Lucia, dass seine Tochter des Diebstahls bezichtigt wird; er ist bereit sich zu stellen, um sie zu retten.

Der Präfekt und die Richter verkünden feierlich die Unerbittlichkeit der Justiz. Nach der geheimen Abstimmung der Geschworenen verliest der Präfekt das einstimmige Todesurteil. Giannettos Aufbegehren hilft ebenso wenig wie das Hereinplatzen Fernandos, der vom Podestà sogleich als der gesuchte Deserteur erkannt und ebenfalls eingesperrt wird.

Pippo zählt seine verbleibende Barschaft, als plötzlich die Elster erscheint, ihm eine Münze wegschnappt und auf einen Glockenturm fliegt.

Ninetta wird von den Dorfbewohnern in einem Trauerzug zur Hinrichtung begleitet. Pippo und Antonio sind unterdessen der Elster nachgestiegen und finden in ihrem Nest nicht nur die Münze, sondern auch das vermeintlich gestohlene Silberbesteck. Mit der Sturmglocke verkünden sie Ninettas Unschuld. Alle eilen herbei. Vom Richtplatz hört man Schüsse und der Podestà sowie Lucia brechen reuevoll zusammen.

Doch der Lärm stellt sich als Freudensalve für die freigelassene Ninetta heraus. Lucia vereinigt das Brautpaar und bittet um Verzeihung. Fernando hat inzwischen die Begnadigung des Königs erhalten, die ihm sein Freund Ernesto überbrachte. Alle, außer dem Podestà, jubilieren über die glückliche Wendung des Schicksals.

*In der Fassung von Neapel (1819/20) sind die Rollen von Pippo und Cecco bis zu Pippos Cavatina (Nr. 5) getrennt, nach der Cecco verschwindet. Diese Aufteilung diente lediglich dazu, die Arie zu einer echten Cavatina zu machen, ist jedoch dramaturgisch nicht sinnvoll. Daher wurde sie neben einiger kleineren Rollen, die sich mit anderen zusammenlegen ließen, in der Wildbad-Fassung gestrichen.