Eine Großstadtlegende besagt, dass eines Nachts Kinder ohne ihren Eltern Bescheid zu geben aus ihren Häusern verschwanden – auf in ein Abenteuer, von dem nur sie selbst wussten. In ihren Taschen Verpflegung, Kostüme und Melodien. Auf ihrer Reise erzählten sie einander eine Geschichte, in der sie selbst durch Musik zu Held:innen werden – eine Entdeckungsreise, die in dieser Produktion zu einer musikalischen Erzählung gesponnen wird.
Geoffroy Jourdain und Benjamin Lazar haben für die jungen Künstler:innen der Opéra-Comique in Paris im Alter von 12 bis 23 eine farbenfrohe Show komponiert, die vom Geist der „musikalischen Fabel” der frühen Operngeschichte wie von Paraden und Volksfesten durchzogen ist. Die jungen Darstellenden hätten keine besseren Führer durch das Barock-Repertoire haben können, welches so viele intime Beziehungen zwischen Poesie und Musik, Tanz und Lied anregt. Auf ihrem Abenteuer reisen sie durch die Zeit und stoßen auch auf moderne und zeitgenössische Musik, die ihre mysteriöse Mission begleiten.
Besetzung
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Chor
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Maîtrise Populaire de l'Opéra Comique
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Orchester
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Les Cris de Paris
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Regie
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Benjamin Lazar
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Musikalische Leitung
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Geoffroy Jourdain
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Choreografie
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Gudrun Skamletz
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Künstlerische Zusammenarbeit
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Elizabeth Calleo
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Bühne und Kostüme
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Adeline Caron
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Licht
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Christophe Naillet
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Musikalische Assistenz
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Guillemette Daboval
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Regieassistenz
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Michel Abdallah
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Kostümassistenz
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Adelaïde Gosselin
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Leitung Musikalische Einstudierung
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Katia Weimann
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Chorleitung
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Clara Brenier
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Rollenstudium
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Dorothée Voisine
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Filmproduktion
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Camera lucida productions
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Videos
Handlung
1. Szene
Der Traum von der Probe
Eine Probe der Maîtrise Populaire steht kurz bevor. Die Schulkinder bereiten sich vor und unterhalten sich. Eine von ihnen erzählt, wie sie einmal einen Oktopus am Strand aufsammelte und ihn die Toilette hinunterspülen musste, damit er wieder ins Meer zurückfinden konnte. Eine andere macht sich Gedanken über ein Lied, das sie nicht gelernt hat. Die Atmosphäre um sie herum wird unbequem. Ein Weckruf der Maîtrisienne macht dem Mädchen klar, dass die beunruhigende Probe nur ein Traum war. Sie vertraut ihrem Tagebuch an, dass sie ein Notizbuch mit wertvollen Erinnerungen verloren hat.
2. Szene
Die außergewöhnliche Versammlung
In den Schatten erscheint ein Wesen, halb Mensch, halb Vogel, dem sogleich ein Vogelschwarm und eine Kohorte von Magier:innen folgt. In dieser außergewöhnlichen Versammlung diskutieren die Wesen über das, was ihre zwei Welten – die des Sichtbaren und des Unsichtbaren – miteinander verbindet. Das Vogelwesen stellt der Runde die Maîtrisienne vor und erzählt, wie sie ihn einst rettete, als er als Küken aus dem Nest gefallen war. Zur Belohnung wollen die Vögel und die Magier:innen dem jungen Mädchen helfen, ihr verloren gegangenes Notizbuch wiederzufinden – einer der Vögel hat es in einem undurchdringlichen Wald gesehen! Der Obermagier beschließt, es mit der Kraft seiner Gedanken aus der Ferne zu lesen.
3. Szene
Der Wald des Langen Wartens
In dem Notizbuch steht eine Geschichte über einen Hof, an dem ein nie endendes Fest stattfindet. Dort treffen ein Prinz und eine Prinzessin aufeinander und verlieben sich. Doch ein eifersüchtiger Edelmann gibt dem Paar ein Gift zu trinken, wodurch sie an ihrer Liebe zu zweifeln beginnen. Der Prinz und die Prinzessin verirren sich im Wald des Langen Wartens. Die Maîtrisienne hat die gesamte Geschichte angehört, will ihnen helfen und wird selbst zu einer Figur in dem Märchen. Sobald sie den Wald betritt, trifft sie Wesen, halb Mensch, halb Tier, die sie einladen, ihnen zu folgen.
4. Szene
Der Schläfrige Ritter
Der “Schläfrige Ritter” erscheint mit seinem Gefolge. Weder wissen sie, ihn aufzuwecken, noch, in welche Richtung er gehen möchte. Die Maîtrisienne schlägt vor, etwas über Liebe zu erzählen, um eine Reaktion auszulösen. Der Prinz erscheint und singt ein melancholisches Lied, das in der Ritterrunde und den Tieren Liebeserinnerungen auslöst. Als der Ritter nicht erwacht, beschließen die Maîtrisienne und die gesamte Runde, ihm in den Schlaf zu folgen. Die schlafenden Figuren werden von den Allegorien des Traums und des Albtraums besucht.
5. Szene
Das Meer, das Monster und der Freudentanz
Der Schläfrige Ritter ist erwacht und will das Meer sehen. Die Vögel helfen der Maîtrisienne, die Runde aufzuwecken. Alle brechen Richtung Küste auf. Aus den dunklen Wellen erhebt sich ein Monster. Kurz bevor der Ritter es erschlagen kann, tritt eine der Figuren dazwischen. Es ist die Jugendliche, die in dem Monster den Oktopus erkennt, den sie einst gerettet hatte. Der Oktopus erkennt auch das Mädchen. Die Runde verfällt in Freude über die glückliche Wendung. Die Maîtrisienne hat zwar ihr Notizbuch nicht wiedergefunden, konnte aber eine andere Geschichte erfinden: die große Erzählung.
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