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Tom Randle

Welsh National Opera

Le Vin herbé

Sanfte Anteilnahme statt Liebesrausch.

Rückblick | Martin

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Isoldes MutterCatherine Wyn-Rogers
Isolde, Prinzessin von IrlandCaitlin Hulcup
Brangäne, ihre GefährtinRosie Hay
Marke, König von CornwalllHoward Kirk
Tristan, sein NeffeTom Randle
Herzog Hoël, ein bretonischer EdlerStephen Wells
Kaherdin, sein SohnGareth Dafydd Morris
Isolde Weißhand, seine TochterSian Meinir
ChorWelsh National Opera Chorus
OrchesterWelsh National Opera Orchestra


MusikFrank Martin
LibrettoFrank Martin
Musikalische LeitungJames Southall
InszenierungPolly Graham
BühneApril Dalton
KostümeApril Dalton
LichtTim Mitchell
ChoreografieJo Fong
ChorleitungStephen Harris

Sanfte Anteilnahme statt Liebesrausch: Frank Martins Le vin herbé deutet die Legende von Tristan und Isolde neu, weitab vom Wagner-Pathos. Tom Randle und Caitlin Hulcup singen die unglücklich Liebenden in der Neuinszenierung der Welsh National Opera.

Der Zaubertrank wird zu Segen und Fluch für zwei junge Menschen. Tristan soll die irische Prinzessin Isolde als Braut für seinen königlichen Onkel Marke nach Cornwall bringen und ein mit Kräutern versetzter Wein soll die arrangierte Ehe unter einen guten Stern stellen. Doch Isoldes Zofe Brangäne reicht den Minnetrank ihrer Herrin und dem kornischen Ritter. Die beiden Liebenden können nicht mehr voneinander lassen, auch wenn ihre Liebe Verrat an der Krone bedeutet.

Tristan und Isolde gehört zu den bekanntesten Legenden des europäischen Mittelalters. Richard Wagner schuf auf der Grundlage des Romans von Gottfried von Straßburg eine seiner wegweisendsten Opern.

Frank Martins „weltliches Oratorium“ Le vin herbé, uraufgeführt 1941 in Zürich, hat außer der literarischen Quelle wenig mit der Wagneroper gemein. Wo Wagners Symphonieorchester aus den Vollen schöpft, erklingen bei Martin nur sieben Streicher und ein Klavier. Martins Musik ist inspiriert von früher polyphoner Kirchenmusik, Debussys Pelléas und Mélisande und Schönbergs Zwölftontechnik. Das Geschehen erzählt ein attischer Chor.

Polly Graham feiert mit ihrer Inszenierung von Le vin herbé an der Welsh National Opera sowohl bei Kritik als auch bei Zuschauern Erfolge. Das achtköpfige Musikensemble unter der Leitung von James Southall findet auf der Bühne Platz. Als Tristan und Isolde führen Tom Randle und Caitlin Hulcup ein Ensemble von mehr als 40 Sängern an.