Im puritanischen England zur Zeit des Englischen Bürgerkriegs liebt Elvira den Royalisten Arturo, obwohl ihre Familien und politischen Überzeugungen in erbittertem Konflikt stehen. An ihrem Hochzeitstag stürzen eine Verwechslung und Arturos Versuch, einer mysteriösen Frau zu helfen, Elvira in die Verzweiflung. Arturo ist gezwungen zu fliehen und wird von den Puritanern verfolgt. Können Elvira und Arturo die politischen Unruhen, den Verrat und den Herzschmerz überwinden, die sie auseinandergerissen haben?
Auch wenn die Handlung von I Puritani relativ schlicht scheint – ein Liebesdreieck über politische Grenzen hinweg –, ist Bellinis Musik von erhabener Raffinesse. Jede menschliche Handlung, jeder Konflikt, jedes Übel wird aufgegriffen und in lange, himmlische Melodien verwandelt, die die Zeit stillstehen lassen und die seit 1835 eine hypnotische Wirkung auf das Publikum ausüben. Bellini letzte Oper – vor seinem frühen Tod im Alter von nur 33 Jahren – ist vielleicht die eleganteste in ihrer Instrumentierung und die vielfältigste in ihren Charakteren: „Die fröhlichen, die traurigen, die kraftvollen Stücke – alles wurde mit Applaus bedacht“, schrieb Bellini an seinen Freund Francesco Florimo am Tag nach der Uraufführung am Théâtre-Italien in Paris. Die neue Inszenierung des Teatro Regio Torino steht unter der musikalischen Leitung von Francesco Lanzillotta mit einer hervorragenden Besetzung, darunter John Osborn, Gilda Fiume und Simone Del Savio. Pierre-Emmanuel Rousseaus Inszenierung ist in einem von Klassizismus und Neoromantik inspirierten Raum angesiedelt.
BESETZUNG
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Elvira
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Gilda Fiume
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Lord Arturo Talbo
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John Osborn
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Sir Giorgio Valton
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Nicola Ulivieri
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Sir Riccardo Forth
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Simone Del Savio
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Lord Gualtiero Valton
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Andrea Pellegrini
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Enrichetta
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Chiara Tirotta
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Sir Bruno Roberton
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Saverio Fiore
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Orchester
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Orchester des Teatro Regio Torino
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Chor
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Chor des Teatro Regio Torino
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Musik
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Vincenzo Bellini
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Text
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Carlo Pepoli
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Musikalische Leitung
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Francesco Lanzillotta
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Regie
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Pierre-Emmanuel Rousseau
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Bühne und Kostüme
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Pierre-Emmanuel Rousseau
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Choreografie
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Carlo D'Abramo
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Licht
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Gilles Gentner
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Regieassistenz
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Achille Jourdain
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Assistenz Bühnenbild
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Guillemine Burin des Roziers
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Chorleitung
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Gea Garatti Ansini
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HANDLUNG
I. Akt
Eine Festung in der Nähe von Plymouth im 17. Jahrhundert. Die Vorbereitungen für die Hochzeit von Elvira, der Tochter des puritanischen Gouverneurs Gualtiero Valton, mit Sir Arturo Talbo, einem Anhänger der Stuarts, sind in vollem Gange. Riccardo Forth ist untröstlich: Valton hatte einst seiner Heirat mit Elvira zugestimmt, entschied sich später jedoch, sich nicht gegen den Willen seiner Tochter zu stellen, die sich in Arturo verliebt hatte.
Elviras Gemächer. Elvira vertraut sich ihrem Onkel Giorgio an: Sie könne keinen Mann heiraten, den sie nicht liebe. Giorgio beruhigt sie – ihr Bräutigam werde Arturo sein.
Die Waffenkammer. Valton überreicht Arturo einen Freipass, der es ihm und Elvira ermöglicht, die Burg zu verlassen und zur Kirche zu gehen, um dort zu heiraten. Valton selbst wird nicht mitkommen, da er eine unbekannte Dame zum Parlament begleiten muss, die in diesem Moment hereingebracht wird. Im Geheimen erklärt Giorgio Arturo, dass der Verdacht bestehe, sie sei eine Spionin der Stuarts. Als Arturo mit der Dame allein ist, erfährt er ihre Identität: Sie ist Enrichetta, Witwe von Karl I. aus dem Haus Stuart und Tochter von Heinrich IV. von Frankreich. Als Arturo erkennt, dass ihr Schicksal besiegelt ist, beschließt er, ihr bei der Flucht zu helfen.
Elvira tritt ein, und Enrichetta hilft ihr, den Brautschleier anzuprobieren – dann setzt sie ihn sich selbst auf, damit Elvira ihn bewundern kann. Elvira tritt beiseite, und Arturo sagt Enrichetta, sie solle den Schleier behalten – verkleidet und mit dem Freipass werde sie mit ihm aus der Burg fliehen können. Als sie gerade gehen wollen, hält Riccardo sie auf. In dem Trubel verliert Enrichetta den Schleier. Als Riccardo erkennt, dass die verschleierte Frau nicht Elvira ist, beschließt er, seinen Rivalen mit einer anderen Frau entkommen zu lassen. Sobald sie gegangen sind, schlägt er Alarm. Elvira, die glaubt, von Arturo betrogen worden zu sein, zeigt erste Anzeichen von Wahnsinn.
II. Akt
Ein Saal im Schloss. Riccardo verkündet, dass das Parlament den Verräter Arturo zum Tode verurteilt habe. Da erscheint Elvira: Sie ist sichtlich außer sich, erkennt ihren Onkel nicht und spricht Riccardo an, als sei er Arturo. Erschöpft zieht sie sich in ihre Gemächer zurück. Giorgio weiß, dass Riccardo Arturo bei der Flucht geholfen hat, und nutzt dies, um ihn zu überreden, seinen Rivalen um Elviras willen zu verschonen. Die beiden schließen eine Vereinbarung: Arturo wird verschont, doch sollte er bei der bevorstehenden Schlacht auf dem Schlachtfeld unter den Truppen der Stuarts erscheinen, werden sie beide im Zweikampf gegen ihn antreten.
III. Akt
Ein Garten in der Nähe von Elviras Haus. Arturo ist es gelungen, den Wachen zu entkommen und das Haus seiner Geliebten zu erreichen. Von einem Balkon aus singt Elvira das Lied, das Arturo ihr einst gewidmet hatte. Als sie hört, wie er mitsingt, eilt sie hinunter in den Garten, um ihn zu treffen. Arturo erklärt ihr schließlich, dass er nur so getan habe, als würde er sie verlassen, um Enrichetta zu retten. Plötzlich tauchen Riccardo, Giorgio und die Soldaten auf und erwischen die jungen Liebenden. Riccardo verkündet Arturos Todesurteil. Überwältigt kommt Elvira wieder zur Vernunft und erklärt, sie wolle mit ihrem Geliebten sterben. In diesem Moment trifft ein Herold ein: Der nun siegreiche Cromwell hat eine Amnestie für die Besiegten verkündet. Inmitten allgemeiner Freude können sich die beiden Liebenden endlich in die Arme fallen.
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