L'equivoco Stravagante
Wexford Festival Opera

L’equivoco stravagante

Rossini
Verfügbar in
Streamed am Streamed bis Aufnahme vom
Gesungen auf
Italienisch
Untertitel auf
Italienisch
Englisch

A young woman (Ernestina), defying her father (Gamberotto), avoids an unwanted marriage with a rich but stupid suitor (Buralicchio) by spreading the rumour that she is a castrato in disguise, a deserter from the army. When the credulous Buralicchio reports 'the deserter', Ernestina is bundled off to prison, from which (disguised as a soldier) she escapes. Will the truth find its way out and love prevail?

A sparkling farce of absurd misunderstandings, youthful wit, rapid-fire ensembles and comic excess, L’equivoco stravagante was Rossini’s first large-scale opera. It vanished from the repertoire after falling foul of the censor due to its subversive libretto. Wexford Festival Opera was one of the first companies to present it in 1968. The title means something like ‘The Bizarre Misunderstanding’ and premiered in Bologna in 1811, when the young composer was still only 19 years of age. For the Festival’s 2026 production, Max Hoehn directs and Riccardo Bisatti conducts, both making their Wexford debuts, in what promises to be a masterclass in Rossini’s signature buffo (comic) style.

BESETZUNG

Ernestina
Maria Barakova
Gamberotto
Stefan Astakhov
Buralicchio
Gurgen Baveyan
Ermanno
Sebastian Mach
Rosalia
Kelli-Ann Masterson
Frontino
Carlos Natale
Orchester
Wexford Festival Opera Orchestra
Chor
Wexford Festival Opera Chorus
Musik
Gioachino Rossini
Text
Gaetano Gasbarri
Musikalische Leitung
Riccardo Bisatti
Regie
Max Hoehn
Bühne
Darko Petrovic
Kostüme
Massimo Carlotto
Regieassistenz
Sarah Crisp
Licht
Daniele Naldi
Korrepetition
Giorgio D'Alonzo
Rebecca Warren

HANDLUNG

1. Akt

Die Handlung spielt in und vor dem Haus von Gamberotto, einem neureichen Bauern, und seiner schönen, literarisch interessierten Tochter Ernestina, die er verheiraten möchte. Er hat bereits einen Kandidaten für sie arrangiert: Buralicchio. Sie ahnt jedoch noch nicht, dass Ermanno, ein mittelloser junger Mann, in sie verliebt ist. Er hält sich schon seit einiger Zeit in der Nähe ihres Hauses auf, in der Hoffnung, ihr zu begegnen. Um sie für sich zu gewinnen, setzt  er auf die Unterstützung von Gamberottos Dienern Rosalia und Frontino.

Wir treffen Ernestina zunächst in ihrer Bibliothek, wo sie gemeinsam mit einer Gruppe literarisch gebildeter Herren studiert. Sie hat das Gefühl, dass ihrem Leben etwas fehlt; manchmal fühlt sie sich wie in Flammen stehend und spürt, wie ihr Blut durch die Adern rauscht. Es muss die Liebe sein!

Als Nächstes treten Ernestinas zwei rivalisierende Verehrer auf. Da ist zunächst Buralicchio, der als jung, dumm, aber reich beschrieben wird – wobei es zwangsläufig letztere Eigenschaft ist, die ihn zur Wahl ihres Vaters macht. In einer Arie erklärt er, wie sein schmuckes Aussehen alle Mädchen, denen er begegnet, zum Schmelzen bringt.

Dann ist da der arme, aber kluge Ermanno, den Ernestina bevorzugt. Es gelingt ihm, sich als Ernestinas Hauslehrer in Gamberottos Haus einschleusen zu lassen – was sie überaus freut. Später wird Ermanno von Gamberotto als mittelloser Niemand aus dem Haus geworfen; natürlich ist Ermanno darüber todunglücklich, denn er ist – im Gegensatz zu Buralicchio – tatsächlich in Ernestina verliebt, wie wir in seiner Kavatine gegen Ende der Oper erfahren.

2. Akt

Ermannos Verbündeter im Haus, der gerissenene Diener Frontino, ersinnt einen schlauen Plan, um Buralicchio dauerhaft von Ernestina abzubringen. Er fälscht einen Brief und lässt Buralicchio darin lesen, dass Ernestina in Wahrheit Ernestino sei – ein Kastrat, der sich als Frau verkleidet habe, um dem Wehrdienst zu entgehen. Buralicchio fällt auf diese aberwitzige Täuschung herein und lässt den Militärkommandanten rufen, um Ernestina verhaften zu lassen.

Unterdessen beschwert sich Ermanno bei Gamberotto darüber, wie barsch man ihn aus dem Haus gejagt hat. Man versichert ihm jedoch, dass ihm seine Stelle als Hauslehrer wieder offenstehe, sobald die Hochzeit vollzogen sei. Als er wieder alleine ist, bleibt Ermanno nichts anderes übrig, als seiner Verzweiflung freien Lauf zu lassen. Als Ernestina ihn davonlaufen sieht, befiehlt sie Rosalia, ihn zu ihr zu bringen. Ihr Gespräch beginnt in schwermütigem Ton, wandelt sich aber allmählich zu einem zarteren, vertraulicheren Austausch, der jedoch von Gamberotto und Buralicchio unterbrochen wird: Ersterer ist überaus aufgebracht über seine Tochter, Letzterer hingegen gibt sich gelassen, insgeheim auf seine baldige Rache wartend. Tatsächlich treten unverzüglich Soldaten auf den Plan und verhaften Ernestina ohne jede Erklärung.

Die Inhaftierung seiner Tochter versetzt Gamberotto wenig überraschend in Entsetzen. Doch da sich sein Rivale Buralicchio nun weigert, Ernestina zu heiraten, ist der Weg für Ermanno frei. Und tatsächlich – auch wenn noch einige Kleinigkeiten zu klären sind –  wie es sich für eine Komödie gehört, zeichnet sich ein Happy End ab: Wie Ernestina in ihrem Rondo mit Chor darlegt, ist die Gefahr vorüber. Ermanno hat sie aus dem Gefängnis befreit, und die nun freundlich gesinnten Soldaten ziehen in die Schlacht. Ernestina beendet das Geschehen triumphierend.