MACBETH
Opernfestspiele Heidenheim

Macbeth

Verdi
Verfügbar in
Streamed am Streamed bis Aufnahme vom
Gesungen auf
Italienisch
Untertitel auf
Deutsch
Englisch
Italienisch

Nachdem Macbeth die Prophezeiungen der Hexen gehört hat, dürstet er nach Macht, und sein Ehrgeiz wird von seiner Frau, der Lady Macbeth, auf gefährliche Weise angeheizt. Während er den Thron anstrebt, beginnen Schuldgefühle, Misstrauen und Angst sowohl ihn als auch seine Mitmenschen zu zerfressen. Kann Macbeth den Folgen seiner Entscheidungen entkommen, oder wird sein Ehrgeiz ihn auf einen Weg führen, von dem es kein Zurück mehr gibt?

Macbeth ist eines der dämonischsten Werke von William Shakespeare. Um die übernatürliche Atmosphäre des Stücks einzufangen, komponierte der begeisterte Shakespeare-Verehrer Giuseppe Verdi sehr textgetreu und experimentierte mutig mit neuen Klangfarben. Diese Oper, die allgemein als eine der ausgereiftesten Opern aus Verdis früher Schaffensphase gilt, war sein erster erfolgreicher Versuch, drei Elemente zu vereinen, die später seine Musik prägen sollten: das Theater, den Patriotismus und die Charakterdarstellung. Die im Sommer 2026 aufgezeichnete Inszenierung der Opernfestspiele Heidenheim (OH!) widmet sich Verdis zehnter Oper im Rahmen seiner ambitionierten Serie von Inszenierungen der frühen Werke des Komponisten.

BESETZUNG

Duncan
Oliver von Fürich
Macbeth
Thomas Weinhappel
Banco
Don Lee
Lady Macbeth
Leah Gordon
Kammerfrau der Lady Macbeth
Julia Rutigliano
Macduff
David Esteban
Malcolm
Santiago Bürgi
Fleanzio
Justus Keitel
Arzt
Rory Dunne
Diener Macbeths
Rory Dunne
Mörder
Daniel Dropulja
Herold
Rory Dunne
Erste Erscheinung
Daniel Dropulja
Zweite Erscheinung
Levi Dierolf
Dritte Erscheinung
Justus Keitel
Kind
Theresa Kettel
Chor
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn
Orchester
Cappella Aquileia – Orchester der OH!
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Musik
Giuseppe Verdi
Text
Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach William Shakespeare
Musikalische Leitung
Marcus Bosch
Regie
Andreas Baesler
Bühne und Kostüme
Andreas Baesler
Licht
Hartmut Litzinger
Dramaturgie
Gerhard Herfeldt
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HANDLUNG

I. Akt

Nach einem siegreichen Feldzug begegnen die schottischen Feldherren Macbeth und Banco auf einer Heide einer Schar von Hexen. Sie prophezeien Macbeth den Aufstieg zum Thane von Cawdor und schließlich zum König von Schottland, während Banco zwar selbst nie herrschen, aber Stammvater künftiger Könige werden soll. Kurz darauf bestätigt sich der erste Teil der Weissagung: König Duncano ernennt Macbeth tatsächlich zum Thane von Cawdor.

Von Ehrgeiz erfasst, berichtet Macbeth seiner Frau von der Prophezeiung. Lady Macbeth erkennt sofort die Möglichkeit, nach der Krone zu greifen, und drängt ihren zögernden Mann zum Mord an Duncano, der als Gast auf ihrer Burg erwartet wird. Während Macbeth noch mit seinem Gewissen ringt und sich von düsteren Visionen verfolgt fühlt, treibt Lady Macbeth den Plan entschlossen voran. In der Nacht tötet Macbeth den schlafenden König. Lady Macbeth verwischt die Spuren der Tat, indem sie die Wachen belastet. Als am Morgen der Mord entdeckt wird, herrschen Entsetzen und Verwirrung. Duncanos Sohn Malcolm flieht aus Angst um sein Leben nach England und macht sich dadurch selbst verdächtig. Macbeth sieht den Weg zur Krone frei.

II. Akt

Macbeth ist inzwischen König von Schottland, doch die Prophezeiung der Hexen lässt ihm keine Ruhe. Bancos Nachkommen sollen einst den Thron erben – eine Aussicht, die Macbeth als Bedrohung empfindet. Heimlich beauftragt er gedungene Mörder, Banco und dessen Sohn Fleanzioauf ihrem Weg zu überfallen. Banco wird getötet, Fleanzio jedoch gelingt die Flucht.

Während eines festlichen Banketts im königlichen Schloss feiern die Gäste ihren Herrscher. Plötzlich erscheint Macbeth der Geist des ermordeten Banco. Nur er selbst kann die Erscheinung sehen. Von Angst und Schuld überwältigt, verliert er jede Beherrschung und verrät durch sein wirres Verhalten seine innere Zerrissenheit. Lady Macbeth versucht verzweifelt, die Gäste zu beruhigen und das Ansehen ihres Mannes zu retten. Doch der festliche Schein ist unwiederbringlich zerstört. Macbeth beschließt, die Hexen erneut aufzusuchen, um Gewissheit über seine Zukunft zu erhalten. Seine Herrschaft beginnt immer deutlicher auf Furcht und Gewalt zu beruhen.

III. Akt

In einer düsteren Höhle beschwören die Hexen neue Visionen herauf. Macbeth verlangt Antworten auf seine drängenden Fragen und erfährt drei weitere Weissagungen: Er solle sich vor Macduff hüten, kein von einer Frau Geborener könne ihm etwas anhaben, und er werde unbesiegbar sein, bis der Wald von Birnam gegen sein Schloss ziehe. In scheinbarer Sicherheit wiegend, deutet Macbeth die Prophezeiungen als Garantie seiner Unverletzbarkeit.

Doch eine weitere Erscheinung erschüttert ihn: Vor seinen Augen zieht eine Reihe künftiger Könige vorbei – alles Nachkommen Bancos. Die Aussicht, dass ausgerechnet die Familie seines ermordeten Gefährten die Zukunft Schottlands bestimmen wird, erfüllt ihn mit Wut. Entschlossen, jede Gefahr im Keim zu ersticken, befiehlt Macbeth, Macduffs Burg zu zerstören und dessen Familie ermorden zu lassen. Während der Tyrann seine Herrschaft mit immer größerer Grausamkeit sichert, wächst zugleich der Widerstand gegen ihn. Viele schottische Adlige schließen sich dem ins Exil geflohenen Malcolm an und bereiten den Kampf gegen den Usurpator vor.

IV. Akt

An der Grenze Schottlands versammeln sich Flüchtlinge und Verbannte. Sie beklagen das Leid ihres verwüsteten Vaterlandes und hoffen auf dessen Befreiung. Malcolm bereitet gemeinsam mit Macduff den Feldzug gegen Macbeth vor. Macduff erfährt vom Mord an seiner Frau und seinen Kindern und schwört, den Tyrannen persönlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Im Schloss von Dunsinane ist Lady Macbeth inzwischen dem Wahnsinn verfallen. Im Schlaf wandelt sie rastlos umher und versucht vergeblich, das eingebildete Blut von ihren Händen zu waschen. Wenig später stirbt sie. Als sich das feindliche Heer nähert, tarnen sich Malcolms Soldaten mit Ästen aus dem Wald von Birnam – damit erfüllt sich die rätselhafte Weissagung der Hexen. Im Kampf begegnet Macbeth seinem Gegner Macduff. Erst jetzt erkennt er, dass auch die übrigen Prophezeiungen trügerisch waren. Besiegt und tödlich verwundet, blickt er auf seinen von Ehrgeiz und Schuld bestimmten Lebensweg zurück. Mit seinem Tod endet die Gewaltherrschaft des Usurpators, und der Weg zur Wiederherstellung der rechtmäßigen Ordnung ist frei.