Der Ritter und Sänger Tannhäuser ist hin- und hergerissen zwischen sinnlicher Lust und spiritueller Erlösung, nachdem er mit der Göttin Venus zusammengelebt hat. Auf der Suche nach Erlösung in der Welt der Menschen verliebt er sich in Elisabeth, kämpft aber um ihr Vertrauen, während er mit seiner eigenen Schuld, seinem Verlangen und Glauben ringt. Kann dieser Mann, der nach Vergebung strebt, Erlösung finden?
Richard Wagners Oper Tannhäuser aus dem Jahr 1845 markiert einen Wendepunkt in seinem Œuvre, an der Schwelle zwischen frühen romantischen Einflüssen und den musikalischen Dramen seines reifen Spätwerks. Für das Libretto, das er selbst schrieb, bediente sich Wagner Legenden von mittelalterlichen Minnesängern. Auf philosophischer und symbolischer Ebene ist die Oper getrieben von Dualismen, musikalisch vermittelt durch den Kontrast zwischen dem Sinnlichen und dem Geistlichen. Religiöse Szenen wie der Pilgerchor und Elisabeths Gebet stellen einen wirkungsvollen Kontrapunkt zur verführerischen Musik der Venus. Die Neuproduktion am kroatischen Nationaltheater in Zagreb steht unter der Regie des belgischen Regisseurs Frank Van Laecke, der in seiner herausragenden internationalen Karriere bekannt ist für seine Fähigkeit, die klassische Form zu ehren und traditioneller Opernästhetik neue Energie zu verleihen.
BESETZUNG
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Tannhäuser
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Eric Laporte
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Elisabeth
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Evelin Novak
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Wolfram von Eschenbach
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Ljubomir Puškarić
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Hermann
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Sorin Coliban
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Venus
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Sofija Petrović
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Walther von der Vogelweide
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Filip Filipović
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Heinrich der Schreiber
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Ivo Gamulin
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Biterolf
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Ozren Bilušić
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Reinmar von Zweter
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Siniša Štork
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Ein junger Hirt
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Petra Cik
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Erster Knabe
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Mima Karaula
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Zweiter Knabe
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Rea Alaburić
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Dritter Knabe
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Vedrana Zrnić
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Vierter Knabe
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Tena Lebarić Rašković
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Musik
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Richard Wagner
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Text
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Richard Wagner
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Musikalische Leitung
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Srba Dinić
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Regie
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Frank Van Laecke
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Bühne und Kostüme
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Philippe Miesch
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Choreografie
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Daan Wijnands
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Licht
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Marc Heinz
Frank Van Laecke
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Musikalische Assistenz
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Barbara Kajin
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Regieassistenz
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Marta Tutiš
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Kostümassistenz
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Ana Trišler
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Chorleitung
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Luka Vukšić
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HANDLUNG
I. Aufzug
Deutschland im Mittelalter, die Wartburg und ihre Umgebung. Der Minnesänger Tannhäuser, der ein Jahr im verzauberten Reich der Liebesgöttin Venus verbracht hat, sehnt sich danach, in die Welt der Menschen zurückzukehren. Umgeben von sinnlichen Freuden verspürt er eine immer stärker werdende Sehnsucht nach der Natur, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und nach Freiheit jenseits eines Lebens voller endloser Vergnügungen.
Auf Befehl der Venus singt er ein Loblied auf die Liebe, doch sein Lied verwandelt sich immer wieder in eine Bitte um Befreiung. Verärgert über seinen Unwillen zu bleiben, lässt Venus ihn gehen. Tannhäuser ruft die Jungfrau Maria an und wird plötzlich in ein Tal nahe der Wartburg versetzt.
Eine Pilgerprozession auf dem Weg nach Rom zieht vorbei; Tannhäuser, tief bewegt, fällt im Gebet auf die Knie. Der Klang von Jagdhörnern kündigt die Ankunft von Landgraf Hermann und seinen Rittern an, die ihren lange verschollenen Gefährten erkennen und ihn zur Rückkehr drängen. Er zögert, bis Wolfram ihn an Elisabeth erinnert, die Nichte des Landgrafen, deren Zuneigung er einst gewonnen hatte. Beim Klang ihres Namens beschließt Tannhäuser, ihnen zurück zur Wartburg zu folgen.
II. Aufzug
Die Sängerhalle auf der Wartburg. Elisabeth, die nach langer Abwesenheit zurückkehrt, begrüßt den Saal voller Freude. Von Wolfram hereingeführt, erscheint Tannhäuser vor ihr. Ihr Wiedersehen offenbart die Tiefe ihrer gegenseitigen Gefühle, während Wolfram erkennt, dass seine eigene Liebe zu Elisabeth hoffnungslos ist.
Der Landgraf heißt die versammelten Gäste zu einem Gesangswettbewerb willkommen und erklärt die Liebe zum Thema, wobei er dem Sieger verspricht, dass ihm jeder Wunsch von Elisabeth erfüllt werde. Wolfram beginnt mit einem Lied, das die reine, idealisierte Liebe preist. Tannhäuser, der noch immer von seiner Zeit mit Venus heimgesucht wird, antwortet mit einer glühenden Hymne an die sinnliche, irdische Leidenschaft.
Die anderen Sänger widersprechen ihm und stehen für eine eher zurückhaltende Idee von Liebe, doch Tannhäusers Inbrunst wird immer intensiver, bis er in einer Hymne an Venus selbst ausbricht. Seine Offenbarung entsetzt den Hof. Die Ritter ziehen ihre Schwerter, doch Elisabeth greift ein, stellt sich zwischen sie und fleht um Gnade.
Der Landgraf beendet den Konflikt und verfügt, dass Tannhäuser nur dann Vergebung erlangen darf, wenn er sich den Pilgern auf ihrer Reise nach Rom anschließt und um Absolution bittet. Von Reue geplagt wirft sich Tannhäuser Elisabeth zu Füßen, bevor er aufbricht.
III. Aufzug
Einige Monate später findet Wolfram Elisabeth im Tal nahe der Wartburg an einem Schrein betend vor, wo sie auf Tannhäusers Rückkehr wartet. Pilger kehren aus Rom zurück und freuen sich über ihre Vergebung, doch er ist nicht unter ihnen. Von Trauer überwältigt, vertraut Elisabeth ihre Seele der Jungfrau Maria an, in der Hoffnung, diese möge im Himmel für Tannhäuser Fürsprache einlegen, und geht langsam davon. Allein zurückgelassen, ruft Wolfram den Abendstern an, über sie zu wachen.
Die Nacht bricht herein. Tannhäuser kehrt zurück, erschöpft und gebrochen. Er berichtet von seiner Pilgerreise: Trotz seiner Buße verweigerte ihm der Papst die Absolution und erklärte, seine Sünden könnten ebenso wenig vergeben werden, wie der Priesterstab wieder Blätter tragen könne. In seiner Verzweiflung beschließt Tannhäuser, zu Venus zurückzukehren, und ruft nach ihr. Sie erscheint, bereit, ihn wieder an sich zu nehmen, bis Wolfram Elisabeths Namen ausruft.
In diesem Moment zieht ein Trauerzug das Tal hinab: Elisabeth ist gestorben. Konfrontiert mit ihrem Opfer, gewinnt Tannhäuser wieder Klarheit. Venus verschwindet. Er bricht neben Elisabeths Leichnam zusammen, fleht sie an, für seine Seele zu beten, und stirbt. Im Morgengrauen treffen Pilger ein, die die Nachricht von einem Wunder überbringen: Der Priesterstab hat Blätter getrieben, ein Zeichen dafür, dass Tannhäuser die Erlösung gewährt wurde.
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