Die strahlende Stadt Ys in der Bretagne ist durch einen durch die königliche Familie überwachten Damm vor Überflutungen geschützt. Um mit dem früheren Widersacher der Stadt Frieden zu schließen, verspricht ihm der König von Ys die Hand seiner ältesten Tochter, Margared. Als diese vor dem Altar ihren Schwur bricht, beginnt ein neuer Krieg. Margared muss erfahren, dass der Mann, den sie eigentlich heiraten will, ihrer eigenen Schwester versprochen ist; sie ist bereit, die Geheimnisse der Stadt Ys mit dem Feind zu teilen.
Die Handlung von Le Roi d’Ys basiert auf den bretonischen Legenden von König Gradlin, Prinzessin Dahut und der mythischen Stadt Ys, deren Untergang an das Schicksal von Atlantis erinnert. Édouard Lalos Interesse an der mystischen Folklore der Bretagne wurde durch seine zweite Ehefrau angefeuert – tatsächlich schrieb der französische romantische Komponist für sie, ein Kontra-Alt mit bretonischen Wurzeln, die Rolle der Margared. Nachdem zunächst kein Opernhaus in Paris die Oper spielen wollte, kam sie schließlich 1888 in der Opéra-Comique zur Uraufführung. Lalo war trotz dieser verspäteten Würdigung nicht weniger erfreut. Die reiche Orchestrierung und die kraftvollen Melodien wurden von Zeitgenossen als „wagnerianisch“ bezeichnet – eine Beschreibung, die den Wagner-Verehrer Lalo durchaus zufriedenstellte. Unter der musikalischen Leitung von Samy Rachid und in der Regie von Olivier Py kommt diese Opernrarität nun an der Opéra national du Rhin auf die Bühne.
BESETZUNG
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Le Roi d'Ys
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Patrick Bolleire
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Margared
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Anaïk Morel
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Rozenn
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Lauranne Oliva
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Mylio
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Julien Henric
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Karnac
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Jean-Kristof Bouton
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Saint Corentin
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Fabien Gaschy
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Jaël
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Jean-Noël Teyssier
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Orchester
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Orchestre national de Mulhouse
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Chor
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Chœur de l’Opéra national du Rhin
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Musik
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Édouard Lalo
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Text
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Édouard Blau
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Regie
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Olivier Py
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Musikalische Leitung
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Samy Rachid
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Bühne und Kostüme
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Pierre-André Weitz
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Licht
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Bertrand Killy
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Handlung
I. Akt
Der König von Ys hat dem kriegslustig Prinzen Karnac die Hand seiner ältesten Tochter Margared versprochen, um den Frieden zwischen ihnen zu besiegeln. Während das Volk das Ende des Krieges feiert, wirkt die zukünftige Braut melancholisch. Auf Drängen ihrer Schwester Rozenn gesteht Margared ihr, dass sie einen anderen Mann liebt, der jedoch verschwunden ist und dessen Namen sie lieber verschweigt. Rozenn versteht den Kummer ihrer älteren Schwester: Sie selbst hegt Gefühle für Mylio, ihren Freund aus Kindertagen, von dem sie nichts mehr gehört hat, seit er mit seinen Gefährten zur See gefahren ist. Mylio, der während des Krieges gefangen genommen wurde, ist soeben nach Ys zurückgekehrt. Er sucht Rozenn auf und schwört, sie nie wieder zu verlassen. Ihr Wiedersehen wird durch die Ankunft des Hochzeitszuges unterbrochen. Vor seinem Volk will der König die Hochzeit von Karnac und Margared vollziehen, doch als diese von Mylio‘s Rückkehr erfährt, verweigert sie sich der Heirat zur allgemeinen Bestürzung. Durch diese Kränkung in seiner Ehre verletzt, erklärt Karnac der Stadt einen gnadenlosen Krieg, den Mylio mit seinen Soldaten zu verteidigen verspricht.
II. Akt
Während Margared an Mylio denkt, den sie heimlich liebt, hört sie zufällig ein Gespräch mit: Der König verspricht Mylio die Hand Rozenns, wenn er siegreich aus der Schlacht gegen Karnacs Truppen zurückkehrt, die sich um die Stadt zusammenziehen. Von dieser Nachricht zutiefst verletzt, konfrontiert sie ihre Schwester, verflucht sie und wünscht Mylio den Tod.
Mylio‘s Truppen feiern den Heiligen Corentin, um ihm für ihren Sieg zu danken. Zwar hat Karnac den Kampf überlebt, doch er hat alles verloren. Margared sucht ihn auf und bietet an, ihm bei seiner Rache behilflich zu sein und die Schleusen zu öffnen, die die Stadt vor den Fluten des Ozeans schützen. In ihrer Wut trotzt sie dem Heiligen Corentin, doch eine Stimme mahnt sie zur Reue.
III. Akt
Umringt von ihrem Gefolge feiern Rozenn und Mylio ihre Hochzeit nach den Bräuchen der Stadt Ys. Karnac und Margared nutzen die Zeremonie, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Letztere ist kurz davor aufzugeben, doch ihr Komplize schürt ihre Eifersucht und lockt sie zu den Schleusen. Inmitten der Feierlichkeiten beklagt der König Margareds Verschwinden. Während Alarmrufe ertönen, warnt Margared ihren Vater vor der Katastrophe. Mylio findet Karnac und tötet ihn.
Nachdem die Stadt zerstört und die Hälfte ihrer Einwohner zu Tode gekommen ist, flehen die Überlebenden Gott an, den ansteigenden Fluten Einhalt zu gebieten. Margared gesteht ihre Schuld und will sich opfern, um den Ozean zu beruhigen. Der König, Mylio und Rozenn versuchen, sie vor dem Lynchmord zu schützen, doch die Prinzessin gibt sich dem Meer hin und besänftigt so die Wellen.
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