Il viaggio a Reims
Rossini Opera Festival

Il viaggio a Reims

Rossini
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Italienisch
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Englisch
Italienisch

Im Gasthaus zur Goldenen Lilie treffen sich die berühmtesten Persönlichkeiten Europas, um eine französische Königskrönung zu feiern. Aber zwischen verlorenem Gepäck, fehlenden Pferden und einigen amourösen Eskapaden läuft nichts wie geplant.

Il viaggio a Reims war Rossinis letzte italienische Oper und die erste, die er in Frankreich schrieb und die 1825 in Paris im Rahmen der Feierlichkeiten zur Krönung Karls X. uraufgeführt wurde. Die für die größten Stimmen der Zeit konzipierte Oper erfordert eine außergewöhnliche Besetzung: drei Primadonnensoprane, ein Alt, zwei Tenöre und vier Baritone und Bässe übernehmen die Hauptrollen.  Für die Accademia des Rossini Opera Festivals in Pesaro ist Il viaggio a Reims zu einer jährlichen Sommervorstellung für Belcanto-Sänger:innen der nächsten Generation geworden. Die von dem Dirigenten Alberto Zedda gegründete Accademia Rossiniana genießt einen internationalen Ruf für die Ausbildung junger Rossini-Talente. Ein ehemaliger Schüler, Juan Diego Flórez, ist nicht nur einer der weltweit führenden Tenöre, sondern auch der neue künstlerische Leiter des Rossini Opera Festivals.  Emilio Sagis Inszenierung bietet eine schöne Plattform, auf der junge Künstler:innen glänzen können.

BESETZUNG

Corinna
Mariia Smirnova
Marchesa Melibea
Paola Leguizamón
Contessa di Folleville
Aitana Sanz
Madama Cortese
Maria Kokareva
Cavalier Belfiore
Tianxuefei Sun
Conte di Libenskof
Dave Monaco
Lord Sidney
Lluís Calvet i Pey
Don Profondo
Matteo Guerzé
Barone di Trombonok
Janusz Nosek
Don Alvaro
Stefan Astakhov
Don Prudenzio
Georgy Ekimov
Don Luigino
Víctor Jiménez
Delia
Lyaila Alamanova
Maddalena
Anush Martirosyan
Modestina
Inés Lorans
Zefirino/Gelsomino
Valerio Borgioni
Antonio
Mariano Orozco
Orchester
Filarmonica Gioachino Rossini
...
Musikalische Leitung
Daniel Carter
Regie
Emilio Sagi
Regie (Wiederbelebung)
Matteo Anselmi
Kostüme
Pepa Ojanguren
...

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Trailer

Sneak Peek: Il viaggio a Reims

Fröhliche Frivolität der Talente der nächsten Generation von der Accademia Rossiniana.

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Hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen von Il viaggio a Reims

Für die Accademia des Rossini Opera Festivals in Pesaro ist Il viaggio a Reims zu einer jährlichen Sommervorstellung für Belcanto-Sänger:innen der nächsten Generation geworden.

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HANDLUNG

Madame Cortese, die Hausherrin des Badehotels „Zur Goldenen Lilie“ in Plombières, fordert die Bediensteten auf, sich mit Eifer den Vorbereitungen für die Reise nach Reims zu widmen: Die Badegäste wollen noch am gleichen Abend aufbrechen, um der Krönung des neuen Königs Karl X. beizuwohnen, die nach alter Tradition an diesem Ort stattfindet.

Nachdem Don Prudenzio, der Arzt des Badehotels, das Frühstück für die Gäste genau auf die Einhaltung seiner Vorschriften hin überprüft und Madame Cortese den Angestellten nochmals die Sorge um den guten Ruf des Hauses nahegelegt hat, erscheint die Gräfin von Folleville. Sie ist eine anmutige und modenärrische Pariserin sowie Geliebte des Chevaliers Belfiore, eines gutaussehenden französischen Offiziers. Die Gräfin ist sehr besorgt, weil ihre Garderobe für die bevorstehenden Festlichkeiten noch nicht eingetroffen ist. Sie erfährt von ihrem Vetter Luigino, der die Kleider in Empfang nehmen sollte, dass die Kutsche mit ihren Habseligkeiten einen Unfall hatte, wobei die wertvollen Schachteln und Kisten beschädigt wurden. Bei dieser Nachricht fällt die Gräfin in Ohnmacht, woraufhin die anderen Gäste versuchen, sie wiederzubeleben. Erst als Modestina, die Zofe der Gräfin, mit einer großen Schachtel eintrifft, die beim Kutschenunglück wie durch ein Wunder unversehrt geblieben ist, kommt die erschütterte Dame wieder zu sich, überglücklich, für das Fest wenigstens ein kostbares Hütchen gerettet zu haben.

Baron Trombonok, ein deutscher Offizier und Musikenthusiast, der von den Hotelgästen zum Schatzmeister der Reisekasse ernannt wurde, trifft unterdessen mit dem Hausmeister Antonio die letzten Maßnahmen bezüglich Gepäck und eventueller Wünsche der Reisenden. Nun erscheinen Don Profondo, Literat und Mitglied verschiedener Akademien und leidenschaftlicher Antiquitätensammler, sowie der spanische Grande Don Alvaro. Er stellt dem Baron die Marchesa Melibea vor, die schöne polnische Witwe eines italienischen Generals, in die er verliebt ist. Sie hat den Wunsch, sich der illustren Gesellschaft für die Reise nach Reims anzuschließen. Der Graf von Libenskof, ein ebenfalls in Melibea verliebter russischer Adliger, ist eifersüchtig auf Don Alvaro. Die Rivalität zwischen den beiden bricht in der Gegenwart von Melibea und Madame Cortese offen aus. Erst durch den unvermittelt aus dem Hintergrund zu vernehmenden Gesang der römischen Improvisatorin Corinna, die ebenfalls in der „Goldenen Lilie“ logiert, gelingt es, die von Eifersucht aufgebrachten Gemüter zu besänftigen.

Madame Cortese ist besorgt über die Verspätung von Zefirino, dem Dienstboten, der die Pferde für die Reise organisieren sollte. Sie macht sich Gedanken über die gegenseitige, aber nicht erklärte Liebe zwischen Corinna und Lord Sidney, einem englischen Gast.

Lord Sidney erscheint und klagt über seinen Liebeskummer. Corinna hat von Don Profondo einen Brief überreicht bekommen, dessen Inhalt sie vorliest: Er tröstet Delia, eine griechische Waise, über das Schicksal ihres Landes, und Corinna lädt sie ein, sich ihr auf der Reise nach Reims anzuschließen. Schließlich bemerkt sie die Blumen, die Lord Sidney ihr als tägliches Liebespfand vor das Zimmer stellen ließ. Chevalier Belfiore, der die Dichterin allein vorfindet, versucht sie zu erobern, eingedenk seiner Erfolge als Herzensbrecher. Don Profondo, der alles beobachtet hat, lacht über ihn und macht sich daran, die Wertgegenstände der Reisenden aufzulisten, wie es der Baron von ihm verlangt hat.

Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen Don Profondo und der Gräfin von Folleville, die das Werben des Chevaliers um Corinna erahnt, wächst die Ungeduld einiger Gäste wegen der Abfahrt. Aber der Baron und der eben angekommene Zefirino stürzen alle in Verzweiflung: Die Reise kann nicht angetreten werden, weil in ganz Plombières keine Pferde zu mieten oder zu kaufen sind, da auch sehr viele andere Leute nach Reims zur Krönungsfeier reisen wollen.

Madame Cortese hebt die Stimmung der Gesellschaft mit einem Brief, den sie soeben von ihrem Gatten aus Paris erhalten hat. Er berichtet von großen Festlichkeiten, die in der Hauptstadt zu Ehren des Königs vorbereitet werden und die ihn bei seiner Rückkehr empfangen werden– eine hocherfreuliche Gelegenheit, um sich über die misslungene Reise nach Reims hinwegzutrösten. Die Gräfin von Folleville bietet der ganzen Gesellschaft Gastfreundschaft in ihrem Haus in Paris an. Die Einladung wird mit Begeisterung aufgenommen, und man beschließt, am folgenden Tag mit der regulären Postkutsche in die Hauptstadt zu fahren. Mit dem für die Reise nach Reims gesammelten Geld soll noch an diesem Abend ein öffentliches Festmahl in Plombières stattfinden, um die Krönung des Königs zu feiern. Der Rest soll wohltätigen Zwecken zugutekommen. Somit ist alles geklärt, und der Baron versucht noch, die wegen Don Alvaro aufgekommene Verstimmung zwischen dem russischen Grafen und der polnischen Marchesa beizulegen. Die beiden Verliebten versöhnen sich. Anschließend öffnet sich die Szene und man sieht den beleuchteten Garten des Hotels, wo eine reiche Tafel gedeckt wurde. Der Hausmeister Antonio erfährt von Maddalena, der Leiterin des Badhotels, dass der Baron eine in der Umgebung weilende Wandertruppe von Musikanten und Tänzern engagiert hat, um den Abend fröhlich zu gestalten. Schon bald erscheinen diese Künstler und eröffnen das Fest mit Gesang und Tanz.

Der Baron kündigt eine Reihe von Trinksprüchen an, wie es üblich ist und auch bereits vereinbart wurde: Diese sollen im musikalischen Stil der diversen Herkunftsländer der Gäste ausgebracht werden, zu Ehren des Königs und der königlichen Familie. Schließlich verlangen die Anwesenden als würdigen Abschluss des Festes eine Darbietung von Corinna. Die Gäste schlagen für ihre Improvisationen verschiedene Themen vor, die vor allem aus der Geschichte Frankreichs stammen. Melibea zieht aus der Urne per Zufall „Karl X., König von Frankreich“. Nach der poetisch-musikalischen Lobpreisung durch Corinna und den allgemeinen Hochrufen auf den König von Frankreich endet das Fest mit der Apotheose der königlichen Familie.