La traviata
Garsington Opera

La traviata

Verdi
Verfügbar in
Streamed am Streamed bis Aufnahme vom
Gesungen auf
Italienisch
Untertitel auf
Italienisch
Englisch

Überschwängliche, berauschende Feste, ein luxuriöses, ungezügeltes Leben, prickelnder Champagner – und das schleichende Fortschreiten einer tödlichen Krankheit. So sieht das Leben der Kameliendame aus, bis unerwartet die große Liebe in ihr Leben tritt. Doch kann die Liebe wirklich alles überwinden?

Giuseppe Verdi zeichnet das Porträt einer Gesellschaft, die versucht, all ihr Elend im Glanz prunkvoller Feste zu vergessen. Violetta sehnt sich nach Freiheit; sie möchte ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und an der Seite Alfredos ihr Glück finden. Doch die Vergangenheit wirft ihre Schatten auf das verzweifelte Liebespaar. Verdis Opernprojekt stieß zunächst auf heftige Kritik: Es galt als zu gewagt, einen zeitgenössischen Stoff mit einer Kurtisane als Hauptfigur auf die Opernbühne zu bringen. Gerade solche Figuren inspirierten Verdi jedoch zu jener musikalischen und dramatischen Alchemie, die La traviata zu einem der beliebtesten Werke der Operngeschichte gemacht hat. Die von Publikum und Kritik  gefeierte Inszenierung der Garsington Opera aus dem Jahr 2026 stammt von Regisseurin Louisa Muller und Bühnenbildner Christopher Oram, dem Kreativteam hinter der zuvor auf OperaVision gezeigten Produktion von Platée. Am Pult des Philharmonia Orchestra steht Douglas Boyd, mit Madison Leonard als Violetta und Oleksiy Palchykov als Alfredo.

BESETZUNG

Violetta Valéry
Madison Leonard
Alfredo Germont
Oleksiy Palchykov
Giorgio Germont
Roland Wood
Doctor Grenvil
Thomas D Hopkinson
Annina
Mathilda Bryngelsson
Flora Bervoix
Alexandria Moon
Marchese d'Obigny
Sam Young
Gastone de Letorières
Sam Harris
Baron Douphol
Chuma Sijeqa
Giuseppe
Matthew Sotillo-Cooke
Ein Bote
Peter Lidbetter
Ein Diener Floras
Sisa Mjekula
Tänzer:innen
Nikki Cheung
Jonathan Milton
Orchester
Philharmonia Orchester
Chor
Chor der Garsington Opera
Musik
Giuseppe Verdi
Text
Francesco Maria Piave
Musikalische Leitung
Douglas Boyd
Regie
Louisa Muller
Ausstattung
Christopher Oram
Lichtdesign
Marcus Doshi
Choreografie
Matthew Steffens

HANDLUNG

1. Akt 

Violettas Haus in Paris. Violetta gibt eine Gesellschaft, begleitet von ihrem wohlhabenden Gönner, Baron Douphol. Sie wird Alfredo Germont vorgestellt, einem jungen Mann aus einer angesehenen Familie der Provence, der ihr gesteht, bereits in sie verliebt zu sein. Als sie ihre Gäste zum Tanz führt, bekommt Violetta einen Hustenanfall. Ihre leichtlebigen Freunde zeigen sich unbesorgt, Alfredo hingegen nicht. Er beteuert erneut seine Liebe, doch sie weist ihn ab. Als die Gäste schließlich gegangen sind und sie allein zurückbleibt, fühlt sich Violetta von dem leidenschaftlichen Geständnis des jungen Mannes unerwartet berührt. Dennoch redet sie sich ein, dass ihr keine andere Wahl bleibt, als ein Leben im Taumel des Vergnügens zu führen.

2. Akt 

Ein Landhaus bei Paris, drei Monate später. Violetta hat ihren Gefühlen nachgegeben; sie und Alfredo leben nun gemeinsam auf dem Land, wo sich ihr Gesundheitszustand gebessert hat. Als er durch ihre Zofe Annina zufällig erfährt, dass Violetta ihren Besitz verkauft hat, um die gemeinsamen Rechnungen zu begleichen, wird Alfredo von Scham überwältigt und reist nach Paris, um das nötige Geld zu beschaffen. Violetta wird überraschend von Giorgio Germonts, Alfredos Vater, besucht. In der Annahme, sein Sohn habe sein Erbe für Violetta verschwendet, ist er schockiert, als er entdeckt, dass sie für alles aufgekommen ist. Er fleht sie an, sich von seinem Sohn zu trennen, da ihre Beziehung die Heiratsaussichten seiner Tochter in eine angesehene Familie gefährde. Germont überzeugt Violetta davon, dass sie dieses Opfer bringen muss, um das künftige Glück sowohl seines Sohnes als auch seiner Tochter zu sichern. Die tief erschütterte Violetta willigt schließlich ein und benachrichtigt Baron Douphol, um ihre Rückkehr nach Paris zu signalisieren. Nach Germonts Abschied verfasst sie einen Abschiedsbrief an Alfredo, der ihm nach ihrem Fortgang übergeben werden soll. Als Alfredo den Brief liest, weist er die Trostversuche seines Vaters zurück und eilt nach Paris, entschlossen, sich für den vermeintlichen Verrat Violettas zu rächen.

Floras Haus in Paris, in derselben Nacht. Wieder findet eine Gesellschaft statt. Alfredo trifft allein ein, in der Erwartung, Violetta in ihrem alten Kreis vorzufinden. Seine Befürchtungen bewahrheiten sich, als sie am Arm von Baron Douphol erscheint. Die beiden Männer spielen Karten, und Alfredo gewinnt eine große Summe Geld. In ihrer Verzweiflung, einen Streit zwischen den beiden zu verhindern, versucht Violetta, Alfredo zum Verlassen der Feier zu bewegen. Er weigert sich und zwingt sie zu gestehen, den Baron zu lieben. Außer sich vor Wut ruft Alfredo die Gäste zusammen, um Zeuge zu werden, wie er seine Schulden mit dem beim Kartenspiel gewonnenen Geld begleicht. Violetta bricht zusammen. Germont wird Zeuge des Ausbruchs seines Sohnes und verurteilt ihn für sein grausames Verhalten.

3. Akt

Violettas Krankenzimmer, einige Monate später. Violetta liegt im Sterben; sie ist verarmt und wurde von ihren Freunden verlassen, nur die treue Annina leistet ihr Gesellschaft. Sie liest einen Brief von Germont, in dem er ihr mitteilt, dass er Alfredo die Wahrheit gesagt habe und dass beide kommen würden, um sie um Verzeihung zu bitten. Die Liebenden finden wieder zueinander und schmieden fieberhaft Pläne für eine glücklichere Zukunft, doch es ist zu spät.