Der Kleine Bär, der Kleine Tiger und die Tigerente verlassen ihr langweiliges, mit Müll übersätes Zuhause, um das geheimnisvolle, traumhafte Land Panama zu suchen. Auf ihrem Weg begegnen sie Gefahren und entdecken eine Welt voller Farben, Freundschaft, Mut und Abenteuer. Doch was, wenn das Panama, nach dem sie suchen, näher liegt, als sie sich jemals vorgestellt haben?
Das Ballett für Kinder jeden Alters „Oh, wie schön ist Panama!“ basiert auf Janoschs beliebter Buchvorlage und verbindet Tanz, Musik, bildende Kunst und Erzählkunst, um universelle Themen wie Freundschaft, Glück, Entdeckung und das Finden von Schönheit im Alltag zu erkunden. Die Geschichte begleitet den Kleinen Bären, den Kleinen Tiger und die Tigerente auf einer abenteuerlichen Reise voller unerwarteter Entdeckungen und Begegnungen. Die Choreografin Daria Verovka, die Komponistin Silvija Miliūnaitė, die Librettistin Sondra Simana und das Kreativteam erschaffen eine farbenfrohe und fantasievolle Welt, in der jedes künstlerische Element zur Geschichte beiträgt. Das Bühnenbild integriert Gegenstände aus recyceltem Kunststoff und regt so zum Nachdenken über verantwortungsvollen Konsum und die Zukunft unseres Planeten an, während Musik, Kostüme und Beleuchtung für Wärme und Magie sorgen. Janoschs Buch aus dem Jahr 1978 wurde zu einem beliebten deutschen Klassiker und gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Inszenierung des Staatlichen Musiktheaters Klaipėda wurde bei den „Golden Stage Cross Awards“ 2026 in Litauen für die beste Kinder- und Jugendaufführung nominiert, während die Kostümbildnerin Sandra Straukaitė für ihre Arbeit eine Auszeichnung erhielt.
BESETZUNG
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Die Tigerente
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Oleksandra Borodina
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Der kleine Tiger
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Diana Semchuk
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Der kleine Bär
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Roman Budko
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König der Erdmännchen
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Francesco Nanni
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Diener des Königs
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Roman Semenenko
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Königin der Schlangen
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Anna Chekmarova
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Anführer der Krähen
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Mykhailo Mordasov
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Frösche
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Illia Temchenko
Giacomo Ruben
Mykhailo Mordasov
Bernat Blay Bosch
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Schlangen
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Yuliia Kovalenko
Ksenija Jermakova
Elly Bruno
Iryna Suslo
Sara Noronha Amoroso
Aurora Ruvoletto
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Krähen
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Giacomo Ruben
Illia Temchenko
Bernat Blay Bosch
Roman Semenenko
Francesco Polese
Francesco Nanni
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Erdmännchen
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Yuliia Kovalenko
Ksenija Jermakova
Sara Noronha Amoroso
Illia Temchenko
Giacomo Ruben
Mykhailo Mordasov
Bernat Blay Bosch
Francesco Polese
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Libellen
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Elly Bruno
Iryna Suslo
Aurora Ruvoletto
Anna Chekmarova
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Musik
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Silvija Miliūnaitė
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Text
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Sondra Simana
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Choreografie
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Daria Verovka
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Musikalische Leitung
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Giedrius Vaznys
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Bühne
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Sigita Šimkūnaitė
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Kostüme
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Sandra Straukaitė
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Licht
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Andrius Stasiulis
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VIDEOS
HANDLUNG
I. Akt
Der kleine Bär, der kleine Tiger und die einzig geliebte und beschützte Tigerente leben in einem weißen Pappkarton. Ihre Welt ist aus Papier, sicher und klar. Da sie viele Wegwerfprodukte benutzen, sammelt sich um ihr kleines Zuhause eine Menge Müll an.
Eines Morgens schläft die Tigerente in einer Hängematte und träumt von einer Kiste, die mit einer rosa Schleife versehen ist. Als sie versucht, sie zu öffnen, fällt sie aus der Hängematte und wacht auf. Als sie der kleine Tiger nach ihrem Traum fragt, erzählt die Tigerente nichts davon. Es ist ihr Geheimnis.
Das Leben geht weiter wie immer. Die Tigerente malt schwarzweiße Pilze für den kleinen Tiger und Fische für den kleinen Bären. Beim Angeln sieht der kleine Bär eine Flasche mit dem Wort „SCHATZ“ den Fluss hinunter treiben, lässt sie aber vorbeiziehen. Am Abend bewundern alle drei die Bilder der Tigerente, werfen sie aber sogleich auf den Haufen von Müll – gerade so wie alles andere in dieser Welt.
An diesem Abend erinnert sich die Tigerente an den Traum. Im Geheimen malt sie eine Kiste mit einer rosa Schleife, lässt sie am Fluss und bringt das Ende der Schleife in den Wald. Der kleine Tiger bemerkt die Schleife, folgt der Spur und trifft auf den kleinen Bären. Beide denken, es könne ein Paket aus der Fremde sein, und öffnen die Kiste.
Auf ihrem Boden steht in rosa Buchstaben „PANAMA“. Aus der Kiste strömt ein süßlicher, angenehmer Duft, der die Freunde benebelt. Sie beschließen, dass Panama der Name des Landes sein muss, aus dem der Duft kommt, und wollen es finden.
Die Tigerente bindet das rosa Band um ihren Hals, der kleine Bär macht aus der Kiste ein Schild mit dem Wort „PANAMA“ und der kleine Tiger steckt die Zeichnungen der Tigerente von den Pilzen und Fischen in einen Rucksack.
Die drei bereiten sich auf die Reise vor. Zum ersten Mal passiert etwas in ihrer Welt! Der kleine Tiger, der kleine Bär und die Tigerente lassen den schwarzweißen Pappkarton zurück und begeben sich auf einen Weg voller Farbe und Abenteuer, auf der Suche nach ihrem Traumland: Panama.
II. Akt
Die Reise der Freunde geht weiter. Am Lagerfeuer schlafen sie ein und landen in einem Traum, wo sie sich in einem dunklen Ort unter der Erde wiederfinden, der sich als Schlangennest herausstellt. Mit einer Fackel in der Hand führt die Tigerente den kleinen Bären und den kleinen Tiger durch einen engen Gang.
Plötzlich flackern in der Dunkelheit die violetten Augen einer Schlange auf. Die Schlange windet sich um den kleinen Bären, dann um den kleinen Tiger, und versucht, die beiden zu hypnotisieren. Der Tigerente gelingt es, das Schild mit „PANAMA“ zu packen und stellt sich mutig der Schlange. Nach einem kurzen Kampf besiegt sie das Monster und weckt ihre Freunde auf.
Es beginnt zu regnen, als wasche er die Dunkelheit aus ihren Träumen. Sie wachen auf und setzen ihre Reise fort, immerzu folgen sie der Richtung des Schildes.
Der Pfad führt sie zu einem riesigen Baum, in dessen Krone ein stolzer Rabe sitzt. Die Freunde fragen, ob er Panama gesehen habe, woraufhin der Rabe den Schnabel hebt und sie einlädt, nach oben zu klettern. Mit dem Schild als Stab hilft der kleine Bär allen nach oben.
Von oben bietet sich ein wunderbarer Blick über die Welt. Die Erde, der Himmel und Farben, die immer heller werden. Die Freunde halten das Schild wie eine Fahne, und der Rabe wird ihr Kapitän. Die Höhe macht der Tigerente Angst, die alle dazu drängt, wieder nach unten zu klettern. Jetzt kennt sie den Weg. Der Rabe verabschiedet sich und fliegt fort, die Freunde laufen weiter.
Bald kommen sie an eine kleine Brücke am Fluss. Auf dem Weg schwimmt die Flasche mit dem Wort „SCHATZ“ erneut an ihnen vorbei, aber dieses Mal winken sie nur und laufen weiter. Die Tigerente schlägt vor, sich mit dem Schleifenband die Augen zu verbinden und so die Brücke zu überqueren.
Als sie das Band lösen, bietet sich ihnen ein wohlbekannter Anblick: ihr altes Zuhause. Aber alles darum herum hat sich verändert: Der Müllhaufen ist zu einem grünen Hügel geworden, das Pappkartonhaus ist von blühenden Blumenbeeten bedeckt, und das Haus selbst strahlt in allen möglichen Farben – ein rotes Dach, blaue Wände, grüne Türen und rosa Fenster.
Der kleine Bär und der kleine Tiger jubeln. Sie haben endlich Panama gefunden! Immerhin riecht es so gut, fühlt sich so richtig gut an und ist so farbenfroh – genau wie Panama. Die Tigerente lächelt im Stillen. Sie erkennt ihr wahres Zuhause. Jetzt ist Panama ihre Welt voller Farbe, Licht und Freude.
Die Tigerente ruht sich wieder in der Hängematte aus. Der kleine Tiger sammelt Pilze, der kleine Bär angelt. Weißer Rauch steigt aus dem Schornstein – ein Zeichen von Friede. Plötzlich schwimmt erneut die Flasche mit dem Wort „SCHATZ“ den Fluss hinunter. Dieses Mal springen alle drei zusammen auf und rennen, um die Flasche aus dem Fluss zu fischen. Endlich haben sie ihren Schatz gefunden.
EINBLICKE
Wie Panama schön wird
Im Bühnenbild von „Oh, wie ist schön Panama!“ werden Plastikgegenstände zu einem Teil der Natur: Sie verwandeln sich in Bäche, Fische, Teile des Himmels und vieles mehr. Ich wollte vertraute Gegenstände in unerwarteten Formen zeigen. Ich hoffe, dass Kinder beim genaueren Hinsehen nicht nur Schönheit entdecken, sondern sich vielleicht auch eine Zukunft vorstellen, die sich überraschend nah anfühlt, oder sogar eine Realität erkennen, die bereits existiert. Da sich unsere Ozeane zunehmend in Meere aus Plastikmüll verwandeln, erinnern die Fische an die echten Lebewesen, die sie einst waren – nun transformiert in Collagen aus weggeworfenen Alltagsgegenständen, die fast zufällig zusammengesetzt wurden. Sie sind gewissermaßen „Frankensteins“ aus Müll, eine Auseinandersetzung mit der Wiederverwendung von Materialien, die an die kreativen Projekte erinnert, die Kinder oft im Kunstunterricht gestalten. Ich habe dabei nicht die Absicht, das Publikum zu belehren oder ihm eine Botschaft aufzudrängen; es ist schlicht eine visuelle Sprache, die sich für diese Geschichte richtig anfühlt. Im Buch „Oh, wie schön ist Panama!“ ist Panama nur eine Metapher – ein Land, das magisch erscheint, weil wir noch nie dort waren und so wenig darüber wissen. Auch ich weiß nicht, wie Panama in Wirklichkeit aussieht. Doch in der Geschichte geht es nicht um einen eigentlichen Ort; es geht um das Entdecken, um die Neugier, die uns ein Leben lang begleitet, uns in Abenteuer lockt und uns glauben lässt, dass das Gras an Orten, an denen wir noch nie waren, grüner ist. Sollte sich das Publikum nach der Aufführung auch nur an ein einziges Bild oder eine einzige Emotion aus der von mir geschaffenen Welt erinnern, so hoffe ich, dass dies dazu anregt, über den gegenwärtigen Moment nachzudenken – das Hier und Jetzt – und sich ehrlich zu fragen, wie man sich dort tatsächlich fühlt.
Bühnenbildnerin Sigita Šimkūnaitė
Die Musik dieser Produktion ist lebendig, ausdrucksstark und voller Charakter. Sie offenbart sowohl die Persönlichkeiten der Figuren als auch die Atmosphäre der verschiedenen Welten, die sie erkunden. Mal ist sie verspielt und voller Energie, dann wieder geheimnisvoll, exotisch oder sogar beunruhigend – und plötzlich sanft und tief emotional. Diese musikalische Reise ermöglicht es auch den jüngsten Zuschauern, der Geschichte zu folgen und sie auf emotionaler Ebene zu erleben. Während ich die Musik komponierte, fühlte ich mich so, als sei ich auch auf der Suche nach meinem eigenen Panama; jenem besonderen Ort oder Zustand, an dem Schönheit, Freude und Sinn zusammenkommen. Ich hoffe, dass das Publikum beim Hören der Musik und auf der Reise mit den Figuren darüber nachdenkt, wo wohl das eigene „schönste Land“ liegt, und dabei entdeckt, dass es oft viel näher ist, als wir ahnen – nämlich in der Schönheit des Alltags.
Komponistin Silvija Miliūnaitė
Bei der Entwicklung der Choreografie für die Tanzaufführung „Oh, wie schön ist Panama!“ ließ ich mich von den natürlichen Bewegungen der Tiere inspirieren. Ich habe mir zahlreiche Videos angesehen und beobachtet, wie sich die einzelnen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung verhalten. Gleichzeitig wollte ich ein Gleichgewicht finden zwischen Wiederholung – was besonders bei einer Produktion für ein junges Publikum wichtig ist – und meinem eigenen, eher abstrakten choreografischen Stil. Die Choreografie setzt auf Pantomime und sorgfältig gestaltete Bühnenbilder. Anstatt auf das klassische Ballettvokabular zurückzugreifen, wie man es aus Werken wie „Der Nussknacker“, „Giselle“ oder „Schwanensee“ kennt, orientieren sich die Szenen eher an Animationsfilmen: Emotionen, Gestik und Bewegungen sind betont, ausdrucksstark, verspielt und voller Leben.
Choreografin Daria Verovka
Es ist wichtig, Kinder schon früh an hochwertige visuelle Erlebnisse heranzuführen, da sich ihr ästhetisches Bewusstsein bereits mit den ersten Vorstellungen entwickelt, die sie sehen. Ich hoffe, dass die Kostüme dazu beitragen, die Kernbotschaft der Geschichte zu vermitteln: Dass es zwar überall wunderbare Orte geben mag, Zuhause aber der schönste Ort von allen ist. Obwohl diese Produktion für Kinder geschaffen wurde, möchte ich, dass meine Figuren auch deren Fantasie und Kreativität anregen. Die Kostüme wurden aus modernen Materialien und mit fortschrittlichen Fertigungstechniken hergestellt, wobei die außergewöhnliche Handwerkskunst der Kostümwerkstatt des Staatlichen Musiktheaters Klaipėda jedem Stück einen ganz eigenen Charakter verliehen hat. Wahre Nachhaltigkeit bedeutet für mich, eine Produktion zu schaffen, die noch viele Jahre auf der Bühne bleibt und von Generationen von Kindern geliebt wird. Das ist das wichtigste Ziel unseres gesamten Kreativteams.
Kostümdesignerin Sandra Straukaitė
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