Wer kann schon Don Giovanni widerstehen? Seit der Uraufführung von Mozarts legendärer Oper im Jahr 1787 ist sein Name aus dem Repertoire unzähliger Häuser nicht mehr wegzudenken. Immer wieder gelingt es dem Verführer, sowohl die Figuren als auch das Publikum in seinen Bann zu ziehen, und immer wieder entzieht er sich der Aufforderung, seinen freizügigen Lebensstil zu ändern. Bis er von einer lebenden Statue heimgesucht wird, die ihm eine letzte Chance gibt, sein Leben zu ändern. Der Serienverführer missachtet die Regeln der Gesellschaft und bringt sich damit selbst zu Fall.
Das Schicksal des Verführers ist von Anfang an besiegelt. Das Andante der Ouvertüre stammt fast vollständig aus dem Finale, in dem die Statue Don Giovanni konfrontiert; Mozart nimmt das entscheidende Ereignis der Oper gewagt vorweg, und zwischen diesen beiden stehen zwei Akte voller herrlicher Musik. Für die neue Inszenierung von Mozarts Meisterwerk an der Opera Ballet Vlaanderen zeichnet der junge Regisseur Tom Goossens verantwortlich. Sein reduzierter Ansatz und sein ausgeprägtes Verständnis für den Text wurden bereits in seiner Inszenierung von Le nozze di Figaro auf OperaVision gefeiert. In dieser neuen Inszenierung lädt er das Publikum ein, über die Muster der Übertretungen und Beinahe-Erlösungen nachzudenken, die verstreut auf Don Giovannis Weg zu finden sind.
BESETZUNG
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Don Giovanni
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Michael Arivony
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Donna Anna
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Marie Lys
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Donna Elvira
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Arianna Vendittelli
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Don Ottavio
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Reinoud Van Mechelen
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Il Commendatore
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Edwin Kaye
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Leporello
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Michael Mofidian
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Masetto
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Justin Hopkins
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Zerlina
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Katharina Ruckgaber
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Orchester
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Sinfonieorchester der Opera Ballet Vlaanderen
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Chor
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Chor der Opera Ballet Vlaanderen
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Musik
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Wolfgang Amadeus Mozart
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Text
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Lorenzo Da Ponte
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Regie
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Tom Goossens
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Musikalische Leitung
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Francesco Corti
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Bühne
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Sammy Van den Heuvel
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Kostüme
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Sophie Klenk-Wulff
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Licht
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Dennis Diels
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Choreografie
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Femke Gyselinck
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Dramaturgie
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Naomi Beeldens
Maarten Boussery
Carine van Bruggen
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Chorleitung
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Pedro Beriso
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VIDEOS
HANDLUNG
1. Akt
Leporello, Diener von Don Giovanni, hält Wache und beklagt sein Schicksal. Plötzlich erscheint Donna Anna, die den Mann sucht, der sie überfallen hat. Ihr Vater, der Commendatore, konfrontiert Don Giovanni und wird im Laufe eines Duells getötet. In ihrer Trauer schwört Donna Anna an der Seite ihres Verlobten Don Ottavio Rache. In der Zwischenzeit ist Don Giovanni schon auf neue Beute aus: Er begegnet Donna Elvira, eine der Frauen, die von ihm verlassen wurde. Er flieht – und zurück bleibt Leporello, der der aufgebrachten Donna Elvira erklärt, dass sie nur einer von vielen Namen auf der langen Liste von Don Giovannis Eroberungen ist.
Eine Hochzeitsgesellschaft zieht vorbei und sofort fällt Don Giovanni das Bauernmädchen Zerlina auf, die davor steht, Masetto zu heiraten. Er beginnt ihr Avancen zu machen, was Masetto verärgert. Da schreitet Donna Elvira ein, die Zerlina vor der drohenden Gefahr warnt. Don Giovanni weist die Anschuldigungen zurück und lässt weiter unbeirrt seinen Charme spielen – sogar als Donna Anna auftaucht. Geschickt weiß er die Anspannung zu lösen, während Leporello die Bauerngäste zu einem großen Fest einladen soll. Bei den Feierlichkeiten versucht Don Giovanni erneut, Zerlina zu verführen, doch eine Gruppe Maskierter – die rachsüchtigen Donna Anna, Don Ottavio und Donna Elvira – wissen, den Plan zu vereiteln. Kann Don Giovanni ein weiteres Mal ungeschoren davonkommen?
2. Akt
Das Debakel bei der Feier hält Don Giovanni nicht davon ab, darüber hinaus Donna Elviras Magd zu verführen. Um ihr ein Ständchen zu singen, tauscht er mit Leporello die Kleider, der die Stimme und Art seines Herren imitieren soll, um Donna Elvira in die Irre zu führen. Sie fällt auf die Verkleidung herein und folgt ihm. In der Zwischenzeit trifft der echte Don Giovanni, als Leporello verkleidet, auf Masetto und verprügelt ihn brutal. Zerlina hält zu ihrem geschundenen Verlobten, während Leporello, immer noch in der Verkleidung seines Herren, den Zorn von Zerlina und ihrer Begleiter erleidet, die ihn für Don Giovanni halten.
Herr und Diener treffen sich auf einem Friedhof. Dort erwacht die Statue auf dem Grab des Commendatore zum Leben und spricht zu Don Giovanni. Unbeeindruckt von diesem Spektakel lädt er die Statue arrogant zum Abendessen ein. Während des Mahls appelliert Donna Elvira noch einmal an Don Giovannis Reue, doch sie wird abgelehnt und gedemütigt. Kurz danach verrät ein Klopfen an der Tür, dass die Statue der Einladung gefolgt ist. Don Giovanni konfrontiert den Commendatore und weigert sich trotzig, Reue zu zeigen. Als er die kalte Hand greift, die ihm der Commendatore reicht, wird er vom Höllenfeuer verschlungen.
GALERIE