I Lituani
Litauisches Nationaltheater für Oper und Ballett

I Lituani

Ponchielli
Verfügbar in
Streamed am Streamed bis Aufnahme vom
Gesungen auf
Italienisch
Untertitel auf
Englisch
Litauisch
Italienisch

Im Mittelalter haben die Truppen des Deutschritterordens Litauen überrannt. Der Edelmann Walter verlässt seine Frau Aldona, um an den Deutschrittern Vergeltung für die Invasion seines Heimatlandes zu üben. In Verkleidung als Corrado wird er Anführer der Deutschritter und nutzt seine Autorität, um litauische Gefangene zu begnadigen. Als Aldona, die sich auf die Suche nach ihrem Ehemann gemacht hat, auftaucht, fliegt „Corrados“ Inkognito auf. Wird Walters Streben nach Rache letzten Endes doch seine Möglichkeit auf Liebe und Wiedergutmachung im Wege stehen?

Ponchielli schrieb seine Oper I lituani (Die Litauer) Anfang der 1870er Jahre auf der Grundlage von Adam Mickiewicz’ Versepos Konrad Wallenrod. Als Geschichte von nationaler Befreiung sprach diese literarische Quelle im 19. Jahrhundert viele an, die Freiheit von der Unterdrückung suchten – ganz besonders einen italienischen Komponisten, nur ein Jahrzehnt nach der offiziellen Wiedervereinigung seines eigenen Landes. Nach der Premiere der Oper im Jahr 1874 an der Mailänder Scala ist diese Inszenierung der Litauischen Nationaloper nun in einem Land zu sehen, das wie kein anderes einen Operntitel für sich beanspruchen kann! Ponchiellis Musik ist voll von großformatigen Szenen, charakteristischen Chornummern und Tänzen sowie Melodien, die bereits La gioconda vorausahnen lassen. Die Inszenierung aus Vilnius liegt in den Händen des argentinischen Regisseurs Hugo De Ana, der auch für die Ausstattung verantwortlich zeichnet, und des Dirigenten Ričardas Šumila, der Ponchiellis üppige Partitur zum Leben erweckt.

BESETZUNG

Aldona
Viktorija Miškūnaitė
Albano
Tadas Girininkas
Arnoldo
Eugenijus Chrebtovas
Walter / Corrado
Gaston Rivero
Vitoldo
Alfredas Miniotas
Tänzer:innen
Litauisches Nationalballet
Orchester
Orchester des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett
Chor
Chor des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett
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Musik
Amilcare Ponchielli
Text
Antonio Ghislanzoni
Regie
Hugo De Ana
Musikalische Leitung
Ričardas Šumila
Bühne und Kostüme
Hugo De Ana
Licht
Valerio Alfieri
Choreografie
Michele Cosentino
Video
Sergio Metalli
Chorleitung
Česlovas Radžiūnas
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HANDLUNG

Prolog

Litauen im 14. Jahrhundert. Auf den Zinnen einer Festung beklagt der alte Barde Albano die Zerstörung seines Landes durch die Truppen des Deutschritterordens. Aldona, eine litauische Prinzessin, macht sich Gedanken über ihren Bruder Arnoldo und ihren Ehemann Walter und lädt alle zum Gebet ein. Arnoldo und Walter kehren zurück und verkünden einen schrecklichen Verrat durch einen ihrer Anführer, Vitoldo, der zur Niederlage der litauischen Armee geführt hat. Walter will nun seine deutsche Bildung ausnutzen, um die Deutschritter zu besiegen, und er schwört seiner Frau ewige Liebe, bevor er sich aufmacht, die Litauer zu rächen.

I. Akt

Zehn Jahre später feiern die Deutschritter auf dem Vorplatz der Kirche von Marienburg ihren neuen Hochmeister Corrado Wallenrod, hinter dem sich Walter verbirgt. Vitoldo ist wütend, da er glaubt, ihm stünde dieses Amt zu. Zehn litauische Gefangene werden in Ketten vorgeführt, um zu Ehren Corrados bei den Festlichkeiten verurteilt zu werden, darunter Arnoldo. Unverhofft begnadigt Corrado die Gefangenen, woraufhin Arnoldo erkennt, dass Corrado eigentlich Walter ist. Arnoldo eilt zu seiner Schwester, Aldonda, die in der Hoffnung, ihren Mann zu finden, in ein Kloster eingetreten und nach Marienburg gekommen ist. Albano, Arnoldo und Aldona begeben sich auf die Suche nach Walter in der Burg.

II. Akt

In einer großen Festhalle der Burg ruft Corrado alle auf zu tanzen und zu singen. Als Barden verkleidet singen Arnoldo und Aldona ein Lied über das traurige Schicksal von Litauen, das auch seine baldige Befreiung vorhersagt. Die Deutschritter protestieren, woraufhin sich Corrado auf Arnoldo stürzt, während Aldona die zwei zu trennen versucht. Corrado befiehlt den Rittern ihre Schwerter wegzustecken und Albano versucht, Corrado zu überzeugen, seine wahre Identität nicht preiszugeben. Vitoldo erkennt Aldona, doch da ordnet Corrado an, die Verurteilung von Aldona und Arnoldo zu verschieben, damit die Feierlichkeiten fortgesetzt werden können.

III. Akt

Aldona kommt aus den Ruinen eines Klosters in der Nähe des Platzes, wo die Litauern und die Deutschritter miteinander kämpfen. Sie trifft auf Walter und hofft auf eine frohe Zukunft voller Liebe, doch Walter wurde verraten, weil er die Niederlage der Deutschritter gegen die Litauer zu verantworten habe. Später in der Burg eröffnet Albano Walter, dass er im Geheimen zum Tode verurteilt worden ist. Anstatt in die Hände des Feindes zu fallen, trinkt Walter etwas Gift, preist den Sieg der Litauer und bittet Albano, Aldona Lebewohl zu sagen. Als Aldona kommt, stirbt Walter in ihren Armen. Die göttlichen Geister Litauens erscheinen und heißen die Seele des ehrenvollen Kriegers willkommen.