Die Lettische Nationaloper und das Lettische Nationalballett dienen als Staatstheater der Förderung und Entwicklung von Oper und Ballett. Die 1918 gegründete Institution gestaltet und verwirklicht ihre künstlerische Politik unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Sandis Voldiņš, des Vorstandsmitglieds Astra Irmeja-Šēfere, des Chefdirigenten Mārtiņš Ozoliņš sowie Aivars Leimanis, künstlerischer Leiter der Lettischen Nationaloper und Ballett.
Die Produktionen der Lettischen Nationaloper und Ballett zelebrieren die Werte klassischer und romantischer Kunst und greifen gleichzeitig zeitgenössische Ausdrucksformen auf. Großer Wert wird stets auf die Schaffung und Aufführung neuer lettischer Opern und Ballette gelegt, um so zur Entwicklung des Genres in Lettland beizutragen. Das für das lettische Publikum und die Welt offene Ensemble arbeitet regelmäßig mit herausragenden Gastsolistinnen, Dirigenten, Choreografinnen, Regisseuren, Bühnen- und Kostümbildnerinnen sowie Licht- und Videodesignern aus dem In- und Ausland zusammen.
Heute ist die Lettische Nationaloper und Ballett ein Repertoiretheater, das Opern- und Ballettaufführungen zeigt. Den Abschluss der Spielzeit bildet das Rigaer Opernfestival, bei dem sowohl neue Produktionen als auch gefeierte Aufführungen aus früheren Spielzeiten gezeigt werden. Traditionell finden das Festival und die gesamte Spielzeit ihren Höhepunkt in einem spektakulären Galakonzert. Im Laufe einer Spielzeit präsentiert das Haus über 200 Vorstellungen und produziert in der Regel fünf neue Opern- und Ballettproduktionen pro Jahr.
Das stattliche neoklassizistische Gebäude der Lettischen Nationaloper, das ursprünglich 1863 von dem Architekten Ludwig Bohnstedt entworfen wurde, steht im Zentrum Rigas. Der historische Große Saal bietet Platz für fast 1.000 Zuschauende, während der intimere Neue Saal 241 Gäste willkommen heißen kann.